Windows, Android & iOS

So finden Sie das richtige Tablet

Apples iPad, Android oder doch lieber ein Windows-Tablet? Wir zeigen, welche Geräte gut sind, wenn Sie diese zu Hause, unterwegs oder zum Arbeiten verwenden wollen.

Microsoft Surface Windows 8 Pro

© Microsoft

Microsoft Surface Windows 8 Pro

Für welches Tablet Sie sich entscheiden, hängt davon ab, wofür Sie es verwenden. Unterwegs genügt meist ein 7- oder 8-Zoll-Modell, weil es handlicher und leichter ist. Inzwischen gibt es deutlich mehr Modelle in dieser Größe. Wichtig ist die Akkulaufzeit. Mindestens acht bis zehn Stunden sollte die Batterie durchhalten. Entscheidend für unterwegs ist die Möglichkeit, via UMTS/LTE zu surfen. Das verursacht allerdings Zusatzkosten, weil Sie eine zusätzliche Mobilfunkkarte wie die beim Handy benötigen.

Wollen Sie das Tablet als Multimediamaschine verwenden und Filme schauen oder Games spielen, eignen sich die 10-Zoll-Versionen. Sie sollten dann auf einen starken Prozessor achten. Vierkern-Prozessoren sind mittlerweile Standard. Im iPad steckt zwar nur ein Zweikernprozessor, er bringt aber ebenso viel Leistung mit.

Viel Speicherplatz ist ebenfalls sinnvoll, etwa wenn Sie Fotos und Videos auf dem Tablet sichern wollen. Eine Erweiterung des internen Speicherangebots mit einer optionalen Speicherkarte sollte deshalb besonders bei Geräten mit wenig eigenem Speicher möglich sein. Achten Sie auf die Anschlussmöglichkeiten, vor allem, wenn Sie das Tablet auch als Arbeitsgerät einsetzen möchten.

Egal, für was Sie das Tablet nutzen: Die Display-Auflösung ist immer entscheidend, sonst macht die Nutzung auf Dauer keinen Spaß. Bei Billig-Tablets hapert es oft am Bildschirm, Inhalte sind verpixelt und Farben blass. Die Auflösung sollte idealerweise mindestens 1280 x 720 Pixel betragen, besser sind 1920 x 1080 Pixel und mehr.

Samsung Galaxy Note Pro 12.2

© Samsung

Wenn Sie das Tablet als Arbeitsgerät einsetzen möchten, sollten Sie auf die Anschlussmöglichkeiten achten.

Eine Rolle bei der Auswahl des Tablets spielt auch das Betriebssystem. Die meisten Tablets sind mit Android ausgerüstet. Dazu kommt Apples iPad. Als drittes Betriebssystem hat sich Windows etabliert. Alle drei haben Vor- und Nachteile. Hilfreich bei der Entscheidung ist, welche Geräte Sie sonst verwenden:

Besitzen Sie ein iPhone und einen Mac, können Sie getrost zum iPad greifen - Sie bewegen sich weiterhin im Apple-Universum. Wenn Sie ein Android-Handy besitzen, bietet sich auch ein Android-Tablet an, die Synchronisierung ist leichter. Wir stellen im Folgenden Geräte für verschiedene Nutzungsvarianten vor.

10-Zoll Tablets

Pro

  • geschlossenes System
  • mehr Sicherheit
  • große App-Auswahl

Contra

  • weniger Auswahl an Geräten

Tablets mit einem Display um die zehn Zoll (25,4 cm) eignen sich hervorragend, um damit auf dem Sofa Videos anzusehen oder in Spielen zu agieren. Aber natürlich kann man mit ihnen auch im Internet surfen, Fotos anschauen und E-Mails lesen. Eines der besten Modelle in dieser Größe ist Apples iPad Air.

Es ist für 479 Euro zu haben, inklusive 16 Gigabyte Speicher und WLAN. Das Apple-Gerät ist mit 7,5 Millimetern sehr dünn, es wiegt 469 Gramm. Das Retina-Display hat mit 2048 x 1536 Pixeln eine sehr hohe Auflösung. Der Akku läuft zehn Stunden. Aber das iPad Air hat auch Nachteile: Anschlussmöglichkeiten fehlen, ebenso wie eine bei 16 Gigabyte internen Speicher durchaus angebrachte Speichererweiterung z.B. per Speicherkarte.

Alternativen gibt es genug, vor allem mit dem Android-Betriebssystem. Samsung etwa hat zahlreiche Tablets im Angebot. Das Flaggschiff Tab S mit 10,5-Zoll-Amoled-Display fordert das iPad Air in mehrfacher Hinsicht heraus. Es besitzt eine überragende Auflösung von 2560 x 1600 Pixeln und ist mit sieben Millimetern noch dünner. Das Gewicht liegt bei 467 Gramm, der Akku hält elf Stunden durch. Ein großer Vorteil gegenüber dem iPad: Den Speicher können Sie mit microSDKarten erweitern. Mit WLAN und 16 GByte Speicher kostet das Tab S 499 Euro.

Samsung Galaxy Tab S

© Samsung

Das Samsungs Galaxy Tab S ist ein Allround-Android-Tablet für Multimedia und soziale Kontakte.

In einer anderen Preisklasse spielt Acers Iconia Tab 10, das auf der IFA vorgestellt wurde. Es kostet nur 199 Euro, bringt aber ebenfalls 16 Gigabyte Speicher, die Möglichkeit zur Erweiterung per microSD-Karte und ein 10-Zoll-Display mit. Die Auflösung liegt "nur" bei 1920 x 1200 Pixeln, was aber für Normalanwender ausreicht. Eine Besonderheit: Als einziges genanntes Tablet hat das Acer-Gerät eine Micro-HDMI-Schnittstelle für nahezuverlustlose Ton und Bildübertragungen vom Tablet an kompatible Ausgabegeräte.

Günstig geht es auch, wenn man zu Modellen greift, die ein paar Monate alt sind. Der Preisverfall bei Android-Geräten ist hoch. Zum Beispiel Samsungs Galaxy Note 10.1 2014 Edition. Der Straßenpreis von 350 Euro liegt deutlich unter dem UVP (559 Euro). Das Tablet besitzt ein 10,1-Zoll-Display mit einer Auflösung von 2560 x 1600 Pixeln. Mit 7,9 Millimetern ist es ebenfalls schlank, wiegt aber 540 Gramm.

Der Speicher lässt sich per microSD-Karte erweitern, zudem kann man das Tablet mit einem Stift bedienen. Ein weiteres günstigeres Modell ist Amazons Kindle Fire HDX mit 8,9 Zoll. Das Tablet kostet in der 16-Gigabyte-Version mit WLAN ohne Werbung 394 Euro. Das Amazon-Tablet ist 7,9 Millimeter dick, wiegt 374 Gramm und hat eine Auflösung von 2560 x 1600 Pixeln.

Sony Xperia Z3 compact

© Sony

Sonys neues Z3 compact Tablet ist wasserdicht sowie staubresistent und gut für unterwegs ausgestattet.

Der Speicher kann nicht erweitert werden, der Akku hält zwölf Stunden. Ein Nachteil: Es handelt sich nur um eine abgespeckte, an die Amazon-Verkaufswelt angepasste Android-Version. Wer mit einem Tablet zu Hause nur surfen und lesen möchte, dem genügt ein 7-Zoll-Modell (17,8 cm). Auf UMTS oder LTE können Sie im eigenen WLAN-Netz verzichten.

iPad Mini

© Apple

Apples iPad Mini mit Retina-Display und 7,9-Zoll-Bildschirm bringt eine sehr gute Auflösung von 2048 x 1536 Pixeln mit.

8-Zoll Tablets für mobile Anwender

Pro

  • große Auswahl an Geräten
  • offenes Betriebssystem
  • günstige Modelle

Contra

  • mehr Sicherheitsrisiken
  • bei Billigmodellen alte Android-Versionen & Update-Probleme

Die kleinen Geschwister der 10-Zoll-Tablets sind deutlich mobiler und darum prima fürunterwegs im Zug, im Park, im Cafe. In dieser Klasse ist die Auswahl viel größer als bei den großen Geräten - und jedes trumpft mit anderen interessanten Features auf. Eines derdünnsten und leichtesten Tablets ist Sonys neues Z3 compact. Es ist nur 6,4 Millimeter dünn und wiegt 272 Gramm.

Weil es auch noch wasserdicht und staubresistent ist, eignet es sich besonders gut für unterwegs. Der 16-Gigabyte-Speicher lässt sich per microSD-Karte erweitern, der Akku hält 13 Stunden durch, das 8-Zoll-Display hat eine Auflösung von1920 x 1200 Pixeln. Für die WLAN-Version verlangt Sony 379 Euro, eine UMTS- und LTE-Version soll folgen. Apples iPad Mini mit Retina-Display und 7,9-Zoll-Bildschirm bringt als Trumpfkarte die sehr gute Auflösung von 2048 x 1536 Pixeln mit.

Es misst 7,5 Millimeter in der Höhe und wiegt 331 Gramm - deutlich mehr als das Sony Z3 compact. Der Akku hält zehn Stunden. Für die 16-GByte-WLAN-Variante muss man 389 Euro hinlegen, will man unterwegs surfen, werden 509 Euro fällig. Wie immer bei Apple fehlen externe Anschlussmöglichkeiten ebenso wie eine Speichererweiterungs-möglichkeit per Speicherkarte.

Google Nexus 7

© Google

Google hat mit dem Nexus 7 ein preiswertes gut ausgestattes 7-Zoll- Tablet am Start.

Es geht günstiger: Googles Nexus 7, gebaut von Asus, ist für den Kampfpreis von 349 Euro zu haben - mit 32 Gigabyte Speicher und mobiler Datennutzung via UMTS/LTE. Wer nur WLAN und 16 GByte Speicher will, zahlt nur 229 Euro. Die Auflösung des 7-Zoll-Displays liegt bei 1920 x 1080 Pixeln. Das Gerät wiegt 290 Gramm, ist aber mit 8,9 Millimetern in der Höhe nicht ganz schlank. Der Akku liefert zehn Stunden Leistung.

Das Nexus 7 ist damit ein guter Allrounder - ähnlich wie Lenovos auf der IFA gezeigtes Tab S8. Das bringt ein 8-Zoll-Display mit einer Auflösung von 1920 * 1200 Pixeln mit, außerdem einen Intel-Prozessor sowie 16 Gigabyte Speicher inklusive Möglichkeit zur Erweiterung. Das Lenovo-Tablet wiegt 300 Gramm und ist acht Millimeter dick. Der Akku läuft allerdings nur sieben Stunden - im Vergleich zur Konkurrenz ist das wenig. Dafür kostet es nur 199 Euro mit WLAN. Den LTE-Preis hat Lenovo leider bis Redaktionsschluss noch nicht verraten.

Lesetipp: Notebook, Convertible oder Tablet?

Huawei MediaPad X1

© Huawei

Huawei setzt beim MediaPad X1 7.0 auf die Akkuleistung. Unglaubliche 20 Stunden hält das Tablet durch.

Huawei setzt beim MediaPad X1 7.0 auf die Akkuleistung. Unglaubliche 20 Stunden hält das Tablet durch. Auch dieses Gerät ist nicht teuer: Für 400 Euro bekommen Sie ein 7-Zoll-Tablet mit einer Auflösung von 1920 x 1200 Pixeln, UMTS/LTE-Anbindung sowie 16 Gigabyte Speicher mit der Möglichkeit zur Erweiterung per microSD-Karte.

Mit einem Gewicht von 248 Gramm und einer Höhe von 7,18 Millimetern ist es kompakt. Eine weitere Besonderheit, für den einen oder anderen Nutzer gar nicht so schlecht: Mit dem Tablet kann man auch bei Bedarf telefonieren. So muss man nicht immer zwei Geräte dabei haben und ständig hin und her wechseln.

Profi-Tablets für mobiles Arbeiten

Pro

  • viele vom PC bekannte Programme nutzbar
  • gut als Arbeitsgeräte

Contra

  • weniger Apps zur Verfügung
  • Geräte meist teuer

Wenn Sie mit dem Tablet zu Hause oder unterwegs arbeiten wollen, brauchen Sie ein paar Extras. Viele Modelle setzen auf Windows als Betriebssystem. Das hat den Vorteil, dass Sie Programme nutzen können, die auch auf dem PC laufen. Business-Tablets sollten die Möglichkeit bieten, eine Tastatur anzuschließen - oder zumindest mit einem Stift bedient zu werden.

Microsofts Surface Pro 3 vereint ein vollwertiges Notebook mit der Mobilität eines Tablets. Es wiegt 800 Gramm und ist 9,1 Millimeter dick, bringt dafür aber ein 12-Zoll-Display mit einer Auflösung von 2160 x 1440 Zoll mit. Das Surface Pro 3 hat unter anderem microSD- und USB-3.0-Anschlüsse, läuft mit Windows 8.1 und bietet Zugriff auf Microsoft Office.

Die Tastatur dient gleichzeitig als Cover, muss aber extra gekauft werden. Inklusive Tastatur kostet das Surface 3 Pro mit 64 Gigabyte Speicher 929 Euro. Allerdings: Eine UMTS/LTE-Anbindung gibt es nicht. Unterwegs damit surfen kann der Nutzer nur, wenn er das Smartphone als "Ersatzmodem" via Tethering mit dem Surface verbindet.

Samsung Galaxy Note Pro 12.2

© Samsung

Samsungs Galaxy Note Pro 12.2 bringt einen LTE-Chip mit - und ebenfalls ein 12,1-Zoll-Display.

Samsungs Galaxy Note Pro 12.2 bringt dagegen einen LTE-Chip mit - und ebenfalls ein12,1-Zoll-Display (30,7 cm, 2560 x 1600 Pixel). Das Tablet läuft mit Android, hat aber diverse Business-Tools an Bord, etwa eine Notizfunktion. Außerdem kann es mit einem Stift bedient werden und hat eine USB-3.0-Schnittstelle. Der 32-Gigabyte-Speicher kann per microSD-Karte erweitert werden. Das Tablet wiegt 756 Gramm und ist neun Millimeter dick. Es ist für rund 800 Euro zu haben.

Eine kleinere und vor allem preiswerte Alternative zu den großen Tablets mit dennoch guter Business-Ausstattung und Windows 8.1 ist das Dell Venue 8 Pro. Das Display löst mit 1280 x 800 Pixeln auf, das Tablet ist neun Millimeter dick und wiegt 390 Gramm. Außerdem dabei: 32 Gigabyte Speicher, USB-Anschluss, microSD-Kartenslot. Inklusive einer frei platzierbaren Bluetooth-Tastatur kostet das Venue 8 pro rund 350 Euro.

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