Vergleichstest

Sechs Farblaser-Drucker ab 320 Euro im Vergleich

Unsere sechs Testkandidaten haben eines gemeinsam: Sie beherbergen vier Einzelgeräte in einem Gehäuse - einen Farblaserdrucker, einen Farbkopierer, einen Farbscanner sowie ein Fax. Dennoch gibt es jede Menge Unterschiede, die dieser Vergleichstest aufdeckt.

Sechs Farblaser ab 320 Euro im Vergleich

© Hersteller/ Archiv

Sechs Farblaser ab 320 Euro im Vergleich

Der Kauf eines Farblaser-Multifunktionsgerätes sollte gut durchdacht sein, denn solch ein Multitalent ist kein Wegwerfartikel wie so mancher Tintendrucker unter 50 Euro. Ein Farblaser-All-in-One ist in der Regel eine Investition für die nahe Zukunft, je nach Auslastung und Vertragsbindung durchschnittlich für 3 bis 10 Jahre. Da lohnt es sich schon, die geplante Entwicklung des eigenen Dokumentenaufkommens der nächsten Jahre in etwa vorauszuplanen.

Danach sollten Sie dann die Größe, die Ausstattung und den Durchsatz der geplanten Druckmaschine bestimmen. Druckermodelle gibt es in unzähligen Ausstattungsvarianten für jeden Anspruch. Eine spätere Nachrüstung kann oft teuer werden, wie ein Blick in den Zubehörshop der Druckerhersteller schnell verrät.

Ob eine zusätzliche Papierkassette, zusätzlicher Speicher oder Nachrüstkarten für weitere Schnittstellen: Das Originalzubehör der Druckerhersteller, auf das man in der Regel auch zwingend angewiesen ist, belastet den Geldbeutel in der Regel mehr, als wenn man sich gleich von vornherein für das eine oder andere Extra entscheidet, sprich eine etwas teurere Ausstattungsvariante des geplanten Druckermodells wählt. Informieren Sie sich deshalb im Internet oder in Ihrem Systemhaus über die für Sie passende Variante.

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Hewlett Packard Color LaserJet CM2320fxi
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Das Testfeld von 320 bis 650 Euro

Die Größe eines Farblaser-All-in-Ones, und dabei schaut man meist auf dessen Höhe, besagt noch gar nichts über sein Leistungsvermögen oder die Anschaffungskosten. Sie ist einzig durch die verbaute Drucktechnik und den vom Hersteller vorgesehenen Papierweg bestimmt. So konnten wir beispielsweise dem im Testfeld am wuchtigsten erscheinenden Gerät von Samsung bei dem derzeitigen Straßenpreis von ca. 360 Euro das Siegel "Spartipp" verleihen.

Hier konnte das Preis-Leistungsverhältnis und die Ausstattung, unter anderem mit einer automatischen Duplexeinheit, überzeugen. Neben den Hauptfunktionen Drucken, Scannen, Kopieren und Faxen unterscheidet sich die Ausstattung der Modelle in unserem Testfeld dennoch um das eine oder andere Detail. Deshalb sollten Sie sich vor dem Kauf unbedingt über die technischen Spezifikationen Ihres Favoriten genau informieren.

Test: Die besten Farblaserdrucker

Am schnellsten ist das über die Internetseite des Herstellers möglich. Über die Links zu den Produkten gelangen Sie zur Beschreibung der Spezifikationen oder der technischen Merkmale zum jeweiligen Modell. Hier finden Sie in der Regel auch mehrere Ausstattungsvarianten ein und desselben Grundmodells.

Besonderheiten der Testkandidaten

Jedes Gerät in unserem Test konnte mit positiven aber auch negativen Ausstattungsmerkmalen aufwarten.

So punktet der iSensys MF-8080CW von Canon mit einer WLAN-Schnittstelle sowie sehr geringen Energiekosten. Auch sehr praktisch ist die Schublade, in der man mit geringem Zeitaufwand und ohne große Fachkenntnis die Farbkartuschen einsetzt. Leider ist die 150-Blatt-Papierkassette für einen Netzwerkdrucker sehr gering bemessen und eher auf einen niedrigen Seitendurchsatz ausgelegt, was die geringste Druckgeschwindigkeit des Testfeldes dann auch bestätigte.

Bei der Ausgabegeschwindigkeit hatte das WorkCentre 6505 von Xerox eindeutig die Nase vorn. Schnell liegt die erste Seite im Ausgabefach und die 23 Seiten pro Minute konnte nur das Lexmark-All-in-One toppen. Das Druckwerk arbeitet sauber und sehr farbgenau. Einziges Manko: Bei beschichtetem Laser-Glanzpapier hatte der Drucker Schwierigkeiten.

Der Toner haftet nicht gleichmäßig am Papier (Colour Laser Photo Paper, Glossy, 150g/m2 von Konica Minolta). Über eine zusätzliche USB-Schnittstelle an der Vorderseite lassen sich PDF-Dokumente sowie JPG- und TIFF-Fotos direkt von einem USB-Stick drucken, man kann die gleichen Datenformate auch direkt auf den eingesteckten, akzeptierten Stick scannen.

Beim Lexmark X544n werden alle Direkt-Scans auf den Stick nur im PDF-Format gespeichert, der Druck vom Speicherstick gelingt mit Dateien oder Fotos im PDF-, JPG-, GIF-, BMP oder TIFF-Format. Der Tonerwechsel am Lexmark ist sehr einfach. Die Kartuschen ähneln großen Tintenpatronen und werden auch in ähnlicher Weise unter der klappbaren Oberseite des Gerätes eingesetzt.

Das Bedienfeld am Drucker ist verständlich beschriftet, das zweizeilige, monochrome Display aber recht klein. Mit 21 Watt im Ruhemodus ist der Lexmark der Energiefresser des Testfeldes.

Der Brother MFC-9320CW erweist sich als sehr "Anschluss"-freudig. Mit USB 2.0, LAN und WLAN sowie PictBridge- und USB-Host-Schnittstelle passt der All-in-One in nahezu jede Büroumgebung. Und dort macht er einen guten Job.

Das Textbild ist randscharf und gut geschwärzt, auch bei Farbdokumenten ist nichts auszusetzen. Einen Draft-Modus sucht man allerdings vergeblich. Die Druckgeschwindigkeit mit 17 Seiten pro Minute ist für diese Klasse noch annehmbar, zumal der Brother sehr schnell mit der ersten Seite fertig ist, egal, ob farbig oder nur Text.

Unser Spartipp, der CLX-6220FX von Samsung, ist zwar schon etwas länger auf dem Markt, hat aber von seiner Attraktivität hinsichtlich Preis und Verbrauchskosten nichts verloren. Mit seinen Abmessungen und dem doch recht großen Gewicht ist der Bolide weniger für den Schreibtisch geeignet. Ein eigener Standplatz oder die Stationierung in einem Druckerraum ist zu empfehlen.

Test: WLAN-Multifunktionsgeräte

Das ist auch kein Problem, denn der Samsung hat neben einer USB-eine LAN-Schnittstelle für die kabelgebundene Integration in ein bestehendes Netzwerk. Mit seiner integrierten automatischen Duplexeinheit lässt sich Papier sparend zweiseitig drucken.

Die große Mehrzweckvorlage an der Vorderseite fasst bis zu 100 Blatt Normalpapier und etliche Briefumschläge. Bei den Seitenpreisen, egal, ob Schwarz-Weiß- oder Farbdruck war das Modell von den anderen Testteilnehmern bei Einsatz der größtmöglichen kompatiblen Kartusche nicht zu schlagen.

Trotz der zeitraubenden Erstinstallation, die auf unserem aktuellen, schnellen Testsystem immer noch knapp 25 Minuten in Anspruch nahm, konnte der Color LaserJet CM2320fxi von HP den Testsieg erringen. Der HP hat schon in der Standardvariante eine automatische Duplexeinheit für den sparsamen Zweiseitendruck integriert. Weiterhin wird diese Modellvariante gleich mit einer zweiten Papierkassette ausgeliefert.

So stehen dem Nutzer zwei einzeln anwählbare Papierkassetten für maximal je 250 Blatt Normalpapier zur Verfügung. Zusätzlich fasst der Mehrzweckeinzug noch einmal 50 Blatt oder mehrere Briefumschläge. Der HP verfügt über keinen zusätzlichen USB-Anschluss für den Direkt-Druck vom bzw. den Direkt-Scan auf einen USB-Stick.

Dafür stehen an der Gerätevorderseite Kartenslots für alle gängigen Speicherkarten wie SD, Memory Stick, CF oder xD zum Foto-Direktdruck von Karte zur Verfügung. Das sehr übersichtliche Bedienfeld vom HP wird beherrscht von einem klappbaren, 6-cm-Farbdisplay für die Statusund Menüanzeige.

Unser Fazit zum Vergleichstest

Der Abstand vom Testsieger bis zum sechsten Platz beträgt nur sieben Punkte. Das lässt trotz einer Preisspanne von etwa 300 Euro auf ein ausgeglichenes Testfeld schließen. Doch auch in diesem Testfeld gab es Höhen und Tiefen zu beurteilen. Verbraucht der Canon im Schlafmodus nur 1,8 Watt, schlummert der Lexmark bei 21 Watt. Diese Tatsache ist aber wiederum für ein anderes Ergebnis ausschlaggebend.

Ratgeber: So drucken Sie über ein Netzwerk

Denn während der Canon für die erste Seite 26 Sekunden benötigt, ist der Lexmark schon nach 13 Sekunden fertig. Der Lexmark braucht einfach nicht so lange zum Aufheizen wie der Canon. Also ist der Canon doch eher für Wenigdrucker geeignet, der Lexmark ist für Vieldrucker mit wenig Standzeiten die bessere Alternative. Unser Testsieger von HP bietet mit seinen zwei Kassetten einen großen Papiervorrat, der gerade bei Netzwerkdruckern wichtig ist.

Diese stehen meist nicht am Arbeitsplatz, sodass man den Papierverbrauch nicht ständig im Auge hat. Die 150-Blatt-Kassette von Canon ist daher für einen Netzwerkdrucker sehr ungeeignet. Auch eine 250er-Kassette ist schon fragwürdig, zumal man ständig ein Normpaket Normalpapier mit 500 Blatt teilen muss. Samsung konnte in unserem Testfeld mit niedrigen Folgekosten punkten.

Um diese so gering wie möglich zu halten, sollte man immer die zum Gerät passende, größte Kartuscheneinheit verwenden. Hier ist das Preis-Leistungs-Verhältnis bei allen Testkandidaten am besten, auch wenn ein großer Tonersatz das Budget für den Moment stark belastet. Alle Testgeräte und ihre Hauptfunktionen wirken ausgereift, die Druckqualität ist teilweise sehr gut, nie schlecht. Die Bedienung der Geräte ist nach kurzer Einarbeitungszeit beherrschbar, der Tonerwechsel völlig unkompliziert.

Download: Tabelle

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