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Popcornhour A500 im Test

Popcornhour A500

© Popcornhour

Das massive und edle Alu-Gehäuse des A500 stammt von Silverstone. Seitlich lässt sich eine Festplatte einschieben.

Als Pionier in Sachen Netzwerk-Player verfügt Popcornhour inzwischen über mehr als zehn Jahre Erfahrung und hat die diversen Poppys vom A100 bis zum brandneuen A500 immer weiter perfektioniert. Dazu beigetragen haben einerseits das sehr aktive User-Forum, andererseits die mustergültige Umsetzung der Anregungen in kurz aufeinander folgenden Firmware-Updates. Das erklärt die Perfektion in Formatvielfalt und Funktionen, ein Umstand, den Android-Geräte so nicht offerieren, kommen doch Hard- und Software nicht aus einem Haus. Für den Poppy ergibt sich daraus ein Nachteil, denn der Vielfalt der Android-Apps stehen beim A500 nur 55 Apps gegenüber.

Von Vorteil sind die problemlose Inbetriebnahme und die sinnvoll angelegten und auf das Wesentliche reduzierten Menüs. Auch für die Nutzung der großen Formatvielfalt muss sich der User nicht um irgendwelche Add-Ons etc. kümmern, Einschränkungen gibt es lediglich in den Top-Videoformaten. So läuft 4K nur mit bis zu 30 Hertz, ist zwar für 10 Bit spezifiziert, nicht jedoch für HDR. Allerdings spielt der A500 HDR10-Videos ab und rechnet diese in sehr guter Bildqualität herunter. HD-Videoformate laufen super, insbesondere auch ISO-Files bis hin zu 3D/MVC. Die Ausgabe ist leider nur in HDMI 1.4 möglich, fürs Netzwerk gibt es Gigabit-LAN.

Top für Videoton & Audio

Leckerbissen hält der Poppy im Audiobereich bereit. Problemlos laufen Videos mit HiRes-Ton in Multikanal, aber auch reine Audio-Files in Multikanal-Formaten wie FLAC, WAV und DTS. Audiophile kommen (fast) voll auf ihre Kosten, denn als einziger der Testkandidaten spielt der A500 DSD und Multikanal-DST ab. Ja sogar ISOs von DVD-Audio und SACD, mit der Ausnahme, dass von den SACD-Multikanal-Scheiben nur die Stereo-Bereiche wiedergegeben werden. Kurz vor Redaktionsschluss lieferte ein Update sogar die Möglichkeit, den Pegel bei der Wandlung von DSD auf FLAC einzustellen.

Network Media Jukebox

© Screenshot WEKA / video-magazin

Neben dem Zugriff per Dateisystem bietet der A500 die Network Media Jukebox für Filme und Musik mit Web-Abfrage für Metadaten. Beide sind per Smartphone-Apps bedienbar.

Als Prozessor werkelt der Sigma Designs SMP8758 mit 2x1,3 Gigahertz, was eine Performance-Verdopplung im Vergleich zum VTEN bedeutet (video 3/2015). Mit dem neuen Chip wäre auch Android möglich, doch das ist Zukunftsmusik. Wegen der häufigen Firmware-Updates ist von Popcornhour diesbezüglich durchaus noch mehr zu erwarten. Schön wären etwa HDR, SACD-ISO in Multichannel und eine - trotz Verbesserung - noch schnellere Reaktion auf Eingaben.

Fazit

Mit dem A500 bringt Popcornhour einen edlen, ausgereiften Netzwerk-Player, der zwar 60p und HDR nicht unterstützt, Letzteres aber in sehr guter Qualität herunterrechnet. Umfassend sind die sonstigen Video-Formate und der Super-Audioteil, der selbst Audiophile befriedigt. Dazu eine perfekte Foto-show, ein multimedialer Genuss.

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