Vergleichstest

Philips HTS5582/12

Pro

  • natürlicher Klang
  • gute Verarbeitung
  • Formatvielfalt
  • WLAN

Contra

  • nur ein USB-Eingang
  • keine HDMI-Eingänge

Hersteller, die Player, AV-Receiver sowie Lautsprecher für weniger als 700 Euro verkaufen wollen, müssen knallhart kalkulieren. LG, Panasonic, Samsung und Sony verwenden deshalb vor allem Kunststoff für die Lautsprecher ihrer Systeme. Aus der Entfernung sehen die Lautsprecher schick aus, doch wenn man sie anfasst, wirken sie nicht recht robust.

Das Philips-System HTS5582 setzt zwar auch nicht auf erlesene Materialien, doch wirkt es beim Anfassen massiver und stabiler. Nur der Fuß für die Standlautsprecher besteht wie bei den Mitbewerbern aus dünnem Kunststoff.

Die Füße gehören jedoch nicht wie üblich den Front-, sondern den Rücklautsprechern. Eine clevere Idee - besitzen doch viele Nutzer ein TV-Rack zu Hause, um dort die vorderen Kompaktlautsprecher zu platzieren. Wer die übliche Aufstellung bevorzugt, kann mit den Rücklautsprechern tauschen, denn alle vier Front- und Surround-Speaker sind identisch bestückt mit zwei 7,6-cm-Breitbandtreibern. Das gilt auch für den Center.

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Mit dieser Ausstattung musiziert das Set in diesem Testfeld am feinsten. Ob Klavierstück oder Pop-Song, in dieser Preisklasse klingt kaum ein Blu-ray-System so neutral und rund.

Davon profitiert der Filmton, indem die Stimmen von Akteuren natürlich und voluminös wirken. Und egal, wo im Raum sich die Handlung abspielt, es kommt kaum zu klanglichen Verfärbungen. Das Set präsentiert sich schlichtweg homogen.

Für den guten Ton hat Philips an anderer Stelle ein wenig gespart: Es fehlen HDMI-Eingänge, um etwa eine Set-Top-Box anzuschließen. Einen drahtlosen Internet-Zugang gibt es nur über einen WLAN-Dongle, der die einzige USB-Schnittstelle belegt.

USB-Festplatten lassen sich so nicht anschließen, um von dort Filme, Musik oder Fotos abzuspielen. Das ist zu verschmerzen, wenn man über das Netzwerk von DLNA-Servern streamt.

In Sachen Bildverarbeitung setzen die Niederländer beim HTS5582 auf Mittelmaß. Das merkt der genaue Beobachter an winzigen Ungenauigkeiten bei hochskalierten DVDs oder bei der Schärfe von Blu-rays. Außerdem sollte man im Einstellungsmenü die Detailoptimierung reduzieren, um bei DVDs leichte Doppelkonturen an Objektkanten zu verringern - auf Kosten eines geringeren Schärfeeindrucks.

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