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SSD-Test 2016: Das sind die besten SSD-Schnäppchen des Jahres

SSDs sind immer günstiger geworden. 500 GB gibt es schon für rund 120 Euro. Im SSD-Test 2016 jagen wir günstige Schnääpchen-SSDs durch den Labor-Test-Parcours.

SSD Aufmacher

© Weka/Archiv

SSDs machen Rechnern Beine - bei diesen SSDs sollten Sie zuschlagen.

SSD-Test 2016: Die Preise der schnellen Festspeicher sind in den vergangenen Jahren dramatisch gefallen. 500-GByte-SSDs gibt es bereits ab 120 Euro. Doch wie steht es um die Qualität und die Leistung der Billig-Riesen? Wir haben die Schnäppchen durch unseren Labor-Test-Parcours gejagt.

Im Jahre 2010 hat eine handelsübliche SSD mit einer "bezahlbaren" Kapazität noch gut 3 Euro pro Gibibyte gekostet. Heute sind wir bei einem Preis von 30 Cent angekommen. Innerhalb weniger Jahre sind die Kosten für diese fortschrittliche Speichertechnologie also auf ein Zehntel geschrumpft. Das ist - selbst für die IT-Branche - ein echter Paukenschlag. Die Produktion der Speicherchips hat natürlich angezogen und ist zu einem Massenprodukt geworden - das hilft, die Kosten zu senken.

Und auch der technologische Produktionsfortschritt hat seinen Teil dazu beigetragen, indem man die Herstellungsverfahren auf immer kleinere Größen reduzierte - 15 Nanometer sind bei Flash-Drives inzwischen der Standard. Was bei der CPU-Produktion durchaus erstrebenswert ist - kleinere Strukturen bedeuten weniger Wärmeentwicklung, mehr Platz für Transistoren und damit mehr Leistung - ist bei Flashspeicher nicht unbedingt ausschließlich mit Vorteilen verbunden. Eine CPU muss keine Daten speichern. Eine SSD aber schon - und das ist der Knackpunkt. Denn Speicherzelle ist nicht gleich Speicherzelle.

Gute Zellen, schlechte Zellen

Wenn der Markt den Preis eines Produktes bestimmt, dann ist es nur mit großem Marketingaufwand möglich, sich gegen dieses "Preisdiktat" durchzusetzen. Deutsche Edelkarossen wären hier das Paradebeispiel. Bei Festplattenspeicher, der in einen PC oder den Laptop wandert, sind dem Kunden offenbar Marketing- oder Image-Gedönse völlig egal. Anders gesagt: Wenn die Leistung stimmt, wird jene SSD gekauft, die günstiger ist. Fertig. Das hat aber unweigerlich zur Folge, dass in alle SSDs die billigste Technologie wandert. Und das sind bei Flashspeichern die sogenannten Triple-Level-Cell-Speicher (TLC-Zellen). Samsungs 3D-V-Nand und Intel/Microns X Point lassen wir zunächst einmal außen vor.

Crucial MX300

© Crucial

Die MX300 ist besonders interessant, wenn Sie Ihr Betriebssystem auf die SSD migrieren wollen und eine große Kapazität benötigen. Eine True Image Lizenz liegt bei, mit der der Umzug problemlos klappt.

Geht es um die Qualität der verbauten Speicherzellen, dann unterscheidet man generell vier Typen. SLC steht für Single Level Cell, diese sind die teuersten aber auch hochwertigsten Speicherzellen, da lediglich zwei Ladungsniveaus in ihnen erzeugt werden, was die höchste Anzahl von Schreib-/Lesevorgängen erlaubt. Dann folgt eMLC und MLC, was für (enhanced) Multilevel Cell steht. Hier werden schon vier oder mehr Spannungslevel pro Zelle erzeugt. Die Fehler- und Ausfallraten sind höher und die Zugriffszeiten sind langsamer als bei SLC. TLC-Speicherzellen sind mit acht Spannungsniveaus versehen und können somit drei Bit pro NAND Zelle speichern.

Das ist für die Kapazität des Datenträgers vorteilhaft. Die Lebensdauer sinkt aber ebenso wie die Ausfallrate auf das geringste Niveau von allen. Natürlich sind in allen günstigen SSD-Flashspeichern TLC-Speicherzellen verbaut, mit Ausnahme einiger 3D-NAND-Varianten. Aber dennoch bringen auch diese günstigen SSD-Typen hohe Leistung im Vergleich mit herkömmlichen mechanischen Festplatten - abgesehen von einem speziellen Fall, aber dazu später mehr.

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