Eigener Cloud-Speicher im Heimnetzwerk

NAS-Test: Synology DS216+II

Synology DS216+II

© Synology

Pro

  • Oberfläche
  • Online-Hilfe
  • Energieverbrauch
  • Funktionsumfang

Contra

  • Schnittstellen

Fazit

PC Magazin Testurteil: 91 Punkte (sehr gut), Preis/Leistung: gut​

Im Vergleich zur Konkurrenz ist Synologys DS216+II mit Schnittstellen eher mager ausgestattet. Das Gerät hat nur einen LAN-Port und verzichtet komplett auf einen HDMI-Ausgang. Trotzdem sichert sich die NAS den Testsieg, denn sie kann in allen übrigen Disziplinen überzeugen. 

Ähnlich wie die NAS von Qnap bietet die DS216+II eine sehr umfangreiche Funktionalität, doch finden wir uns in der nicht ganz so überladenen Menüoberfläche der Synology-NAS etwas besser zurecht – zumal sich die Experteneinstellungen ausblenden lassen. Sehr gelungen ist auch die ausführliche Online-Hilfe mit Suchfunktion.

Als zusätzlichen Schutz für die gespeicherten Daten unterstützt die DS216+II das Btrfs-Dateisystem mit ordnerbasierten Snapshots. Außerdem bietet sie als einzige NAS im Test die Btrfs-spezifische Selbstreparaturfunktion, mit der die NAS beschädigte Dateien im RAID-Verbund erkennen und wiederherstellen kann. 

Synology Volumeerstellung Btrfs

© Synology

Synology bietet mit seinem Btrfs-Dateisystem das Erstellen von Snapshots für alles oder für einzelne Ordner an. Außerdem kann die NAS kaputte Datensätze erkennen und aus dem RAID 1 reparieren.

Beim Herausziehen einer der beiden internen HDDs meldet Synologys NAS die Degradation des RAIDs durch lautes Piepen.  Beim Wiedereinfügen der HDD sind jedoch zunächst einige Klicks im Speichermanager der Webmenü-Oberfläche erforderlich, bevor die NAS den Re-Initialisierungsvorgang des RAIDs startet. Ein währenddessen von der NAS gestreamter FullHD-Film läuft dabei ohne jegliche Unterbrechung weiter.

Lesetipp: Die besten NAS-Apps für QNAP und Synology​​​

Im Energiesparmodus verbraucht die NAS nur 6,6 Watt, der Schallpegel im Leerlauf ist mit 29,5 Watt noch wohnzimmertauglich. Bei der Transferrate zählt Synology mit 120 und 117 MByte/s zu den drei schnellsten NAS im Testfeld. 

Das Transkodieren wird über Synologys NAS-App Videostation abgewickelt. Unsere UHD-Testdateien im H.264-Codec konnte Videostation sowohl im Browser als auch in der App problemlos in FullHD (und niedrigere Auflösungen) transkodieren. Das funktionierte sogar mit einem unserer H.265-Testvideos. 

Das Problem der Videostation liegt jedoch darin, dass sie keine Filme samt DTS-Audiospur abspielt bzw. transkodiert  und auch keine Videos im VC-1-Format. Im Smartphone lässt sich der Film zumindest in der Originalauflösung abspielen, wenn man den MX-Player mit AIO-Codec-Pack installiert hat. 

Als Alternative bietet auch Synology die Installation der Plex-Server-App an, doch dafür ruckelt es hier beim UHD-Live-Transkoding. Immerhin: Das Transkodieren von Videos mit DTS-Tonspuren lässt sich über die FFmpeg-App in den Griff bekommen, die von der SynoCommunity bereitgestellt wird.

Fazit

Synologie überzeugt in allen Bereichen. Nur ein HDMI-Anschluss fehlt.

Mehr zum Thema

Vier Netzwerkfestplatten im Test
NAS-Vergleich

Ein Netzwerkspeicher oder NAS bringt Ordnung ins heimische Datenchaos. Wir haben uns vier NAS-Geräte für das Heimnetz näher angesehen.
Wir haben verschiedene NAS-Geräte für Sie im Vergleichstest.
Netzwerkfestplatten im Test

Wir testen Netzwerkfestplatten. Dafür haben wir uns NAS-Geräte von Qnap, Synology und Netgear ins Haus geholt und in verschiedenen Disziplinen…
NAS-Vergleich: Wir zeigen Ihnen die besten Netzwerk-Festplatten bis 200 Euro.
NAS im Test

Auf Filme und Musik von überall aus zugreifen - das klappt mit einem NAS. Acht empfehlenswerte Netzwerkfestplatten von 45 bis 200 Euro finden Sie…
Computernetzwerk
Netzwerkfestplatte

Wir haben aktuelle NAS-Profimodelle im Vergleichstest: Mit dabei: Geräte von Qnap, Synology, Western Digital und Netgear.
ISCSI Target
Tuning

Für mehr Performance können Sie NAS-Festplatten per iSCSI an PC oder Laptop einbinden. Wir zeigen, wie das funktioniert.