Bildbearbeitung

RAW-Konverter im Test

Wir haben uns die bekanntesten RAW-Konverter von ACD Systems, Adobe, Corel und Co. im Test angesehen. Welche Software kann nicht nur mit seinem Preis/Leistungsverhältnis überzeugen?

6 RAW-Konverter

© Weka

6 RAW-Konverter

RAW-Konverter im Test

ColorFoto hat sich sechs wichtige RAW-Konverter von ACD Systems, Adobe, Corel und Co. angesehen. Welche Software die besten Ergebnisse liefert und mit seinen Funktionen überzeugen kann, erfahren Sie hier.

Neben dem Funktionsumfang beleuchteten die Autoren im Vergleichstest besonders die Qualität des Entrauschers sowie die Geschwindigkeit der Programme. Als Testrechner kam ein Desktop mit vier Prozessorkernen bei 2,83 Gigahertz und Mittelklassegrafikkarte sowie 8 Gigabyte Arbeitsspeicher zum Einsatz, als Betriebssystem Windows 8.1 mit allen Updates. Die Testbilder stammen von Nikon, Canon und Sony und haben zwischen 6 bis 24 Megapixeln. Alle Zeiten sind aus mehreren Durchläufen gemittelt.

Gesamtfazit

Nach Punkten führt mit einigem Abstand auf die Konkurrenz Adobe Lightroom 5.5. Das verdankt die Software seinem großen Funktionsumfang sowie dem guten Bedienkonzept. Wie der Test zeigt, macht Lightroom auch in puncto Qualität und Leistung eine gute Figur.

Deutlich schneller ist Corel Aftershot Pro 2: Beim Export ist das Programm mehr als fünfmal schneller als der nächste Proband und sogar sechsmal schneller als Adobe Lightroom - Rekord. Funktional bringt das Programm alles Nötige mit und lässt sich dank Plugins noch erweitern. Einzig beim Entrauschen von stark verrauschten Bildern fällt das Ergebnis nicht so gut aus.

Nochmal deutlich schlechter gelingt das Entrauschen dem Drittplatzierten, ACDSee Pro 7. Wer häufig in höheren ISO-Modi fotografiert, sollte lieber zu einem anderen Programm greifen. Ansonsten gefallen Handhabung und Funk- tionsumfang gut - auch die Geschwindigkeit passt.

Das Gleiche gilt auch für Capture One Pro 7.2, wenngleich die Handhabung nicht ganz so einsteigerfreundlich ausfällt. Dafür passt die Bildqualität - insbesondere Hauttöne kommen gut zur Geltung. DxO Optics Pro 9.5 kann punktemäßig nicht mit den Konkurrenten mithalten - dafür fehlt die Bildverwaltung.

Als Ergänzung zu Lightroom ist es dennoch keine schlechte Idee - besonders wenn viele stark verrauschte Bilder anfallen. Denn mit Prime hat DxO das mächtigste Entrauscher-Werkzeug des Testfelds im Programm. Qualitativ überzeugt DxO außerdem besonders bei den optischen Korrekturen sowie der Schattenaufhellung - meistens sogar voll automatisch.

Das Opensource-Programm RawTherapee ist inzwischen erwachsen geworden. Eine gute Bildverwaltung und alle nötigen Basisfunktionen machen es zum ernstzunehmenden Konkurrenten. Entrauschen gelingt inzwischen in guter Qualität, und auf Objektivprofile kann es bei Adobe zurückgreifen. Für selektive Korrekturen müssen Anwender jedoch weiterhin andere Programme nutzen - etwa das ebenfalls kostenlose Bildbearbeitungsprogramm "Gimp".

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