Hardware-Test Smartphones

Samsung Omnia Pro B7610

Samsung Omnia Pro B7610

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Das Samsung Omnia PRO B7610

Das Ominia Pro kämpft mit seinen 165 Gramm in der Schwergewichtsklasse der Smartphones. Eine Qwertz-Tastatur verbirgt sich unter dem 3,5 Zoll großen Touch-Display und entschädigt für das üppige Gewicht. Die Tasten haben einen angenehmen Druckpunkt und sind auch für größere Finger noch gut zu bedienen. Wer unterwegs schnell mal SMS- und E-Mail-Nachrichten versenden muss, findet in der Slider-Tastatur einen zuverlässigen Kompagnon.

Allerdings tut man sich mit korrekter Rechtschreibung schwer. Die "Hochtaste" verfügt zusätzlich über die Funktion "Unterstreichen" und Umlaute müssen umständlich über eine Display-Tastatur eingegeben werden - die nötige Geduld bringt man kaum auf.

Alternative Eingabemöglichkeiten wie sie das Windows-Mobile-Betriebssystem bietet, wie etwa den "Transscriber", sind zwar flott und praktisch, nach entsprechender Übung, aber im Ergebnis auch keine Förderer korrekter Orthographie - jedenfalls dann nicht, wenn man die Fehlinterpretationen der Software nicht ständig korrigieren will.

Ganz und gar nicht verstecken muss sich das OLED-Touch-Display - auch nicht vor dem iPhone 4. Samsung hat auf dem 3,5-Zöller 480x800 Bildpunkte und 65 536 Farben untergebracht und die machen einen hervorragenden Eindruck auf den Betrachter. Aufgrund der transflektiven Technologie erkennt man auch bei hellem Umgebungslicht noch etwas auf dem Screen.

Das Omnia Pro wird mit Windows Mobile 6.5 Professional ausgeliefert. Die Bedienung kann zum größten Teil mit den Fingern erfolgen. Für diffizilere Aufgaben gibt es einen Stift. Immer wieder praktisch ist die Widget-Leiste, die man von links in den Screen hineinziehen kann, um Tools direkt aufzurufen. Ein beliebter Vorteil der Win-Mobile-Phones ist auch das Mobile Office mit Word, Exel und PowerPoint Mobile.

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Die Wege des Software-Giganten Microsoft sind vielfältig: Neben diversen Tastaturen hat das Windows Mobile Phone Omnia Pro auch eine Funktion für Handschriftenerkennung, die so genannte Transcriber-Funktion.

Praktisch: Mit dem Smart Reader fotografiert man Visitenkarten ab und ein Kontakteintrag wird generiert. Die Fehlerquote ist aber, genau wie bei anderen Handy-Card-Reader-Systemen, relativ hoch. Perfekt funktioniert der Datenabgleich mit dem Windows-Rechner. Für Multimedia-Fans ist das Omnia bestens gerüstet. Der Taschenspieler beherrscht neben diversen Audioformaten auch 3GP, WMV und das HD-Format MP4.

Rundum überzeugen kann das Omnia Pro auch in punkto Ausstattung. Neben WLAN, Bluetooth, UMTS und dem schnellen Datenlader HSDPA (bis 3,6 MBit/s) gibt es ein Asissted-GPS-Modul. "Assisted" bedeutet im Fall von GPS eine schnellere Positionsbestimmung durch die Versorgung mit zusätzlichen Informationen über das Mobilfunknetz.

Das lange Warten auf die Startposition gehört damit der Vergangenheit an. Per Micro-SD-Karte kann der interne Speicher von 1,4 GByte erweitert werden. Eine 3,5-mm-Klinke ermöglicht den Anschluss gängiger Kopfhörer.

Richtig spitze ist das Smartphone bei der Ausdauer. Wir haben im D-Netz eine reine Gesprächszeit von über 10 Stunden ermittelt und bei "typischer Ausdauer" 7:37 Stunden.

Das Omnia Pro ist prädestiniert für den Business-Kunden, der auch per E-Mail gut erreichbar sein muss, eine mechanische Tastatur schätzt und bei dem die Unterhaltung nicht zu kurz kommen darf.

Testurteil:

Samsung Omnia PRO B7610

380 Euro; www.samsung.de

Gesamtwertung: gut (85 %)

Preis/Leistung: sehr gut

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