Dell XPS 15, Lifebook U904 & Co.

Notebooks mit Ultra-HD-Display im Vergleich

Die neuen Top-Notebooks bieten Ultra-HD. Wir haben die ersten vier Laptops mit 3.200 x 1.800 Bildpunkten im Test - alle verfügen sogar über Touch-Funktionen.

Wir haben vier Laptops im Test, die Ultra-HD-Auflösung und Touch bieten.

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Wir haben vier Laptops im Test, die Ultra-HD-Auflösung und Touch bieten.

Die vier Ultrabooks von Dell, Fujitsu, Lenovo und Samsung in diesem Vergleichstest verfügen über scharfe WQHD+-Displays mit IPS-Panel: Sie liefern bei Auflösungen von 13,3, 14 und 15,6 Zoll sogar 3.200 x 1.800 Bildpunkte. Die Displays sind bei allen vier Geräten im Test Touchscreens, passend zum Betriebssystem Windows 8.1. Die Touch-Fähigkeit bedeutet aber auch, dass durch die Bank spiegelnde Displays verwendet werden, entspiegelte Touchscreens gibt es nicht in dieser Auflösung. Das Lifebook U904 von Fujitsu wird aber auch mit einem entspiegelten Panel ohne Touch angeboten.

Dell XPS 15: Das Power-Ultrabook

Das XPS 15 von Dell ist mit seinem 15,6-Zoll-Display das größte und mit knapp 2100 Euro auch das teuerste Gerät im Test. Allerdings ist das von uns getestete Topmodell derXPS-15-Baureihe auch das mit Abstand leistungsfähigste Ultrabook mit Ultra-HD-Displayauf dem Markt.

Als Prozessor dient ein Intel Core i7-4702HQ mit vier Kernen, für die Grafik sorgt mit dem GeForce GT 750M ein Nvidia-Chip der oberen Mittelklasse. Er liefert bei Spielen die mehr als doppelte Leistung der im Prozessor integrierten HD-4400-GPU, wir messen im 3DMark Cloud Gate immerhin 10528 Punkte. Im Normalbetrieb ist die sparsamere Intel-Grafik aktiv, die Umschaltung erfolgt mit der Optimus-Technik automatisch. Das trägt auch zu der guten Akkulaufzeit bei: Im PCMark 8 hält das 2-kg-Notebook mit seinem 91-Wh-Akku vier Stunden und 21 Minuten durch.

Notebook,Dell,XPS 15

© Dell

Großzügig ist die Speicherausstattung mit 16 GByte RAM, als Massenspeicher ist eine512-GByte-SSD eingebaut. Das XPS 15 liegt mit sehr guten 5661 Punkten im PCMark 7auch bei der Systemleistung an der Spitze des Testfelds, im Cinebench machen sich die vier Kerne im Intel-Prozessor bemerkbar, das Dell ist doppelt so schnell wie die Dual-Core-Geräte.

Das 15,6 Zoll große IZGO-Display von Sharp liefert mit 160 Grad einen weiten Betrachtungswinkel, bei seitlichem Einblick allerdings ebenso wie beim Fujitsu mit leichtem Gelbstich. Die Samsung-IPS-Panels im Lenovo und Samsung sind hier mit 178 Grad Betrachtungswinkel und absolut stabilen Farben noch etwas besser. Dafür ist das Display im Dell sehr hell und lässt sich trotz Gorilla-Glass auch im Freien gut ablesen.

In dem Aluminium-Kohlefaser-Gehäuse sind vier USB-Buchsen mit Ladefunktion untergebracht, drei davon mit USB-3.0-Unterstützung. Zusätzliche Monitore können über HDMI und Mini-DisplayPort angeschlossen werden. Einen LAN-Anschluss gibt es nicht, der Intel-WLAN-Adapter beherrscht dafür bereits den neuen 802.11ac-Standard und zusätzlich Bluetooth 4.0.Die Tasten des beleuchteten Keyboards sind angenehm groß. Das große Touchpad in der gummierten Handballenablage unterstützt wie bei den anderen Geräten Gesten mit bis zu vier Fingern.

Fujitsu Lifebook U904: Schlankes Business-Notebook mit IZGO-Display

Das Lifebook U904 von Fujitsu kombiniert ein 14-Zoll-WQHD+-Display mit typischenBusiness-Features wie vPro-Unterstützung, TPM und Fingerprint-Reader. Optional wirdauch für 123 Euro noch ein Port Replicator für das 1850 Euro teure U904 angeboten. Mit einer Dicke von 15,5 Millimetern ist das 1,39 kg leichte U904 das schlankste 14-Zoll-Ultrabook auf dem Markt, das stabile Gehäuse besteht aus Magnesium. Der Core i7-4600U kann auf zehn GByte Arbeitsspeicher zugreifen und sorgt mit seiner HD-4400-GPU auch für die Grafik.

Notebook,Fujitsu,Lifebook U904

© Fujitsu

Fujitsu hat beim Lifebook U904 eine clevere ausziehbare Klappbuchse für den Ethernet-Anschluss eingebaut. Es kommt ohne Adapterstecker aus.

Im voreingestellten Energiesparmodus geht die CPU nur für kurze Zeit in den Turbo-Modus, daher liegt das Lifebook mit 3175 Punkten im PCMark 7 sogar hinter den Geräten mit Core-i5-Prozessoren. Bei Höchstleistung kommt der Fujitsu im PCMark 7 auf deutlich bessere 4852 Punkte. Bei der 3D-Leistung ist das U904 mit 3477 Punkten das Schlusslicht, bei der Akklaufzeit dafür mit 276 Minuten der Spitzenreiter.

Mit LAN, WLAN-N mit Dualband-Unterstützung, Bluetooth und LTE bietet das 1850 Euro teure Ultrabook die komplette Palette an Kommunikationsschnittstellen. Zusätzlich sind noch zwei USB-3.0-Ports und eine HDMI-Buchse im Vollformat an Bord. Beim Keyboard mit Hintergrundbeleuchtung gefallen die großen Cursortasten, der Tastenhub ist mit etwa 1,5 Millimetern recht klein. Ebenso wie beim Dell ist ein großes Touchpad mit Multitouch-Funktion eingebaut.

Lenovo Yoga 2 Pro: Gelenkiges Hybrid-Ultrabook

Der Name Yoga ist bei dem 13,3-Zöller Yoga 2 Pro von Lenovo Programm: Das Displaylässt sich durch ein Doppelscharnier auf die Rückseite des Chassis umklappen, das Yoga verwandelt sich so in ein Tablet. Daneben gibt es mit dem Stand- und dem Zelt-Modus noch zwei weitere Aufstellmöglichkeiten für das Lenovo-Hybrid-Ultrabook.

Der Inhalt des Displays wird dabei mittels Lagesensor automatisch angepasst. Zudem sind auch alle anderen bei Tablets üblichen Sensoren an Bord, nur GPS fehlt. Das nicht entspiegelte 13,3 Zoll große IPSPanel stammt von Samsung und liefert eine sehr gute Bildqualität. Zudem ist es mit 350 Nits auch recht hell. Mit einem Gewicht von 1,4 kg lässt es sich auch im Tablet-Modus noch passabel nutzen, das beleuchtete Keyboard schaltet sich ab, wenn das Display um mehr als 180 Grad gedreht wird.

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© Lenovo

Wandlungsfähig: Beim Yoga 2 Pro von Lenovo klappt das Display um bis zu 360 Grad um.

In dem flachen organgefarbenen Chassis des Testgeräts, alternativ gibt es das Gerät auch in dezenterem Grau, arbeitet ein Intel Core i5-4200U als Prozessor, er übernimmt mit seiner integrierten GPU auch die Grafikdarstellung. Trotz acht GByte RAM und einer 256-GByte-SSD ist der Preis mit knapp 1300 Euro vergleichsweise moderat. Bei den Schnittstellen war man sparsam: Neben dem Cardreader gibt es zwei USBBuchsen, nur eine davon USB-3.0-fähig, und einen Micro-HDMI-Ausgang. Der WLAN-NAdapter mit integriertem Bluetooth-Modul funkt nur auf dem 2,4 GHz-Band.

In den Leistungsmessungen macht das Yoga 2 Pro eine ordentliche Figur: Mit 4699 Punkten im PCMark 7 liegt es hinter dem Dell auf dem zweiten Platz bei der Systemleistung, beim 3DMark ist es etwas langsamer als das mit der gleichen CPU ausgestattete Samsung ATV Book 9 Plus. In der Akkulaufzeit belegt der Lenovo-Hybrid zwar mit 230 Minuten im PCMark 8 den letzten Rang, in der Praxis kann man aber etwa sieben Stunden mit dem Gerät abseits einer Steckdose arbeiten.

Samsung ATIV Book 9 Plus: Ultra-HD im ultraschlanken Ultrabook

Mit einem Gewicht von gerade einmal drei Kilogramm ist das superschlanke SamsungATIV Book 9 Plus das Leichtgewicht unter den Notebooks mit Ultra-HD-Display. Der sehr gute 3,3-Zoll-IPS-Touchscreen kommt aus dem eigenen Hause, er ist derselbe, der auch im Lenovo Yoga 2 Pro zum Einsatz kommt. In dem nur 13,6 Millimeter hohen ober trotzdem sehr steifen Aluminiumgehäuse ist beim Testgerät ein Intel Core i5-4200U, dieselbe CPU wie im Lenovo. Allerdings bekommt man beim Arbeitsspeicher und der SSD im Vergleich zum Yoga mit vier und 128 GByte jeweils nur die halbe Kapazität  geboten. Trotzdem ist der Samsung mit 1550 Euro sogar noch etwas teurer. Die Akkulaufzeit ist mit 265 Minuten ordentlich.

Notebook,Samsung,ATIV Book 9 Plus

© Samsung

Der Tastenhub des Keyboards mit Hintergrundbeleuchtung ist kurz, das Tippen ist durch das gute Layout angenehm. Neben zwei USB-3.0-Buchsen in normaler Größe hat Samsung die weiteren Ports nur im Mini-Format in dem dünnen Alu-Body untergebracht, für den GBit-LAN-Anschluss liegt ein Adapter bei, für den Micro-HDMIAnschluss nicht. Der WLAN-N-Controller unterstützt beide Frequenzbänder.

Fazit: Lieber eine Nummer größer

Prinzipiell sind alle vier der Ultrabooks mit Ultra-HD-Display im Test empfehlenswert.Der Testsieger von Dell ist vor allem für Anwender interessant, die eine sehr gute Leistung suchen und sich dabei nicht am Gewicht stören. Das Fujitsu kann dafür mit Business-Features und LTE aufwarten. Für das Samsung können sich designbewusste Käufer begeistern, auch wenn Speicher und SSD knapper bemessen sind. Das Yoga ist toll, für alle, die ein Ultrabook suchen, das sich in ein Tablet verwandeln kann.

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