Stützenfest - Fünf Stative von 150 bis 250 Euro

Zahlreiche Stative der mittleren Preisklasse bieten ein attraktives Preis-/Leistungsverhältnis. Bei der Auswahl unserer fünf Testkandidaten spielte zudem die Transportfähigkeit eine entscheidende Rolle.

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Technische Innovationen erlebt man in der Mittelklasse nur selten. Hier tummelt sich das, was qualitativ gut ist und preislich mithalten kann. In dieser Preisklasse kann man dann zwangsläufig keine absoluten Leichtgewichte erwarten, denn wer Leichtbau mit Stabilität verbinden will, muss teuren Konstruktionsaufwand betreiben. Dennoch wiegen immerhin zwei der fünf Testkandidaten unter 1,5 kg, und auch die anderen drei um 2,5 kg sind immerhin so kompakt, dass man sie bedenkenlos mit den Kompressionsriemen an den "kleinen" Tagesrucksacks schnallen kann.

Die Hersteller versuchen viel, um das Gewicht der Dreibeiner zu senken. Beliebt ist nach wie vor das leichte Carbon. Der Werkstoff treibt die Stativpreise allerdings in die Höhe, da er in immer mehr Branchen wie dem Flugzeugbau verwendet wird, was in rar und teuer macht. Ein anderer Weg ist weniger Material zu verbauen. Deshalb sind die leichtesten Stative im Test 30 bis 40 cm niedriger - ohne ausgezogene Mittelsäule - als die schwerere Konkurrenz.

Fazit: Den Testsieg holt sich eines der schwereren Stative: Das Slik Pro 700DX wiegt 2,4 kg und ist mit zwei Beinauszügen weder super kompakt noch besonders flexibel - aber es überzeugt mit einem ausgewogenen Testergebnis. Für fast den gleichen Preis um 250 Euro gibt es auch unseren Reisetipp, das Velbon Sherpa Pro CF-540. Das Carbonstativ ist 1 kg leichter und bleibt im Labor nur knapp hinter dem Slik zurück, ist allerdings 30 cm niedriger. Der Kauftipp Preis/Leistung geht an das 150 Euro günstige Giottos MT9261. Bei der Schwingungsfestigkeit liegt es etwas hinter den beiden anderen und ist mit nur zwei Auszügen wie das Slik nicht super kompakt, aber insgesamt ein guter Kauf.

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