Testbericht

Reichweite erhöhen

Eine weitere Möglichkeit, um die Reichweite zu erhöhen, ist eine stärkere Antenne. Leider ist der Anschluss von externen Antennen nicht bei jedem WLAN-Gerät möglich - achten Sie daher schon beim Kauf darauf. Sollte die Verbindung nach dem Aufrüsten immer noch zu niedrig sein, können Sie einen WLAN-Repeater (Wiederholer) einsetzen. Diese Geräte lesen den Datenverkehr mit und senden die Pakete erneut, mit entsprechend höherer Reichweite.

WLAN-Repeater benötigen außer der Stromversorgung keine weiteren Anschlüsse. Der Repeater von AVM ist sogar nur etwas größer als eine Steckdose. Repeater haben aber auch einen Nachteil: Da WLAN ein Shared Medium ist und ein Repeater jedes gesendete Paket erneut sendet, sinkt die effektive Bandbreite im gesamten Netzwerk. Die Installation eines Repeate werden, damit der Repeater vom WLAN erkannt wird. Hierbei nimmt man die Netz-SSID.

Bei der Access-Point-Variante muss das Gerät erst in den Repeater-Modus gebracht werden. Anschließend muss auch hier die Art der Verschlüsslung festgelegt werden. Am besten kauft man einen Repeater, der WPA2 unterstützt. Bietet der Repeater auch noch WPS, lässt sich die Verschlüsselung per Knopfdruck erledigen.

Der Test

Alle von uns getesteten Geräte verfügen über einen integrierten Vier-Port-Switch, einen WAN-Port und einen DHCP-Server, der die Aufgabe übernimmt, Clients im LAN sämtliche Adressinformationen zukommen zu lassen. Bis auf den Router von SMC sind die Lotsen zudem mit MiMo Antennen ausgestattet. Dieses Antennensystem nutzt Reflexionen um die Reichweite zu erhöhen.

AVM stattet den 7390 Funker mit einem Gigabit-Switch aus, statt 100 MBit/s, wie es bei der Konkurrenz üblich ist. Im Sicherheitsbereich bieten alle Testkandidaten die Ausstattung, die dem derzeitigen Stand der Dinge entspricht. Dazu gehören eine Stateful-Packet-Inspection-Firewall zum Absichern der Datenübertragung zwischen LAN und WAN sowie Port-Forwarding zum Bereitstellen interner Dienste nach außen.

Sogar einen DMZ-Host, der beispielsweise dann interessant ist, wenn ein kleines LAN einen Server mit seiner gesamten Funktionalität im Internet bereitstellen möchte, bieten alle Router im Test. Natürlich darf die WLAN-Verschlüsselung nicht fehlen und so beherrschen alle getesteten Modelle WPA2, WPA und WEP. Darüber hinaus gehört bei allen Routern, außer bei denen von AVM und Belkin, eine Funktion zum Blockieren von URLs zum Lieferumfang.

Bei SMC, Belkin, D-Link, Zyxel, Edimax und Linksys kommt sogar ein kompletter Content-Filter hinzu. Content/URL-Filtering ist ein ganz wichtiger Gesichtspunkt für alle, die Kinder haben. Die beiden Router im Test, die über diese Funktion verfügen, zeigen sich im Content/URL-Filtering sehr umfangreich und bieten viele Möglichkeiten, den Netzzugriff kindgerecht einzurichten.

So können zum Beispiel gezielt Schlagwörter eingegeben werden, die einzelne Webseiten oder ganze Domains blockieren. Auch bieten die Lotsen von AVM und Linksys einen Zeitplaner an, in dem individuell eingestellt werden kann, an welchen Tagen und Uhrzeiten der Zugriff aufs Internet grundsätzlich blockiert beziehungsweise erlaubt wird. Auf diese Weise können Eltern auf Internet-Seiten surfen, die dem Nachwuchs versperrt bleiben.

Alleinstellungsmerkmal: Im Gegensatz zu der Konkurrenz bringen die FritzBoxen einen USB-Anschluss mit. Die 7390 verfügt sogar über zwei solche Anschlüsse. Darüber kann man Drucker, Massenspeicher oder einen UMTS-Stick anschließen. Sollte man eine externe Festplatte oder ein USB-Stick anschließen, kann man diese ins Netzwerk einbinden. Die NAS-Funktionalität ist zwar umfangreich, aber auch sehr langsam.

Beim Lesen schafft sie kaum mehr als 3,7 MByte/s und beim Schreiben 4,1 MByte/s. Das Streamen von Filmen klappt zwar in den meisten Fällen, allerdings treten bei HD-Material gelegentlich kurze Ruckler auf. Echte Probleme gibt es aber erst, wenn man mehrere HD-Filme gleichzeitig überträgt. So gut wie kein Internetverkehr ist dann mehr auf der Box möglich und sie ist während des Streamings kaum noch über den Webbrowser zu erreichen.

Die Prozessorlast bewegt sich dabei laut eingebautem Energiemonitor an der Obergrenze. Sehr schön: Die FritzBox 7390 ist mit einem VDSL-Modem, einer DECT-Basisstation für schnurloses Telefonieren und einer Telefonanlage ausgestattet.

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