Ankaufportale im Vergleich

Momox, reBuy und Co.: Wer bietet mehr?

Wer gebrauchte CDs, DVDs oder Bücher verkaufen will, muss längst nicht mehr zum Flohmarkt. Im Internet reißen sich verschiedene Ankaufportale geradezu um die alten Schätze. Doch wo bekommt man am meisten Geld? Wir haben die Anbieter verglichen.

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Spätestens bei einem Umzug oder wenn Platz für Neuanschaffungen gebraucht wird, fallen sie auf, die ganzen alten CDs, Bücher und vielleicht auch DVDs, die im Regal Platz rauben. Zum Wegwerfen sind die Dinge meist noch zu gut erhalten, wirklich gebraucht werden sie aber auch nicht mehr. Wohin also damit? Zum Flohmarkt? Ab zu ebay? Schon längst nicht mehr! Wir verraten, wie Sie Ihren alten Krempel ganz bequem loswerden und noch dazu ein schönes Sümmchen dafür kassieren.

Her mit dem alten Kram: Ankaufportale

Im Internet gibt es zahlreiche Anbieter, die Ihnen Ihre Artikel abnehmen. Wir haben exemplarisch sechs verschiedene miteinander verglichen:

Das Verfahren ist überall das gleiche: Über die Eingabe eines Stichworts, der ISBN-Nummer, den EAN- oder Barcode sucht man auf der Anbieterseite den abzugebenden Artikel heraus und bekommt sofort einen Preisvorschlag unterbreitet. Diese Preise errechnen sich bei allen Anbietern aus Versandkosten, Prüfungs- und Lageraufwand sowie dem Klassiker: Angebot und Nachfrage. So kann es z. B. sein, dass eine relativ neue DVD weniger Geld einbringt als ein alter Schinken, einfach weil der aktuellere Film dem Portal bereits x-mal verkauft worden ist.

Was wird angekauft?

Die sechs von uns verglichenen Anbieter unterscheiden sich nur geringfügig darin, welche Produkte sie ankaufen. Bücher, DVDs bzw. Blu-rays und Games (z. B. für den PC, Wii, Playstation etc.) akzeptieren alle. Amazon, Sellorado und Cashfix nehmen im Gegensatz zu den anderen Portalen keine Smartphones an, Sellorado außerdem keine Technik und Amazon keine CDs. Eine Übersicht finden Sie in der nachfolgenden Tabelle.

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Sämtliche Anbieter kaufen die Artikel nur in einem guten Gebrauchtzustand. Defekte Ware wird nicht akzeptiert. Wer sie dennoch einschickt und auf Geld hofft, wird enttäuscht: In der Regel gibt es weder Geld, noch die Ware zurück. Achten Sie deshalb darauf, dass alle Artikel noch funktionieren bzw. abspielbar sind. Defekte Verpackungen wie etwa eine CD-Hülle sind meist kein Problem.

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Denken Sie beim Einschicken auch daran, sämtliches Zubehör vorher zu entfernen. Wer seine Speicherkarte im verkauften Smartphone vergessen hat, wird sie in der Regel nicht oder nur mit größerem Aufwand zurückbekommen.

Mindestabnahmemengen: Darf's ein bisschen mehr sein?

Einige Anbieter nehmen Ihnen Ihre Artikel erst ab einem gewissen Gesamtwert ab. Bei Momox sind dies 10 Euro, bei Cashfix und Sellorando 20 Euro. Bei den anderen gibt es zwar keine Mindestabnahmemenge, jedoch koppeln Zoxs und Rebuy den kostenlosen Versand an einen bestimmten Gesamtwert (30 bzw. 10 Euro). Leidiglich bei Amazon ist der Versand immer kostenlos, ganz gleich, welchen Gesamtwert die von Ihnen abgegebenen Waren haben.

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Zahltag: Wie kommen Sie zu Ihrem Geld?

Hat man seine Artikel verpackt und versendet, soll natürlich auch möglichst schnell der Rubel rollen, sprich: das versprochene Geld ausgezahlt werden. Auch hier unterscheiden sich die sechs Anbieter im Verfahren.

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Amazon etwa stellt ausschließlich Gutscheine aus und schreibt sie dem Kundenkonto gut. Beim nächsten Einkauf können diese dann eingelöst werden. Auch bei Rebuy wird das Geld auf das Kundenkonto gebucht, jedoch erst ausgezahlt, wenn es der Nutzer anfordert. Man muss sich dafür also noch einmal einloggen, was einen zusätzlichen Aufwand bedeutet, ehe man sein Geld bekommt. Bei Momox, Cashfix und Sellorando läuft hingegen nach dem Versand alles von selbst: Das Geld wird innerhalb einer Woche auf dem Konto gutgeschrieben. Ähnlich ist es bei Zoxs, allerdings hat man hier noch die Möglichkeit, zwischen Überweisung aufs Konto und Gutschrift bei PayPal zu wählen.

Abrechnung: Wer bietet mehr?

Da sich die Anbieter doch sehr ähneln, bleibt als entscheidendes Kriterium letztlich der Preis, der für die abzugebenden Artikel gezahlt wird. Wir haben daher ein beispielhaftes Paket mit neun Artikeln unterschiedlicher Kategorien geschnürt (2 Bücher, 2 CDs, 1 DVD, 1 Blu-ray, 1 Spiel für die Playstation 3, 1 Spiel für die XBox sowie einen Controller für die XBox) und abgefragt, wer uns für alle Artikel insgesamt den höchsten Betrag zahlt bzw. gutschreibt.

Als besonders rentabel stellte sich im Test schnell Zoxs heraus. Das Portal lag in vier von neun Fällen preislich an der Spitze und zahlte dabei z. B. für das Buch "In 80 Tagen um die Welt" mit 8,37 Euro gut das Vierfache dessen, was Sellorando für Jules Vernes Werk lockermachte (2,09 Euro). Ein ähnliches Bild zeigte sich bei der Musik-CD "auch" von Die Ärzte: Während Momox für das Album 6,13 Euro springen ließ, bot Sellorando lediglich 3,03 Euro und damit weniger als die Hälfte. Dafür wurden wir allerdings bei Sellorando wie auch bei Rebuy und Zoxs alle Artikel los, während wir bei Momox auf vieren sitzen blieben. Auch Cashfix und Amazon wollten nicht alle Angebote annehmen. Bei beiden Portalen blieben je drei Artikel unverkauft. Insgesamt gab es bei Zoxs mit rund 54 Euro die größte Ausbeute für unsere Artikel. Bei Sellorando bekamen wir lediglich rund 25,60 Euro dafür. (Alle Ergebnisse sehen Sie unten in der Tabelle.)

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Extra-Tipp: Der beachtliche Unterschied im Erlös zeigt, dass sich ein Vergleich lohnt. Besonders hilfreich ist hierfür das Angebot von Bonavendi . Auch hier geben Sie ISBN-Nummer, den EAN- oder Barcode ein, um das zu verkaufende Produkt zu finden. In einer Liste bekommen Sie dann übersichtlich angezeigt, welcher Ankäufer den höchsten Betrag bietet. Besonders praktisch: Etwaige Sonderaktionen der Anbieter (wie z. B. eine Prämie beim Verkauf einer gewissen Anzahl von Produkten) werden hier auch gleich genannt. Wer dann noch die Mindestabnahmen und ggf. Versandkosten berücksichtigt, holt ganz sicher das meiste für sich raus.

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