Farbenfreude

OKI MC561

OKI MC561

Bei der Installation zeigt Oki Wohlwollen für den Privatanwender. Drei Alternativen stehen zur Auswahl: 1. Einfach (Netzwerk), 2. Einfach (lokal) und 3. Benutzerdefiniert. Die zweite Option meint den Anschluss des Gerätes an einen PC per USB-Kabel. Die dritte Variante ermöglicht beide Anschlussarten und die Wahl der zu installierenden Druckeremulationen.

Sowohl PCL als auch PS (PostScript) zu installierten, kann nicht schaden. Das Aufspielen der restlichen Software geht schnell. Zum Schluss startet noch ein Assistent der verspricht, Datum, Uhrzeit und Sprache an das Oki Multifunktionsgerät zu übertragen - nach dem zweiten Versuch klappt das.

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OKI MC561
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Bei gängigen Schriftarten, wie Times Roman oder Ariel, gibt es beim Ausdrucken keine Unterschiede zwischen den beiden Treiberemulationen PostScript und PCL - so wie man das erwarten kann, denn die im Drucker hinterlegten Fonts sind zum großen Teil identisch für beide. Erst wenn man sich auf die Suche nach "ungewöhnlichen" Schriftarten macht, wird man feststellen, dass es einige Abweichungen in der Auswahl gibt.

Der OKI MC561 ist ein echter Sprinter. Für einen Monochrombrief braucht er beispielsweise nur knapp 11 Sekunden. Allerdings sieht es anders aus, wenn es um Mischdokumente geht, bei denen ein Teil aus Farb- und der andere Teil aus reinen Schwarzweiß-Seiten besteht. Für unser zweiseitiges Mischdokument dieser Kategorie benötigt er 21,7 Sekunden.

Einen Zweiseiter in Farbe, also ohne Schwarz, schafft der Oki in sehr flotten 13,5 Sekunden. Der Zeitverlust scheint an einem Reinigungsvorgang zu liegen, der wohl immer nach einem Wechsel von SW zu Farbe und umgekehrt stattfindet.

Die Qualität der Ausdrucke hat uns zum Teil überrascht und zum Teil enttäuscht. Über das monochrome Schriftbild waren wir sehr erfreut: sauberer, homogener Tonerauftrag bei scharfen Kanten. Die Grafiken waren leider zum Teil mit unschönen horizontalen Streifen versehen und mitunter schlichen sich wohl Tonerreste ins Druckbild, die da nichts verloren haben.

Etiketten druckt der Oki über den manuellen Einzug tadellos. Unseren Briefumschlag hat er allerdings nicht ohne "Mangelerscheinungen" - durchgehende Falten an den oberen und unteren Rändern - in der rückwärtigen Papierablage ausgegeben. Kleine Hebel, die den Papierlauf etwas weiten, hat dieser Multi nicht und so verwundert es auch nicht, dass Briefbögen zerknittert ausgegeben werden.

Eine "Schaltzentrale", von der aus man verschiedene Jobs erledigen könnte, liegt dem Oki nicht bei. Beim Scannen unseres Textdokuments per beiliegendem PaperPort SE, ist aufgefallen, dass man den Multi erst in den "Remote Scan Modus" schalten muss, bevor man einen Scan vom PC aus starten kann. Das ist etwas umständlich.

Es geht aber auch anders herum: Man startet einen Scan vom Gerät aus und bestätigt dann den Job noch am PC. Die ganze Prozedur schlägt mit einer knappen Minute zu Buche. Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen. Die Texterkennung funktioniert sehr gut und das Layout wird bei entsprechenden Einstellungen weitgehend erhalten.

Leider gilt das nicht für unser Mischdokument mit Text, Grafiken und Bild. Bei dieser Aufgabe versagt der Oki in Zusammenarbeit mit der SE Version von PaperPort. Erfasst wird nur Text, obgleich wir entsprechende Einstellungen im Scannertreiber vorgenommen haben.

Testurteil:

OKI MC561

850 Euro; www.oki.de

Gesamtwertung: gut 71 %

Preis/Leistung: ausreichend

Der OKI scannt Dokumente direkt auf einen USB-Stick, ohne die Hilfe des PCs. Etwas umständlich wurde allerdings die Formatauswahl gestaltet. Bevorzugt wird als PDF eingescannt - auch Fotos. Erst wenn man das "Datenformat" in einem extra Untermenü ändert, kann man Fotos auch als JPEGs oder TIFFs auf dem USB-Stick ablegen. Texterfassung und -speicherung auf dem Flashmedium beherrscht der MC561 nicht.

Eine reine Statistenrolle spielt der "Stop"-Knopf des MC561: Weder abgesendete, noch laufende Druckjobs können damit gestoppt werden, egal wie groß diese sind - ein echtes Manko.

Das einzige Mittel, mit dem wir den hyperaktiven Multi stoppen konnten, war der Griff an die Papierkassette und anschließendes Löschen des Speichers mit der "Clear"-Taste. Hier sollte Oki nachbessern, denn niemand will einen Drucker, dessen Druck-Abbruchtaste keine Funktion hat.

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