Hardware-Test Smartphones

Nokia X6

Nokia X6

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© PC Magazin

Das Nokia X6

Der heimliche Nachfolger des äußerst erfolgreichen XpressMusic heißt Nokia X6. Er fällt durch deutlich eckigere Kanten und mehr Speicher auf. Nokia bietet das "Musik-Phone" mit 8, 16 und 32 GByte internem Speicher an, einen Steckplatz für eine Speicherkarte gibt es aber nicht - genau wie beim iPhone. Für die 32-GByte-Variante spricht nicht nur das Mehr an Speicher, sondern auch die einjährige Musik-Flatrate. Aus zirka sieben Millionen Songs kann der Kunde beliebig wählen.

Sehr gut gefällt das kapazitive Display. Es reagiert auf leichtes Fingerberühren, einen Stift wie bei Displays mit resistiver Technik kann man nicht verwenden. Für Musikvideos oder eigens geschrumpfte Spielfilme ist das 3,2-Zoll-Display mit 16 Millionen Farben im 16:9-Format bestens geeignet.

Zum Tippen längerer Texte ist das X6 dagegen eher ungeeignet, da man lediglich zwei Textzeilen im Display überschauen kann, wenn die Bildschirmtastatur angezeigt wird, es gibt ja keine ausklappbare Tastatur.

Als besonderen Service bietet Nokia allen seinen Kunden, mit entsprechendem Mobiltelefon, die Navigationslösung "Ovi Karten". Dieses Paket beinhaltet eine komfortable Routenführung für Autofahrer und Fußgänger und Extraserviceleistungen, wie Reiseführer und Verkehrsinformationen. Die Ovi-Karten können per PC komplett auf das Telefon aufgespielt werden, die Premiumdienste werden online abgefragt, dabei sollte man die Datengebühren seines Providers nicht aus den Augen verlieren.

Die eingebaute 5-Megapixel-Kamera wird von zwei Fotoleuchten und einem Autofokus unterstützt, der ausgesprochen flott arbeitet. Die Kamera erlaubt - für ein Smartphone - erstaunlich viele Einstellungen, wie Weißabgleich, ISO-Empfindlichkeit, Schärfe, Kontrast, Bildfolge und andere.

Die Bildqualität kann einer Digitalkamera zwar nicht mal ansatzweise das Wasser reichen, aber zumindest funktionieren auch Nahaufnahmen mit der Makroeinstellung. Damit kann man dann beispielsweise auf Partytour die Aushangfahrpläne der Nachtlinie ablichten und später abfragen, um ein teures Taxi zu vermeiden.

Das X6 ist mit Bluetooth, HSDPA (3,6 MBit/s) und WLAN gut gerüstet für den Datenverkehr, lediglich auf den schnellen Uploader HSUPA muss man verzichten. Der E-Mail-Client hat Push-Funktion, der HTML-Browser lässt sich einfach bedienen, obgleich man sich ein größeres Display und einen flotteren Seitenaufbau wünscht. Um Office- und PDF-Dokumente lesen zu können, sollte man sich selbst Software nachladen oder die von Nokia vorgeschlagenen Lizenzen für das Quickoffice erwerben.

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© PC Magazin

Voll auf Multimedia eingestellt: Das Nokia X6 gefällt mit einer guten Kamera, zwei Leuchten und einem 3,5-mm-Klinkenanschluss.

Sehr gut gefällt der Musikplayer, der Songs nach Interpreten, Alben oder Genres wiedergeben kann. Natürlich kennt der Player auch Wiedergabelisten. Beim Abspielen werden Albencovers angezeigt und Songlisten können on-the-fly erstellt werden. Besonders erstaunlich ist aber der relativ gute Sound ohne Kopfhörer - für die "Miniparty" am Badesee eine echte Alternative zu Passivboxen.

Im Testlabor haben wir eine typische Ausdauer von 5:27 Stunden ermittelt - ganz ordentlich. Auch die Sprechdauer von 7:23 im D-Netz geht in Ordnung, lediglich im UMTS-Betrieb macht der Akku bereits nach 2:14 schlapp, das könnte besser sein.

Das X6 bietet wichtige Business-Funktionen, legt seinen Fokus aber klar auf die Multime-diaschiene. Da es schon einige Monate auf dem Markt ist, kann man es derzeit günstig - online ab rund 375 Euro - bestellen.

Testurteil:

Nokia X6

460 Euro; www.nokia.de

Gesamtwertung: gut (81 %)

Preis/Leistung: befriedigend

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