Welches Netbook ist das richtige?

Teil 2: Kaufberatung Netbooks: Das müssen Sie wissen

Display, Auflösung und Größe

Die 7-Zoll bei 800x400 Bildpunkten, die der erste Eee PC zu bieten hatte, sind zum Glück längst passe und 8,9 Zoll bei 1.024x600 Pixeln Standard. Wer mehr Platz braucht, für den stehen auch Geräte mit 10,2- oder 12-Zoll-Display zur Wahl, wobei die 10,2-Zoll-Geräte dieselbe Auflösung von 1.024x600 Bildpunkten aufweisen wie ihre kleineren 8,9-Zoll-Geschwister. Das bedeutet nichts anderes, als dass Sie den exakt gleichen Bildausschnitt anzeigen, allerdings etwas größer. Das Dell Inspiron Mini 12 mit 12,1-Zoll-Display bietet dagegen 1.280 x 800 Pixel und liefert damit etwa 66% mehr Bildinformationen. Haben Sie gute Augen, spricht nichts gegen ein Netbook mit 8,9-Zoll-Display, zumal Geräte mit kleinerem Display auch kleinere Bauformen und ein geringeres Gewicht ermöglichen. Der Nachteil: Je kleiner das Gehäuse, desto weniger Platz bleibt für die Tastatur und so geraten beispielsweise die Umlaute oder die Enter-Taste gern einmal schmaler als der Rest. Wer schnell schreibt und mehr als zwei Finger einsetzt, wird mit derart beschnittenen Tastaturen nur selten glücklich. Ein kleineres Display benötigt in der Regel aber auch weniger Strom als ein großes und ermöglich somit längere Laufzeiten - theoretisch. Denn in einem größeren Gehäuse bleibt auch mehr Platz für den Akku, der also leistungsfähiger ausfallen kann und den Nachteil so wieder ausgleichen kann. Unsere Empfehlung: Sehen Sie sich die 8,9-Zoll-Geräte genauer an. Gefällt Ihnen die Tastatur? Kommen Sie mit der Größe der Symbole, der Schrift und des Bildes generell zurecht? Dann sind Sie mit einem kleinen 8,9-Zöller gut bedient, zumal die kleinen Rechner in jeder Handtasche Platz finden. Wer viel oder/und mit zehn Fingern schreibt, der ist mit einem 10,2-Zoll-Gerät vermutlich besser bedient. Die Luxuslösung ist das 12,1-Zoll-Display, das mit einer ausgewachsenen Tastatur einhergeht. Allerdings sind 12,1-Zöller im Grunde eine andere Geräteklasse und nicht so bedingungslos mobil wie 8,9-Zöller.

Netbooks: Kaufberatung

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Weiß, Schwarz, Blau oder doch Silber? Netbooks gibt es in (fast) allen Farben.

Windows oder Linux?

Der erste EeePC war mit einem schlanken Linux-Betriebssystem bestückt und für dieses Gerät war das eine exzellente Wahl. Gerade wenn SSDs mit wenig Kapazität zum Einsatz kommen, ist Linux wegen des deutlich geringeren Speicherplatzbedarfs und der höheren Geschwindigkeit einem Windows XP vorzuziehen. Allerdings muss man sich darüber im Klaren sein, dass die Linux-Versionen, die für Netbooks verwendet werden, für den Normalanwender deutlich unflexibler sind, dafür aber auch erheblich weniger kosten. Ein ansonsten identisches Linux-Notebook kostet etwa 50 Euro weniger als eines mit Windows XP. Beim Linux-Gerät lassen sich zusätzliche Programme nicht "einfach so" installieren und man muss sich mehr oder weniger mit der Programmauswahl begnügen, die der Hersteller vorinstalliert hat. Das reicht zwar im Normalfall völlig aus, aber wer ansonsten nur mit Windows arbeitet und Outlook, Excel oder Word beherrscht, der wird mit den Linux-Alternativen unter Umständen nicht glücklich. Wer flexibel sein möchte und seine bekannten Programme nutzen will, für den ist Windows XP in den meisten Fällen die bessere Wahl, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Zum einen sollte eine SSD installiert sein, die mindestens 16 GByte Kapazität aufweist, oder natürlich eine ganz normale Festplatte. Weiterhin sind 512 MByte Hauptspeicher für Linux zwar ausreichend, für Windows sollte es jedoch mindestens ein GByte sein. Wer ein Netbook mit 512 MByte Hauptspeicher kauft, der sollte darauf achten, dass der Speicher problemlos erweitert werden kann. Der Acer One besitzt beispielsweise einen freien Speichereinschub, doch ist der nur dann erreichbar, wenn man das Mainboard und andere Komponenten komplett ausbaut. Beim Toshiba NB100 reicht es dagegen aus, eine einzige Schraube auf der Unterseite zu lösen und schon liegt der Speicherlot direkt vor Ihnen. Wer auf seinem Linux-Netbook Windows installieren möchte, der sollte sich schon vor dem Kauf erkundigen, ob die nötigen Treiber im Web zum kostenlosen Download angeboten werden. Das ist fast immer der Fall. Zusätzlich müssen Sie beachten, dass Sie für die Windows-Installation im Normalfall ein CD- oder DVD-Laufwerk benötigen, das einem Netbook fehlt. Eine lohnenswerte Anschaffung ist in diesem Fall ein externes USB-CD-Laufwerk, die zu Preisen ab etwa 15 Euro angeboten werden. Eines ist noch zu bedenken: Linux ist in aller Regel schneller als Windows, es bootet deutlich schneller und ist im Gebrauch weniger "zäh". Unsere Empfehlung: Wer mit Linux zurechtkommt und nur die vorinstallierten Programme nutzen möchte, der fährt damit nicht schlecht. Allerdings dürfte für viele Anwender Windows doch die bessere Wahl sein, weil sich Programme problemlos installieren lassen und auf Anhieb weiß, wie alles funktioniert.

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Welche Schnittstellen nötig sind und worauf Sie noch achten müssen sowie eine Übersicht über alle aktuellen Modelle finden Sie auf der letzten Seite...

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Äußerst praktisch: Das Netbook von Packard-Bell besitzt zwei Kartenleser.

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