Hardware-Test Smartphones

Motorola Backflip

Motorola Backflip

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© PC Magazin

Das Motorola Backflip

Motorola hat schon immer Aufsehen erregt, wenn es um die Gestaltung von Handys ging. Wir erinnern uns an das erste Klapphandy, das Motorola StarTAK: ein Mobiltelefon, das Display und Tastatur aufeinander klappte. Jetzt machen es die Herren aus Schaumburg, Illinois, genau umgekehrt. Display und Tastatur werden beim Backflip mit dem Rücken zusammengeklappt.

Zuträglich ist das für den Schutz des Displays und der Tastatur nicht unbedingt. Dass die 5-Megapixel-Kamera samt LED-Licht in die Tastatur wandert ist auch ungewohnt. Der Grund für diesen "Design-Coup" ist ein neues Bedienkonzept. Auf der Rückseite des Display ist ein Sensorfeld, das bei der Bedienung helfen soll. Mit dem Finger wird darüber gestrichen und auf Tippen reagiert es auch.

Im Unterschied zur Bedienung über den Touchscreen springt man mit der "Rückenbedienung" immer von einem Icon oder Schalter zum nächsten. Es funktioniert präzise, aber deutlich langsamer als die direkte Fingerbedienung über das Display. Wer allerdings gänzlich auf das zweite "Steuerrad" am Rücken umsattelt, muss das Display nicht so häufig putzen - immerhin.

Ausgeliefert wird das Motorola Backflip mit Googles Android 1.5, es soll aber auch auf 2.1 aktualisiert werden können. Fans von sozialen Netzwerken dürften sich besonders für "Motoblur" interessieren. Motoblur ist ein übergeordneter Dienst, der nicht nur E-Mails sondern auch Informationen aus Netzwerken wie Facebook, Myspace oder Twitter abruft und übersichtlich auf dem Startbildschirm darstellt. Damit entfällt mühseliges Einloggen in verschiedene Netzwerke.

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© PC Magazin

Ungewöhnlich: Das Motorola Backflip hat einen Touchpad auf dem Rücken.

Die Qwertz-Tastatur macht einen guten Eindruck; zum einen weil die Tasten vollständig gummiert wurden und damit vor Staub geschützt sind, zum anderen weil die Tasten von unten beleuchtet sind, was das Tippen im Dunkeln ermöglicht. Umlaute können durch langes Drücken auf die entsprechende Vokal-Taste aufgerufen werden - ganz ähnlich dem Vorgehen beim iPhone.

Das Labor bescheinigt dem Motorola sehr gute Ausdauerwerte, ein Umstand der zum Teil dem relativ kleinen Display mit 3,1 Zoll geschuldet ist.

Das Backflip spielt bis auf das WMV-Format alle gängigen Musik- und Videodateien ab und über die 3,5-mm-Klinke können individuelle Ohrhörer angeschlossen werden - sehr gut. WLAN, Bluetooth, UMTS und auch der schnelle Datensauger HSDPA sind mit an Board; nur auf den Turbo-Uploader HSUPA muss man verzichten. Das Smartphone kann per MicroSD-Speicherkarte erweitert werden, Motorola legt eine 2-GByte-Karte mit ins Paket.

Google-Fans bekommen mit dem Backflip ein ungewöhnliches Design-Schnittchen mit einer pfiffigen Lösung für breite Kommunikation.

Testurteil:

Motorola Backflip

380 Euro; www.motorola.de

Gesamtwertung: gut (83 %)

Preis/Leistung: sehr gut

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