Vergleichstest

Nubert NuVero-Set

Pro

  • saubere Tonalität und klasse Dynamikpotenzial

Contra

  • Klangbild weniger von den Boxen gelöst

Wenn es in diesem Test um die größte Anzahl der eingesetzten Chassis gehen würde, wäre Nuberts nuVero-Set der erste Platz sicher. Allein der Center nuVero 7 beherbergt fünf Schallwandler. Günther Nubert, der kreative Kopf des schwäbischen Direktversenders, verteilt die Musikwiedergabe lieber auf viele spezialisierte statt auf wenige universelle Schallwandler.

Jeder einzelne Lautsprecher hat seinen optimalen Einsatzbereich. Nutzt man ihn auch außerhalb dieses Gebiets, so geht man Kompromisse ein. Einen solchen Kompromiss lässt Günther Nubert - zwangsläufig - nur bei Zwei-Wege-Boxen wie der nuVero 4 für den Rückraum zu.

Für die Standboxen und den Center schöpft der Schwabe dafür aus dem Vollen. Im Zentrum steht jeweils ein Gewebehochtöner, darum gesellen sich, symmetrisch angeordnet, Mittelund Tieftöner. Die Chassis werden von der Frequenzweiche paarweise nach dem D'Apollito-Prinzip angesteuert. Damit ist das Abstrahlverhalten symmetrisch, was einen homogeneren Klangeindruck hervorruft.

Die Besonderheit aller Boxen des Sets: Auf der Rückseite der Gehäuse befinden sich drei Schalter, mit denen man Bass-, Mitten- und Höhendosis variieren kann. Eine Option, die der jeweiligen Wohnraum-Akustik Rechnung tragen soll.

Bildergalerie

image.jpg
Galerie

Subwoofer der besonderen Art

Nuberts neuester Streich AW-13 DSP ist ein Subwoofer der besonderen Art. Das schlanke Bassgehäuse ist mit zwei 22er-Chassis ausgestattet und weist einen digitalen Signal-Prozessor auf, über den man via parametrischen Equalizer störende Raumresonanzen in die Schranken weisen kann. Ein Feature, das die Bassqualität im Raum auf ein ganz neues Potenzial hebt.

Dazu muss man wissen: Für sich betrachtet, also etwa im Freifeld gemessen, gibt es einige sehr gute Bassisten auf dem Markt. Stellt man sie jedoch in den Hörraum, verleihen dessen akustische Eigenschaften dem Subwoofer sein ganz eigenes Übertragungsverhalten. Kurz gesagt: Der Bass klingt nur so gut, wie es der Raum zulässt. Und jeder Raum hat die gefürchteten Raummoden, die den Bass schwammig und undifferenziert machen. Genau diese Resonanzen lassen sich mit dem AW-13 DSP auf ein erträgliches Maß reduzieren.

Schon bei Patricia Barbers Song Use Me zeigte sich, was die DSP-Kur kann. Obwohl unser Hörraum akustisch optimiert ist, schaffte eine Basskorrektur noch klarere Verhältnisse. Der akustische Bass war Ton für Ton sauber zu vernehmen, ohne einzelne Lagen in den Vordergrund zu spielen. Er hatte Kontur, und die Stimme zeigte die bekannte Offenheit.

Im Heimkinobetrieb faszinierte die tonal saubere Wiedergabe, wenngleich sich der Center in seinem Klangcharakter von den anderen Schallwandlern des Sets etwas absetzte. Dynamisch ging die Nubert-Kombi richtig zur Sache. Nahezu verzerrungsfrei beherrschte sie auch die explosiven Passagen in den Blockbustern The Dark Knight und Passwort: Swordfish.

Unsere Prognose: Die nüchterne Spielart ohne Attitüden wird ihre Anhänger finden.

Mehr lesen

Newsletter -

Mehr zum Thema

Surround-Lautsprecher-Set
Vergleichstest

Es gibt viele Möglichkeiten, ein elektrisches Musiksignal in Schall zu wandeln. Wir haben deshalb vier Surround-Lautsprecher-Sets getestet, die alle…
Elipson Planet M / Sub
Vergleichstest

Zwei todschicke 5.1-Surround-Systeme wollen beweisen, dass sie auch musikalische Talente besitzen. Wir baten B&W und Elipson in den Hörraum.
5.1-Surround-Sets
Vergleichstest

Beeindruckendes Heimkino-Feeling, starker Stereo-Sound, fairer Preis: In der Gewichtsklasse bis 4.000 Euro werden anspruchsvolle Hörer fündig. Wir…
Surround-Sets
Kaufberatung

Echte Soundwunder sind die fünf Surround-Sets, die es in unsere Bestenliste geschafft haben. So wird das Heimkinoerlebnis zum absoluten Ohrenschmaus.…
Dali Fazon Mikro
Vier Mini-Surround-Sets im Test

Vier schicke, kleine Boxen-Sets wollen zeigen, dass weniger mehr ist. Doch taugen Design-Lautsprecherchen auch für richtiges Heimkino - oder nur…