Die Erben der Ultrabooks

Hybrid-Notebook Test 2016: 4 Detachables im Vergleich

Tablet oder Ultrabook? Diese Frage soll sich bei den wandlungsfähigen Detachables erst gar nicht mehr stellen. Wir haben vier der Trendsetter im Test!

Aufmacher Laptop

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Tablet oder Ultrabook? Diese Frage soll sich bei den wandlungsfähigen Detachables erst gar nicht mehr stellen. Wir haben vier der Trendsetter getestet und verglichen.

Größere Tablets eignen sich zwar wunderbar für Enter- und Infotainment. Sie versagen aber, sobald es um die professionelle Erfassung von langen Texten geht, schnelle Hardware-Schnittstellen oder Leistung benötigt werden. Hier dominieren klar die Ultrabooks. Doch dafür sind diese schwerer, dicker und ungeeignet, wenn Sie gerne mit einem Stift Dokumente bearbeiten oder kreativ sein wollen. Die Lösung für dieses Dilemma sind Detachable-Ultrabooks (manchmal auch als Hybrid-Notebook bezeichnet), die seit Microsofts Surface Pro 4 wieder mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt sind. Bei diesen Mischlingen können Sie das Display beziehungsweise das Tablet vom Tastaturteil abtrennen (englisch: detachable) - flexibler geht es kaum.

Ein Gedanke, zwei Designs

Die Designer konnten allerdings nicht alle Stärken der Tablets und der Ultrabooks in einem Gerät vereinen. So entstanden zwei parallele Designs, die mal mehr Tablet-, mal mehr Ultrabook-DNA in sich tragen. Zu den Ersteren zählen zum Beispiel das Microsoft Surface Pro 4 und das HP Spectre X2. Sie sind besonders stylish, dünn, und ihre magnetisch anhaftende Tastatur erinnert mehr an eine Schutzhülle als an ein konventionelles Eingabegerät. Entsprechend wenig Platz bleibt für einen ausdauernden Akku und im Falle des Surface Pro 4 auch für Schnittstellen.

Microsft Surface Pro 4

© Microsoft

Der kleine Hype um Microsofts Surface Pro 4 könnte die Detachables aus ihrer Nische treten lassen.

Dagegen verfolgen das Toshiba Portégé Z20t-B-11P und das Lenovo ThinkPad Helix 2 mehr den Ultrabook-Ansatz. Sämtliche Leistungskomponenten und der Massenspeicher stecken zwar auch hier im Tablet, der Tastaturteil bietet jedoch genug Platz für ein herkömmliches Keyboard, Touchpad, zusätzliche Schnittstellen und einen zweiten Akku. Dafür sind diese Modelle deutlich dicker und schwerer. Im Vergleichstest zeigt sich jedoch, dass die unterschiedlichen Designs speziell in einem Punkt zwar messbar, in der Praxis aber gar nicht so weit auseinander liegen: nämlich bei der Leistung. Der Grund hierfür sind die im Vergleich zu Notebooks oder Ultrabooks recht schwachen Prozessoren.

Lesetipp: Notebook, Convertible oder Tablet?

Da sie im dünnen Tablet-Teil untergebracht sind, dürfen CPUs bei Detachables nur wenig Abwärme erzeugen. Denn für eine aktive (hörbare) Kühlung fehlt meist sowohl der Platz als auch das Verständnis der Anwender. Entsprechend taugen Detachable-Ultrabooks prinzipiell nur als Produktivitätswerkzeug im Office, zum Internetsurfen und zur Medienwiedergabe. Lediglich die stärkeren Modelle sind stark genug für einfachere Spiele und etwas Grafikbearbeitung. Dies geht aber zulasten der Laufzeit. Im Endeffekt sind Detachable-Ultrabooks zwar näher an der eierlegenden Wollmilchsau dran als alle früheren Versuche, die perfekte Lösung sind sie aber immer noch nicht.

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