Mit dem richtigen Tarif mobil ins Netz

Tarife von Aldi, Blau, Klarmobil & Co.

Daten am Limit

Datenflatrates fürs Handy werden inzwischen in allen Mobilfunknetzen angeboten und zwar nicht nur in Form von Laufzeitverträgen mit 24 Monaten Vertragsbindung, sondern auch als Prepaid-Varianten. Die Bekanntesten davon sind sicher die stark beworbenen Angebote von Discountern, wie Lidl und Aldi oder die Angebote des Kaffeerösters Tchibo. Außer Monatsflatrates gibt es unter den Prepaid- Angeboten auch Tagesflatrates. Dabei kann für einen feststehenden Preis 24 Stunden im Internet gesurft werden.

Mit dem Handy unterwegs mobil surfen

© Archiv

Wer ein Prepaid-Angebot wählt, geht auf jeden Fall nur ein überschaubares Risiko ein. Vor Abschluss eines 2-Jahres-Vertrags gilt es hingegen einiges zu bedenken. Etwa die Frage, wie lange Vergünstigungen gelten. Verträge werden häufig mit Lockpreisen beworben, die dann nur drei Monate gelten. Danach werden die im Kleingedruckten versteckten echten Monatspreise fällig. Hinzu kommen die Kosten für Telefonie, die häufig Flatrates nur ins eigene Netz umfassen. Unsere Tabelle auf der nächsten Seite zeigt die regulären Preise, ohne Sonderangebote. Deshalb werden Sie im Internet oft Preise finden, die unter den Tabellenpreisen liegen.

Nach ein paar Monaten gelten dann aber die in der Tabelle genannte reguläre Preise. Hinzu kommt, dass Anbieter von Pauschalpreisen ein generelles Problem haben: Wer mit guten Preisen zu viele Dauersurfer anlockt, der wird wegen des hohen Datenaufkommens Verluste einfahren. Deshalb haben alle vier Netzbetreiber ein Datenlimit eingeführt. Dessen Maximalwert liegt einheitlich bei fünf GByte im Monat. Einzelne Angebote bremsen den Nutzer schon nach einem GByte aus. Bei den Tagesflatrates beträgt das Limit 1 GByte (im 24-Stunden-Zeitraum). Wer das Limit erreicht hat, der darf zwar weitersurfen, allerdings nur noch mit angezogener Handbremse: Statt 14,4, 7,2 oder 3,6 Mbit/s sind dann nur noch niedrigere Übertragungsraten von 56 Kbit/s oder 64 Kbit/s drin - je nach Netz. Apropos Surftempo - ob bei DSL oder beim Handysurfen: Die Betreiber geben immer die theoretischen Höchstwerte für die Datenraten an. In der Praxis werden diese Werte selten oder nie erreicht.

Das liegt schon daran, dass permanent auch Verwaltungs- oder Korrekturbits über die Leitung flitzen und ihren Anteil am Maximalwert beanspruchen. Beim Handysurfen trägt auch die aktuelle Empfangsqualität dazu bei, dass die Datenrate mal höher oder niedriger ausfällt. Noch etwas gilt für Handy-Datenflatrates: In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) wird die Nutzung von Voice over IP und Peer-to-Peer-Verbindungen meist ausgeschlossen. Außerdem verbieten einige Betreiber in ihren AGBs das Surfen mit einem Notebook oder mit dem PC, wobei das Mobiltelefon quasi als Modem genutzt wird.

Aldi, Blau, Klarmobil & Co.

Die Monatsflatrates von Aldi, Blau, Klarmobil und Tchibo sind einander sehr ähnlich. Aldi und Blau nutzen das Netz von E-Plus und Klarmobil und Tchibo setzen auf das O2- Netz. Die Monatspreise liegen knapp unter 20 Euro. Eine Ausnahme macht hier Aldi, der seine Datenflat für knapp 15 Euro anbietet. Eigentlich lässt sich die 30-Tage-Internetflatrate von Aldi auch nur mit dem ebenfalls angebotenen Surfstick nutzen. Findige Zeitgenossen haben aber herausgefunden, dass Handysurfen trotzdem machbar ist. Wer die richtigen Codes kennt, kann die Stick-Flatrate somit auch mit seinem Handy nutzen. Die Codes samt Anleitung finden Sie unter . Die Datenflatrate Simply Data (von Simply) ist mit knapp 30 Euro deutlich teurer als die gerade genannten Anbieter. Der Grund: Simply nutzt das D1-Netz von T-Mobile für sein Angebot. Vorteil: Dieses ist deutlich besser ausgebaut. Für Ihre individuelle Entscheidung, ob eines der E-Netze ausreicht oder es doch eines der teureren D-Netze sein muss, sei noch einmal auf den Kasten "Wo funktioniert was?" verwiesen. Um zu prüfen, ob für Sie eine Tagesflatrate sinnvoll ist, genügt es, die beiden folgenden Fragen zu beantworten:

  • Nutzen Sie Ihr Handy zum Surfen durchschnittlich an weniger als sieben Tagen im Monat?
  • Wenn Sie mit dem Handy surfen, dann lang und ausgiebig?

Sollten Sie beide Fragen mit "ja" beantworten, ist eine Tagesflatrate das Richtige für Sie. Allerdings ist Vorsicht geboten: Die Tagesflatrate wird immer dann gestartet, wenn sich das Handy mit dem Internet-Zugangspunkt des Anbieters verbindet. Auch wenn man morgens nur mal kurz nachschauen wollte, wie der Lieblingsverein gespielt hat, startet eine neue Tagesflat und der Preis dafür wird vom Prepaid-Guthaben abgezogen.

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