Tablet-Test

Vergleich und Kaufberatung mit iPad Air, Surface 2 & Co.

Wir haben Tablets im Test. In unserem Vergleich finden Sie eine Kaufberatung mit iPad Air, Microsoft Surface 2 und weiteren 10-Zoll-Empfehlungen.

10-Zoll-Tablets im Vergleich

© Hersteller/Archiv

iPad Air, Surface 2 und mehr: 10-Zoll-Tablets im Vergleich

In diesem Artikel mit Tablet-Tests finden Sie Vergleiche, eine Kaufberatung und mehr mit iPad Air, Surface 2 und anderen Tablet-PCs: Der Zweikampf zwischen Apple mit iOS und diversen Herstellern mit Android-Tablets hat sich zu einem Vierkampf entwickelt. Denn inzwischen ist auch Microsoft in den Ring gestiegen. Einerseits mit dem eigenen Surface 2 mit Windows RT, andererseits als Lieferant von Windows 8 bzw. 8.1, das auf einer ganzen Reihe von Tablets verschiedener Hersteller installiert ist.

Damit hat der Tablet-Käufer nicht nur die Wahl zwischen verschiedenen Geräten, er muss sich auch für ein Ökosystem aus App Store und Online-Diensten entscheiden. Die acht Tablets im Test zählen mit mindestens 10-Zoll-Display und Full-HD-Auflösung zu den Top-Geräten dieser Gerätekategorie, neben dem Apple iPad Air sind noch fünf Android-Tablets, zwei Windows-8-Geräte und das Microsoft Surface 2 mit Windows RT mit von der Partie.

Bei der Anzahl der Apps in den jeweiligen Stores sind Android und iOS mit rund einer Million etwa gleich auf. Die Anzahl der Metro-Apps im Windows Store ist derzeit mit etwa 125.000 noch deutlich niedriger. Allerdings kann man bei Tablets mit Windows 8 oder 8.1 natürlich noch die komplette Palette der herkömmlichen Windows-Programme nutzen.

Bei Windows RT besteht diese Option nicht: Es gibt zwar einen Desktop-Modus, aber nur mit den von Microsoft vorinstallierten Programmen. Denn herkömmliche Windows-Programme laufen auch nur auf x86-Prozessoren, in Windows-RT-Tablets werden ARM-Prozessoren eingesetzt.

Allerdings benötigt man bei Android- oder iOS-Geräten für viele Aufgaben eine App, diebei Windows bereits durch das Betriebssystem abgedeckt wird, etwa den Zugriff auf das Dateisystem, auf Netzwerkspeicher oder zum Drucken.

Apple iPad Air: Schlankheitskur für das Apple-Tablet

Das iPad Air ist im Vergleich zum iPad 4 etwas schmäler und statt 9,4 mit nur noch 7,5 Millimetern vor allem dünner geworden. Mit einem Gewicht von 478 Gramm ist es auch das Leichtgewicht unter den Tablets im Test und hat sich den Beinamen "Air" damit redlich verdient.

Da der Rahmen um das 9,7 Zoll große Display nur noch einen Zentimeter breit ist, hat Apple wie beim iPad Mini eine Funktion eingebaut, die erkennt, dass man das Gerät mit dem Daumen auf dem Display festhält und so keine Funktion auslöst. Im Innern des Alu-Gehäuses arbeitet der neue A7-Prozessor von Apple.

Mit ihm gehört das iPad Air zu den schnellsten Tablets auf dem Markt, im Browserbenchmark Peacekeeper erzielt es 1879 Punkte und führt hier mit deutlichem Abstand vor dem zweitplatzierten HP mit Atom-Prozessor.

Ipad Air

© Apple

Die Lautsprecher sitzen beim iPad Air auf der Schmalseite auf beiden Seiten des Lightning-Ports. Optimalen Stereoklang gibt es daher nur im Porträt-Modus.

Auch in den anderen Browsertests schneidet das iPad ähnlich gut ab, obwohl der Apple-Prozessor im Gegensatz zu den CPUs in den anderen Geräten nur über zwei Kerne verfügt. Die CPU und das Betriebssystem iOS 7 arbeiten nun im 64-Bit-Modus, bei nur einem GByte RAM ist das allerdings kaum relevant.

Wichtiger ist da schon die neue PowerVR-G6430-Grafik, die für gute 14.886 Punkte im 3DMark Ice Strom Unlimited sorgt. Im Akkutest von Peacekeeper messen wir eine Laufzeit von fünf Stunden, in der Praxis sind damit gute zehn Stunden möglich. Unser Testgerät ist das 870-Euro-Spitzenmodell der iPad-Air-Serie mit LTE und satten 128 GByte Flash als Massenspeicher.

Das Retina-Display mit IPS-Panel und 2048 x 1536 Bildpunkten bietet eine exzellente Bildqualität.  Als einzige Schnittstelle steht Apple-typisch ein proprietärer Lightning-Port bereit. Beim WLAN-Adapter setzt Apple weiterhin auf 801.11n.

Captiva Pad 9.7 Super Full HD: Android-Tablet im Apple-Format

Mit einem Preis von knapp 250 Euro ist das Captiva Pad 9.7 das günstigste Tablet im Test. Als Display dient ebenso wie beim iPad ein 9,7-Zoll-IPS-Panel im 4:3-Format mit 2048 x 1536 Bildpunkten, allerdings ist das Dsiplay nicht so brillant wie das des Apple-Tablets.

Das mit 16 GByte Flash-Speicher bestückte Captive-Tablet ist etwas größer und mit 640 Gramm auch schwerer, als sein Apple-Pendant. Im Captiva wird als Prozessor der Rockchip RK3188 mit vier ARM-A9-Cores, 1,6 GHz Taktfrequenz und Mali-400-GPU eingesetzt. Die Leistungsmessungen zeigen dabei deutlich, dass es keineswegs nur auf die Zahl der Kerne ankommt, der Captiva ist bei den meisten Benchmarks deutlich langsamer, als die anderen Geräte im Test.

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Besonders gravierend ist der Rückstand beim 3DMark Ice Storm mit nur 3248 Punkten. Für anpruchsvollere 3D-Games ist der Captiva damit nicht geeignet. Besser sieht es mit der Akkulaufzeit aus: Wir messen fast sechs Stunden. Beim WLAN-Zugriff zeigten sich gelegentlich Aussetzer.

HP Omni 10: Günstiges Windows-Tablet mit Bay-Trail-T-Atom

Das Herzstück des 400-Euro-Tablets HP Omni 10 mit Windows 8.1 ist der Atom-Prozessor Z3770, der zu Intels neuer Bay-Trail-T-Familie gehört. Die Dual-Core-CPU ist deutlich schneller als ihr Vorgänger und nun auf Augenhöhe mit der ARM-Konkurrenz, wie die 14Browserbenchmarks zeigen: Es liegt hier vor allen Android-Tablets und knapp hinter dem iPad Air.

Als GPU dient eine Intel-HD-GPU, die mit 15353 Punkten im 3DMark für eine ordentliche 3D-Performance sorgt. Sehr gut ist die Akkulaufzeit mit fast sechs Stunden, die nur vom deutlich schwächeren Captiva-Tablet knapp übertroffen wird. Etwas mager für ein Windows-8.1-Gerät ist dagegen der 32 GByte große Flash-Speicher, da Betriebssystem und Software bereits die Hälfte der Kapazität belegt.

HP Omnia 10

© HP

HP hat das Omnia 10 mit 32 GByte Flash-Speicher bestückt. Für das vorinstallierte Windows 8.1 ist das recht knapp bemessen. Allerdings steht ein MicroSD-Einschub für weiteren Speicher zur Verfügung.

Für zusätzlichen Speicherplatz steht ein MicroSD-Einschub bereit. Daneben gibt es noch eine Micro-USB- und eine Micro-HDMI-Buchse. Das 10-Zoll-IPS-Panel arbeitet mit einer Auflösung von 1920 x 1200 Bildpunkten, bei Desktop-Anwendungen braucht man da schon etwas Übung, um Schaltflächen und Menüeinträge zu treffen.

Wer mit dem Omni 10 öfter mit Desktop-Anwendungen arbeitet, etwa mit dem Office Home & Student 2013, das mit zum Lieferumfang gehört, der sollte die Anschaffung einer Bluetooth-Tastatur nebst Maus in Betracht ziehen. Die Bildschirm-Tastatur von Windows 8 ist zwar gut, belegt aber doch recht viel Platz auf dem Screen.

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Wir vergleichen die spannendsten Geräte und auch die Plattformen iOS, Android, Windows 8.1 sowie Windows RT.

Microsoft Surface 2: Das Tablet mit dem anderen Windows

Microsoft ist derzeit der einzige Hersteller von Tablets mit Windows RT als Betriebssystem, das Nokia 2520 ist noch nicht auf dem Markt. Im Vergleich zum ersten Surface-Tablet ist das 430 Euro teure Surface 2 mit 8,9 Millimetern etwas flacher und vor allem schneller geworden.

Als Prozessor dient hier der Tegra 4 von Nvidia. Bei den Browserbenchmarks liegt es aber hinter den Android-Tablets mit dem gleichen Prozessor, da der Internet Explorer 11 hier schlechter abschneidet, als der bei den anderen Geräten verwendete Google Chrome.

Die 3D-Performance mit 13.801 Punkten im 3DMark und die fast fünf Stunden Akkulaufzeit sind dagegen konkurrenzfähig. Das 10,1-Zoll-IPS-Display liefert im Gegensatz zum Vorgänger Surface RT Full-HD-Auflösung, der USB-Port unterstützt USB 3.0.

Microsoft Surface 2

© Microsoft

Der USB-Port im Microsoft Surface 2 unterstützt nun USB 3.0 für einen schnelleren Datentransfer. Auf der Unterseite des Windows-RT-Tablets ist der ausklappbare Standfuß zu sehen.

Eine Einschränkung gegenüber den x86-Tablets mit Windows 8 ist, dass auf dem Surface 2 durch den Anwender nur Metro-Apps installiert werden können. Allerdings ist die RT-Version von Office 2013 bereits vorinstalliert. Daher ist der Kauf eines Touch- oder Type-Cover-2 als magnetisch andockbarer Tastatur unbedingt empfehlenswert. Sie kosten 120 bzw. 130 Euro. Praktisch ist, dass sich der ausklappbare Standfuß nun in zwei Positionen fixieren lässt.

Samsung Galaxy Note 10.1: Leichtes Stift-Tablet mit Android

Neben den Fingern gibt es beim Samsung Galaxy Note 10.1 noch einen Wacom-Stift als zweite Eingabemöglichkeit. Mit ihm verwandelt sich das mit 547 Gramm vergleichsweise leichte 10-Zoll-Tablet in einen digitalen Notizblock.

Die neue 2014er-Version des Galaxy Note ist nun mit einem Qualcomm Snapdragon 800 als Prozessor und vor allem mit einem sehr guten IPS-Display ausgestattet, das nun eine Auflösung von 2560 x 1600 Bildpunkten bietet. Während das Samsung-Tablet mit seiner im Snapdragon integrierten Adreno-330-GPU eine für ARM-Prozessoren sehr gute 3D-Leistung liefert, wir messen 15383 Punkte, liegt das Galaxy trotz 3 GByte RAM bei den Browserbenchmarks zurück.

Dafür hielt es im Test abseits der Steckdose unter Volllast immerhin 318 Minuten lang durch. Statt der sonst bei Android üblichen Soft-Buttons auf dem Screen verfügt das Galaxy Note noch über drei eigene Hardware-Schaltflächen im Display-Rahmen. Samsung hat zudem das vorinstallierte Android 4.3 mit einer eigenen Touchwiz-Oberfläche und einem Multi-Window-Modus für das gleichzeitige Ausführen zweier Apps modifiziert.

Samsung Galaxy Note 10.1

© Weka

Das Samsung Galaxy Note 10.1 kann auch zwei Apps nebeneinander auf dem 10,1-Zoll-Screen anzeigen. Für ein besseres Multitasking sorgt auch der 3 GByte große Hauptspeicher des Tablets.

Das Icon der parallel auszuführenden App wird dafür aus einer Seitenleiste auf den Desktop gezogen.  Die getestete Version des Galaxy Note für 610 Euro verfügt zwar nur über 16 GByte Flash, ist aber neben dem Apple iPad Air das zweite Gerät im Testfeld mit LTE-Datenfunk. Zudem ist ein schneller WLAN-Controller mit 802.11ac-Unterstützung eingebaut.

Toshiba Excite Pro: Pionier mit Tegra 4

Toshiba hat mit dem Excite Pro das erste Tegra-4-Tablet auf den Markt gebracht, inzwischen sind auch andere Tablets mit diesem Prozessor erhältlich, etwa das Surface 2 in diesem Test. Toshiba hat das mit 16 GByte Flash bestückte 380-Euro-Gerät in eine silberne Kunststoffhülle mit geriffelter Rückseite gepackt, hier sitzen auch die 8MP-Kamera mit LED-Blitz und die für ein Tablet guten Harman-Kardon-Lautsprecher.

Toshiba Excite Pro

© Toshiba

Die Micro-HDMI-Schnittstelle und der Micro-USB-Port verstecken sich beim Toshiba hinter einer Klappe. Dort sitzt auch der Slot für eine MicroSD-Karte.

Neben dem Toshiba verfügt nur das Samsung über einen Blitz. Das IPS-Display liefert mit 2560 x 1600 Bildpunkte ebenfalls eine sehr hohe Auflösung. Bei den Benchmarks fällt die im Vergleich zum Surface 2 schwächere 3D-Performance auf, offensichtlich läuft die CPU hier gedrosselt, das Gerät lief aber stabil durch alle Tests.  Bei den Browserbenchmarks liefert das Excite Pro dagegen die zu erwartende Leistung, auch die Akkulaufzeit ist mit 300 Minuten im Peacekeeper-Battery-Test gut. Ein Pluspunkt ist auch der moderne 802.11ac-WLAN-Controller. 

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