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Notebooks unter 600 Euro im Vergleichstest

Wir haben Notebooks unter 600 Euro im Test: In unserem Vergleich lesen, welcher Preisbrechner auch für Business-Aufgaben taugt.

Toshiba und Lenovo

© Hersteller

Im Bild: Toshibas Satellite Pro R50-B-112 (links) und Lenovos B50-70 (rechts).

Business-Notebooks für Selbstständige oder den cleveren Privatmann müssen keine großen Löcher ins Budget reißen. Anstelle des 1000-Euro-Business-Klassikers tut es oft eines der sehr preiswerteren SMB-Notebooks. Wir haben vier Preisbrecher unter 600 Euro für Sie ins Testlabor geholt.

Gerade Selbstständige, Gründer und Kleinstunternehmer wissen, wie sehr man anfangs auf das eingesetzte Kapital achten muss. Sie können an vielen Dingen sparen, doch ein Notebook ist quasi Pflicht. Wer sich aber in der klassischen Business-Notebook-Abteilung umsieht, wird schnell feststellen, dass die Preise erst knapp unter 1000 Euro beginnen und dann leicht in Höhen von 2000 Euro gehen können – egal, welchen Formfaktor bzw. welche Display-Größe Sie bevorzugen. Dass sich diese Notebooks nicht jeder Unternehmer leisten kann, haben auch die Notebook-Hersteller erkannt und sogenannte SMB-Notebooks (Small and midsize Business) für kleine Unternehmen und Mittelständler entwickelt. Ihre Preise beginnen bereits ab budgetfreundlichen 400 Euro. Konfigurations- und designtechnisch stehen sie zwischen den Notebooks für Privatanwender und den klassischen Business-Notebooks, wie zum Beispiel dem HP EliteBook, Lenovo ThinkPad T oder Toshiba Tecra. SMB-Notebooks eignen sich für den Einsatz mit Office-Software, Browser-Apps, für etwas Mediengestaltung und der Kommunikation mit Partnern und Angestellten. Im Prinzip also genau das, wofür überwiegend auch die wesentlich teureren, klassischen Business-Notebooks verwendet werden.

Unterschiede: SMB- vs. klassisches Business-Notebook

In drei Punkten stehen die SMB-Notebooks ihren großen Business-Brüdern in kaum etwas nach: Leistung, Ausstattung und ein entspiegeltes Display für ergonomischeres Arbeiten. Die Unterschiede zwischen den beiden Notebook-Klassen sind aber so tiefgreifend wie unsichtbar. Auf kostenintensive, sehr hochwertige Materialien (Metall, Kohlefaser), ein robustes Design und sehr hohe Verarbeitungsqualität müssen Sie im Großen und Ganzen bei SMB-Notebooks verzichten. Im Vergleich zu Privatanwender-Notebooks der gleichen Preisklasse, schneiden SMB-Notebooks in diesen Punkten meist jedoch deutlich besser ab.

Dell Vostro15 Akku

© Dell

Je nach Notebook hatten die auswechselbaren Akkus eine Kapazität von bis zu 45 Wh.

In Sachen Mobilität (Laufzeiten, Abmessungen, Gewicht), Service-Optionen, Sicherheits- und Managementfunktionen sind SMB-Notebooks denen für Privatanwender näher, als den Business-Notebooks. Das heißt, ihr Akku hält nur wenige Stunden, sie sind kaum auf Größe und Gewicht optimiert, besitzen Standardgarantiezeiten (12 Monate) und lassen sich beispielsweise bei einem Diebstahl nicht orten. Auch Funktionen für das Flottenmanagement oder die Fernwartung sind nur eingeschränkt vorhanden. Fast alle diese Premium-Eigenschaften sind den klassischen Business-Notebooks vorbehalten, da sie die Fertigungs- und laufenden Servicekosten für die Hersteller deutlich erhöhen.

Lesetipp: Notebooks im Test

Dennoch stellen SMB-Notebooks einen guten Kompromiss aus Preis und Business-Tauglichkeit dar, der sie ideal für Selbstständige und Einzelunternehmer macht. Für unseren Vergleichstest haben wir uns drei dieser SMB-Notebooks plus das HP Pavilion 15 in die Redaktion geholt. Letzteres liegt ebenfalls im von uns gesetzten Preisrahmen zwischen 400 und 600 Euro und erfüllt auch die sonstigen Testkriterien.

Die Speicher-Performance-Falle

Einen schweren Konfigurationspatzer leisteten sich alle Testkandidaten. Egal, ob mit 4 oder 8 GByte Arbeitsspeicher ausgerüstet, es steckte immer nur ein Speicherbaustein im Notebook. Dadurch arbeitet der Prozessor im Single-Channel- statt im Dual-Channel-Speichermodus. Diesen aktivieren alle modernen Prozessoren automatisch sobald zwei Speichermodule eingebaut sind. Im Single-Channel-Modus jedoch reduziert sich die Speichertransferrate um fast die Hälfte. Das drückt wiederum auf die Gesamtperformance und ganz speziell auf die Grafikleistung des integrierten Grafikkerns (IGP). Denn er zweigt sich seinen Grafikspeicher vom Hauptspeicher ab: Je geringer die Speichertransferrate, desto niedriger die 3D-Leistung.

Unser Tipp: Lassen Sie sich unbedingt bereits beim Notebook-Kauf entweder den eingebauten Speicherbaustein in zwei halb so große tauschen (2 x 4 GByte, statt 1 x 8 GByte) oder Sie kaufen einen gleichgroßen und möglichst identischen RAM-Riegel dazu.

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