Auftritt der Volksplayer

Panasonic DMP-BD 65

Nesthäkchen

Panasonic DMP-BD 65

© Video Homevision

Der Panasonic DMP-BD 65

Der DMP-BD 65 ist der kleinste Player in der Blu-ray-Reihe von Panasonic. Rein äußerlich sieht er seinen großen Geschwistern stark ähnlich. Bei der Ausstattung wurde dagegen gespart. Wir verraten, ob er dennoch überzeugen kann.

Panasonic hat in den DMP-BD 85 fast alles an Features reingepackt, was man heute in einer vernetzten und multimedialen Welt braucht. Der hier getestete BD 65 ist dagegen sparsamer ausgestattet und darum eher für jene Nutzer interessant, die von einem Player vor allem ein gutes Bild und guten Ton erwarten und 150 Euro sparen wollen.

Der DMP-BD 65 kann also im Gegensatz zu seinem großen Bruder keine Dateien von im Netzwerk angeschlossenen Geräten abspielen und nicht ab Werk per WLAN mit dem Internet Verbindung aufnehmen. Letzteres lässt sich ändern, wenn man den optionalen WLAN-Adapter für 100 Euro kauft. Dieser findet in diesem Fall recht exponiert an der Vorderseite Platz. Ein USB-Anschluss an der Rückseite fehlt.

Bildergalerie

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Galerie

Viera Cast bietet derzeit Zugriff auf Online-Videos von "Tagesschau", You-Tube, Bild.de undvom englischsprachigen Bloomberg.

Den Player an das Netz anzuschließen, lohnt sich außer für BD-Live auch wegen Viera Cast. Der Online-Dienst von Panasonic ist seit dem vergangenen Jahr gewachsen und bietet gegenwärtig YouTube-Clips, Tagesschau-Videos, Bilder von Picasa sowie Börsen- und Wetterinfos.

Bei den Anschlüssen beschränkt sich der Player auf das Nötigste: Ausgänge für HDMI, Komponente, FBAS, Stereoanalogton und - über Lichtwellenleiter - Digitalton. Unter der Klappe an der Vorderseite ist neben der USBSchnittstelle ein Fotokarten-Slot für SDXC-Speicher untergebracht, über den Bilder und Camcorder-Aufnahmen in den Player gelangen. Dieser Eingang ist nötig, um BD-Live abzurufen, denn dafür ist ein externer Speicher - in diesem Fall in Form einer SD-Karte - Voraussetzung.

Das Herz der Bildverarbeitung schlägt wie bei allen Panasonic-Playern im UniPhier-Chip. Hinter dem PHL-Chroma-Plus-Prozessor und der P4HD-Bildverarbeitung stecken Technologien, die Artefakte vermeiden und möglichst scharfe farbige Strukturen herausarbeiten sollen.

Auf das "adaptive Chroma Plus Upsampling", das im BD 85 und BDT 300 zum Einsatz kommt, wurde beim BD 65 verzichtet. Diese Technik ist vor allem bei der Vollbildwandlung von Interlaced-Quellen hilfreich. Der BD 65 zeigte dann auch an horizontalen Kanten farbiger Flächen leichte Artefakte, was der Schärfe leicht schadet.

Bei der Bewegungs-Interpolation im DVD-Betrieb geht der Panasonic präzise zur Sache. Bewegungen wirkten aber beim Philips noch einen Tick geschmeidiger. Bei HD-Quellen strahlte der Panasonic dafür mit Detailreichtum und satten Farben.

Um das Bild an die eigenen Präferenzen oder an die Quellen anzupassen, bietet der Player viele Einstellmöglichkeiten: von Kontrast über Farbsättigung bis hin zu gut arbeitenden Artefakt-Filtern. Auch beim Ton lässt sich nachjustieren. Die dreistufige Remaster-Schaltung fügt dem Klang Oberwellen hinzu, was Musik hörbar mehr Frische verleiht.

Testurteil:

Panasonic DMP-BD 65

€ 200; www.panasonic.de

+ überzeugende Bildqualität vor allem bei der Blu-ray-Wiedergabe+ Viera Cast+ in Schwarz und Silber erhältlich- leichte Tendenz zu Doppelkonturen an farbigen Kanten

Gesamtwertung: sehr gut 86 %

Preis/Leistung: sehr gut

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