Mit dem richtigen Tarif mobil ins Netz

Per Handy ins Web: Darauf müssen sie bei Discount-Datenflatrates achten

Nicht nur stolze Besitzer eines iPhones können mit ihrem Handy im Web surfen, das klappt längst auch mit vielen anderen Mobiltelefonen. Wie Sie die richtige Datenflatrate dafür finden und welche Fallstricke Sie dabei im Auge behalten müssen, zeigt dieser Artikel.

  1. Per Handy ins Web: Darauf müssen sie bei Discount-Datenflatrates achten
  2. Tarife von Aldi, Blau, Klarmobil & Co.
  3. Richtig einrichten

Nicht nur iPhone und Smartphones können auf das Internet zugreifen, sondern fast alle Mobiltelefone sind dazu in der Lage. Schon der ursprüngliche GSM-Standard der 90er-Jahren sah die Datenübertragung von und zum Handy vor. Damals machte das allerdings keinen Spaß: Kleine monochrome Bildschirme, winzige Datenraten, hohe Preise und unfertige Handy-Browser bestimmten den Alltag. Inzwischen sind aber Mobilfunknetze und Handys für das Handysurfen vorbereitet. Einzig die Preise für die Datenübertragung standen dem regelmäßigen Surfvergnügen per Mobiltelefon noch im Weg. Stand der Technik heute sind schnelle UMTS-Netze, die dank der Turbos HSDPA und HSUPA (siehe "Standards und Surftempo") sogar mobil DSL-Geschwindigkeiten erreichen können. Auch die Handys sind einfacher zu bedienen und haben große Bildschirme. Berührungsempfindliche Displays sind dank Apples iPhone stark im Kommen. Damit Handysurfen funktioniert, muss eine SIM-Karte her und die wiederum ist an einen Tarif gebunden. Nahezu alle Tarife umfassen bereits Preise für den Datentransfer und erlauben damit auch das Surfen im Internet.

Mit großen Displays und günstigen Tarifen macht Handysurfen richtig Spaß.

Flatrate für unbegrenztes Surfen

Allerdings berechnen die meisten Tarife entweder minutengenau die Zeit, die online verbracht wurde oder die Menge an heruntergeladenen Daten. Und besonders günstig sind diese Tarife nicht. Recht günstig sind die 24 Cent, die beim Prepaid-Angebot Aldi Talk pro MByte übertragener Daten berechnet werden. Dabei erlaubt Aldi Talk aber nicht die höchstmögliche Surfgeschwindigkeit im E-Plus-Netz via HSDPA. Wer nach einem günstigen Datentarif für sein Handy Ausschau hält, der muss deshalb gut überlegen, ob er den Datentarif bei dem Anbieter seines Sprachtarifes dazubucht - viele Anbieter haben inzwischen auch Flatrates - oder aber, ob er den Anbieter wechselt. Der Wechsel gilt dann aber auch für Telefonie und SMS, da die meisten Handys eben nur mit einer SIM-Karte betrieben werden können. Mit der SIM-Karte zur Datenflatrate kann man auch telefonieren. Deshalb sollte man sich auch über die Preise für Telefonate informieren und eventuell eine Sprachflatrate dazubuchen.

Das richtige Netz auswählen

Daten-Flatrates von Discount-Mobilfunkanbietern

© Archiv

Die Konfiguration für den Internetzugang auf dem Handy gibt's beim Provider.

Mindestens genauso wichtig, wie der Preis für die Datenübertragung, ist die Überlegung, wo man mit dem Handy surfen möchte. Das klingt erst einmal banal und seltsam. Aber meistens findet man bei näherem Überlegen dann doch bestimmte Orte oder Regionen, in denen der Internetzugang auf jeden Fall klappen sollte - also etwa auf dem Weg zur Arbeit oder bei der Freundin, bei der man die Abende verbringt. Damit hat man dann ein entscheidendes Auswahlkriterium gefunden. Zwar funktioniert Handyfonieren in allen Netzen fast überall in Deutschland, dafür gibt es beim Handysurfen noch gravierende Unterschiede. Und es wäre doch ärgerlich, wenn die Datenflat ausgerechnet dort nur 56 KBit/s hergibt, wo sie doch unbedingt in Höchstgeschwindigkeit funktionieren sollte. Generell gilt, dass die beiden D-Netze (TMobile und Vodafone) in Sachen Datenzugriff besser ausgebaut sind, als die beiden E-Netze (E-Plus und O2). Alle Netzbetreiber stellen Webseiten bereit, die Aussagen darüber machen, welches Tempo an welchem Ort möglich ist. Mehr dazu finden Sie im Kasten " Wo funktioniert was?".

Das passende Handy

Das höchste erreichbare Tempo beim Handysurfen liegt derzeit theoretisch bei 14,4 Mbit/s - das ist mehr, als die meisten mit ihrer DSL-Leitung erreichen. Allerdings geht das zurzeit nur an ganz wenigen Hotspots, wie Flughäfen und Bahnhöfen und auch nur mit einzelnen Handys, wie beispielsweise dem Nokia 6730 classic. Die meisten UMTS-Handys unterstützen den Datenturbo HSDPA nur bis zu 7,2 Mbit/s oder 3,6 Mbit/s. Das ist zwar immer noch ein hohes Tempo und jeder Handysurfer ist froh, wenn er das auf seinem Gerät ausreizen kann. Auf jeden Fall sollte man sich über die maximale Datenrate vor dem Kauf eines Internet-Handys informieren. Es gibt nämlich durchaus noch UMTS Handys, die kein HSDPA beherrschen und somit auf nur 384 Kbit/s Datenrate kommen.

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