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"Schutzmechanismus"

  1. Universal-Notebook-Netzteile
  2. "Schutzmechanismus"

Schutzmaßnahmen

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© PC Magazin

Dem Typenschild Ihres Originalnetzteils können Sie entnehmen, wieviel Spannung und Strom - hier sind es 19 Volt und 3,95 Ampere - Ihr Notebook benötigt.

Da der Verkauf von Zweit- und Drittnetzteilen auch für den Notebook-Hersteller ein lukratives Nebengeschäft ist, haben einige eine elektronische Kennung eingebaut. Vor allem bei Dell und neueren HP Notebooks kann es deswegen sein, dass handelsübliche Universalnetzteile nicht funktionieren.

Bei Dell versteckt sich dieser "Schutzmechanismus" im Mittelpin des Netzteilsteckers. Im Netzteil befindet sich ein Chip, der über diesen Pin mit dem Notebook kommuniziert und den Akku nur dann lädt, wenn der Akku das Netzteil korrekt erkennt. In dem Fall müssen Sie entweder auf ein Originalnetzteil zurückgreifen oder nach einem - für Ihr Notebook spezifiziertes - Fremdnetzteil suchen.

Technische Fragen

Wie sauber die Spannung ist, die ein Netzteil liefert, ist den Angaben auf der Verpackung nicht zu entnehmen. Eine möglichst "glatte" Versorgungsspannung auch bei stark wechselnder Stromaufnahme ist die Grundtugend eines guten Netzteils.

Hier überzeugten der Testsieger von FSP sowie das innergie mCube90, während die Netzteile von Lindy und Pearl - wenn auch noch im tolerierbaren Bereich - die Schlusslichter markierten. Ebenso ein wichtiges Thema ist der Wirkungsgrad. Die Stromspender von Cooler Master, Hama und FSP erreichten über 90 Prozent. Einzig nennenswerter Ausrutscher nach unten war das innergie, das sich mit schlappen 81 Prozent um den Gesamtsieg brachte.

Mitnahmeartikel

Notebook-Netzteile mit moderner Spannungsregelung können nicht zuletzt wegen ihres guten Wirkungsgrades sehr kompakt sein. Bezogen auf die Ausgangsleistung (Gramm pro Watt) überzeugten vor allem die Netzteile von Hama und Cooler Master, die auch in punkto Volumen pro Watt als die Kompaktesten abschnitten. Dafür bietet das Hama aber nur sehr kurze Kabel. Der Weg zur nächsten Steckdose sollte also nicht allzu weit sein.

Rundum sorglos

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Bei den Steckern des Lindy SPS EA1122 sorgt eine dritter Anschlusspol für die richtige Ausgangsspannung. Der gelbe Stecker liefert 19 Volt, der dunkelgraue 16 Volt.

Bezüglich der Ausstattung zeigten unsere Kandidaten gewaltige Unterschiede. Einsam an der Spitze steht hier das innergie mCube90, das auch die 12-Volt-Spannungsversorgung im Auto oder Flugzeug übernimmt, eine geräumige Tasche mitbringt und zudem USB-Geräte mit 5-Volt Ladespanng versorgt. Wer nur den 12-Volt-Adapter benötigt, kann diesen vom Hauptnetzteil abklipsen und erhält einen äußerst kompakten Autoadapter.

Die übrigen Kandidaten hielten sich bezüglich praktischer Zusatzgimmicks zurück. Allenfalls eine kleine Tasche oder ein Beutel für den Transport gehören zum Standard. Lindy, Antec und Pearl verzichteten bei Ihren Netzteilen sogar darauf. Ein dunkles Kapitel sind auch die Handbücher bzw. Faltblätter.

Lediglich Cooler Master, Xilence, innergie und Lindy befanden es für nötig, zu beschreiben, welcher Stecker zu welchem Notebook passt. Antec verzichtete sogar ganz auf ein Manual und beschränkt sich auf den Verpackungsaufdruck.

Zusatzladung

Praktisch - zumal von immer mehr Mobiltelefonen unterstützt - ist eine Lademöglichkeit in Form einer USB-Buchse. Neben dem Ausstattungswunder von innergie bieten dieses praktische Featue die Netzteile von Cooler Master und Xilence.

Testumgebung

elektronischen Last von Statron ihr Können zeigen. Nach einem mehrstündigen Burn-in bei maximalem Strom wurde die Erwärmung des Netzteils ermittelt. Danach bestimmten wir die Restwelligkeit der Ausgangsspannung bei Volllast und bei einer Wechsellast, die mit 1 kHz zwischen 50 Prozent und Volllast alternierte.

Die Werte ermittelten wir mit unserem digitalen Speicheroszilloskop LeCroy SDA 3000. Die Messung der Standby-Leistung und des Wirkungsgrades erfolgte mit unserem Leistungsmesser Zimmer LMG95 bei 20, 50 und 100 Prozent Last. Das Gewicht wurde inklusive Netz- und Anschlusskabel ermittelt.

Bildergalerie

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Galerie

Das Oszillogramm zeigt den Spannungsverlauf (grün) und den Stromverlauf (Blau) bei einer 1-kHz-Wechsellast.

Fazit

Den Testsieg hat das FSP NB Lite 65 vor allem seinen hervorragenden elektrischen Eigenschaften zu verdanken. Zusammen mit der guten Mobilität konnte das die eher magere Ausstattung des 65-Watt-Netzteils kompensieren.

Auf den Plätzen zwei und drei folgen Cooler Master und Xilence mit ausgewogenen Leistungen. Das innergie krankt leider an seinem schlechten Wirkungsgrad, der auch eine deutliche Erwärmung des Gehäuses mit sich bringt. Ansonsten ist das vielseitige Netzteil rundum empfehlenswert.

Extrem kompakt und leicht aber trotzdem leistungsstark ist das Hama Ultra Slim 90W, das jedoch mit den kürzesten Kabeln auskommen muss. Wer viel Power benötigt, kann zum Lindy greifen, muss aber mit 2,5 Watt Standby-Leistung und 700 Gramm Gewicht leben.

Download: Tabelle

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