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5.1-Sets

Heimkino: Teufel Trios L und Magnat Quantum 720 im Test

Ein Heimkino ist ohne die richtigen Surround-Lautsprecher nur wenig wert. Wir haben die 5.1-Sets Teufel Trios L und Magnat Quantum 720 im Test.

  1. Heimkino: Teufel Trios L und Magnat Quantum 720 im Test
  2. Magnat Quantum 720 im Test
Lautsprecher

© viewgene / shutterstock.com

Heimkino: Auf die richtige Beschallung kommt es an!​

Teufel hat das Heimkino klein gekriegt. Das suggeriert zumindest die Werbung. Und Magnat möchte mit einer neuen Reihe ganz großes Kino zum vergleichsweise kleinen Preis bieten. Führen diese verschiedenen Wege zum Erfolg?​

Viel hilft viel, sagt der Volksmund. Demnach muss das Surround-Set von Magnats neuer Quantum-720-Reihe gut sein. Es bemüht fünf diskrete Lautsprecher und einen stattlichen Aktiv-Subwoofer mit 30-cm-Bass. Doch würde Teufels Konzept mit schlanker Soundbar, kompakten Wireless-Surround-Boxen und Flach-Subwoofer ebenfalls zum Ziel des perfekten Heimkino-Sounds führen?​

Wer die jüngsten Tests mit Produkten des Berliner Direktversenders in der video gelesen hat, dürfte die Möglichkeit des Gelingens der schwierigen Stealth-Mission zumindest in Betracht ziehen. Schließlich machte Teufel die letzten Jahre Sprünge in Design, Qualität und Klang, traf bei Preis-Leistung voll ins Schwarze. So bietet das für 2.000 Euro angebotene Set HDMI-Komfort mit sehr gut gemachten On-Screen-Menüs und eine wertige, übersichtliche Fernbedienung. Damit ist das Cinesystem Trios 5.1-Set L richtig smart im Vergleich zur klassischen Quantum-Lösung, die für 1.000 Euro mehr einfach aus einem Sextett passiver und aktiver Lautsprecher besteht, dafür aber Membranfläche satt auffährt. Einen Vergleichstest gibt es also nicht, aber jeder kann natürlich vergleichen, was zu welchem Preis davon das Richtige ist.​

Teufel Trios 5.1-Set L​

Teufel Trios 5.1 Set L

© Teufel

Pro

  • Ausgewogener, räumlicher Klang
  • tolles Finish

Contra

  • Ganz drahtlos sind die Wireless-Surround-Boxen nicht

Fazit

video Magazin Testurteil: gut, Preis/Leistung: überragend (Kauftipp)

Unter den spannungsgeladenen Motto „Full Metal Package“ spricht Teufel Kino-Fans an, die sich gleichermaßen nach Action und solider Verarbeitung sehnen. Frei nach Kult-Regisseur Stanley Kubrick spielen die Berliner mit ihrer reißerischen Headline auf ihrer Webseite auf den legendären Antikriegsfilm und auf die Verwendung von jeder Menge Metall als Gehäusematerial für die Soundbar und die beiden Surround-Lautsprecher an.​

Der zugehörige Subwoofer des Action-Trios setzt zwar wie unter seinesgleichen üblich auf MDF, doch sein Gehäuse geht nicht in Richtung Würfel, sondern erinnert eher an einen überdimensionalen Müsliriegel. Der T 4000 lässt sich spielend unter der Couch verstecken oder mit seinen integrierten Aufhängungen an der Wand befestigen.​

Kabel gekappt - zum Teil 

Mit seinem Konzept füllt das Trios 5.1-Set L genau jene Lücke, die zwischen Minimal-Lösungen mit virtuellem Surround-Sound und den üblichen volldiskreten 5.1-Sets klafft. Zur Schließung der Lücke zwischen konventionellen, kabelgebundenen Lautsprechern und Wireless-Boxen bedient sich Teufel eines Tricks. Um das Versprechen der angesagten drahtlosen Surround-Lautsprecher zu erfüllen, bemühen die Berliner zwei Wireless-Module namens RearStation​ Compact RX für die Satelliten-Lautsprecher L 430 FR der hinteren Kanäle. Ihre integrierte Endstufen hauchen den beiden schlanken Passiv-Boxen Leben ein. Damit spart man sich zwar die langen Leitungen von vorne nach hinten, doch ganz ohne Lautsprecherstrippen geht es nicht.​

Teufel RearStation

© Teufel

Die RearStation Compact RX steuert mit ihrem Wireless-Empfänger und integriertem Verstärker die Rears an.

Der Flach-Subwoofer T 4000 Wireless ist zwar vom Grundkonzept her ebenfalls eine drahtgebundene Konstruktion, die Signale mit Cinch-Eingang entgegennimmt. Durch das mitgelieferte Subwoofer Wireless Modul wird der 95,5 Zentimeter breite Balken jedoch auf äußerst elegante Weise drahtlos angesteuert. Das kleine Modul – es funkt im 2,4-GHz-Band – verschwindet in einem dafür vorgesehenen Einschub auf der Rückseite des T4000. Wer die ganze Heimkino-Anlage in drahtlose Multi-Room-Systeme einbinden möchte, bekommt das Cinesystem Trios 5.1-Set L im Bundle mit dem Raumfeld Connector für insgesamt 2.080 Euro, was 20 Euro Nachlass gegenüber Einzelkauf entspricht. Nicht im Bundle erhältlich sind Standfüße und Wandhalter für die Satelliten-Lautsprecher L 430 FR. Diese integrationsfördernden Maßnahmen schlagen mit 140 respektive 60 Euro im Set zu Buche. Eine lohnende Anschaffung für Ästheten.

Lesetipp: Heimkino-Lautsprecher richtig aufstellen

Das Herzstück des Systems, die Soundbar CS 42, lässt sich vor dem Fernseher aufstellen oder darunter mit seinen Schlüsselloch-Öffnungen an der Wand aufhängen. Das 2-Wege-System birgt sechs Mittel- und drei Hochtöner in seinem geschlossenen, sieben Liter großen Alu-Gehäuse. Das bedeutet, dass jeder Kanal über einen 2-cm-Seidenkalotten-Hochtöner verfügt, der von zwei 7,7-cm-Zellulose-Koni eingesäumt wird – wie bei D’Appolito, nur um 90 Grad gedreht.

Smarte Technik

 Gleich sechs in Class-D-Technik aufgebaute Verstärkerkanäle brachten die Entwickler in dem 1,15 m breiten Balken unter. Damit lassen sich in den drei Kanälen die Hoch- und Mitteltöner getrennt ansteuern. Der integrierte Decoder verarbeitet Dolby Digital, DTS, DTS NEO:6, Dolby Pro Logic und Pro Logic II. Signale nimmt die Soundbar CS 42 über einen 4K-tauglichen HDMI-Eingang oder den Audio-Rück​kanal (ARC) des HDMI-Ausgangs entgegen. Darüber hinaus gibt es noch einen optischen Digital-Eingang sowie die Möglichkeit zur drahtlosen Übertragung mit Bluetooth 4.0 Apt-X. Dabei hilft die Nahfeldkommunikation NFC, das Kopplungsritual zu verkürzen, sofern der Benutzer ein Android-Gerät verwendet.kanal (ARC) des HDMI-Ausgangs entgegen. Darüber hinaus gibt es noch einen optischen Digital-Eingang sowie die Möglichkeit zur drahtlosen Übertragung mit Bluetooth 4.0 Apt-X.

Teufel Surround Boxen

© Teufel

Das schicke Aluminium-Gehäuse der Surround-Boxen ist kaum breiter als die 8-cm-Mitteltöner.

Die Chassis-Technik und Gehäuse-Konstruktion der Satelliten-Lautsprecher L 430 FR gleicht der Soundbar. Der Subwoofer T 4000 vertraut auf drei 13 Zentimeter große Tieftöner. Bei dem geringen Durchmesser müssen die Membranen einen extrem langen Hub erzielen, um genug Luft für tiefe Bässe zu bewegen. Im Subwoofer-Vergleich gelang das dem Flachmann recht eindrucksvoll.​

Auch in diesem Hörtest bestand an tiefen Bässen kein Mangel. Das Cinesystem Trios 5.1-Set L verwöhnte mit einem breitbandigen, voluminösen Klangbild, das den ganzen Raum aus​füllte. Das Gebotene überstieg ganz eindeutig jene wohnraumfreundlichen Konzepte, die durch virtuelle Surround-Effekte einen Räumlichkeitseindruck erzeugen wollen. Spätestens bei Vorbeifahrten hinter der Couch, etwa bei dem Rennfahrer-Epos „Tage des Donners“, dominierte des Teufels listige Lösung durch diskrete Lautsprecher für jeden Kanal an der optimalen Position.​

Sehr verständlich 

Die Sprachverständlichkeit ließ nichts zu wünschen übrig, die Natürlichkeit der Wiedergabe ebenfalls nicht. Selbst die Dynamik verblüffte angesichts der bescheidenen Abmessungen sämtlicher Komponenten. Zwar würden die Leistungsreserven dieses Ensembles nicht für ein standesgemäßes Keller-kino reichen. Um dem Wohnzimmer in einem Mehrfamilienhaus ordentlich Leben einzutauchen reichte es aber allemal. Gerade der Bass des Flach-Subwoofers stand im Hinblick auf Fülle den meisten ausladenden Quadern in nichts nach. Allerdings überzeugten die winzigen Downfiring-Tieftöner nicht vollständig im Hinblick auf Präzision. Hier gilt es, die Einstellungen des Bass-Moduls unter Zuhilfenahme des Bass-Managements im AV-Receiver akribisch auf den Raum zu optimieren, um der Tendenz zur Brummigkeit entgegenzuwirken. Ansonsten gibt es gerade bei Heim-kino absolut nichts zu mäkeln und auch die Musikwiedergabe über Bluetooth gelang recht gut, wenn auch nicht ganz so natürlich wie mit Film-Ton via HDMI.​

Fazit 

Smarte, schicke Lösung für Wohnzimmerkinos mit übersichtlicher Fernbedienung und On-Screen-Menüs.​

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