Entertainment-Piraten

Im Test - Netzwerk-Media-Player

Sie besitzen weder Laufwerk noch TV-Tuner. Netzwerk-Media-Player holen sich ihr Home-Entertainment-Futter von anderer Stelle. Wir haben acht dieser Medienzuspieler auf Herz und Nieren getestet.

Wofür braucht der vernetzte Fernseher-Besitzer einen Netzwerk-Media-Player, also eine Box, die sich Medien aus dem Netzwerk, vom USB-Stick oder von der SD-Karte holt und sie an Fernseher und Verstärker schickt? Neue Fernseher, Blu-ray-Player und selbst TV-Receiver besitzen zwar Netzwerk-Qualitäten: Internet-TV, den Medienabruf von verbundenen DLNA-Servern und eine USB-Buchse, um Filme, Musik und Bilder einzuschleusen. Doch die Produkte der großen TV-Hersteller stoßen bislang an ihre Grenzen - vor allem, was die Unterstützung von Dateiformaten betrifft. Und auch hinsichtlich der ansprechenden Präsentation der Medien besteht noch Nachholbedarf. Die Anzeige etwa von Album-Covern und Titel-Informationen von Musik ist Mangelware. Hier helfen dedizierte Netzwerk-Media-Player weiter. Die Geräte sind auch geeignet, ältere TV-Geräte preiswert zu vernetzen, denn die Zuspieler erhält man bereits für unter 100 Euro. In der Vergangenheit haben sich vor allem zwei Chip-Hersteller etabliert, die die vernetzten Boxen mit Prozessoren bestücken: Realtek und Sigma Designs. Vor allem Realtek scheint in letzter Zeit immer häufiger erste Wahl zu sein: Von den hier getesteten acht Netzwerk-Playern verzichtet nur der Sitecom TV Media Player MD-270 auf den Realtik-Chip und setzt auf Sigma Designs. Darum ähneln sich viele der Netzwerk-Player auf den ersten Blick stark in ihren Bildschirmmenüs. Diversifizierung findet vor allem an anderer Stelle statt: bei der Auswahl der Verbindungsmöglichkeiten, der zusätzlichen Online-Features wie Internet-Radio und -Video, des Produktdesigns und bei der Frage, ob das Gerät einen eigenen Speicher besitzt und so selbst zum Datenserver werden kann. Video-HomeVision hat Geräte mit unterschiedlichen Ansätzen für verschiedene Zielgruppen getestet. Einzige Vorgabe: Maximal 150 Euro sollen sie kosten. Oder gibt es vielleicht doch ein Allround-Talent, das man jedem Nutzer empfehlen kann?

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