Boxen für unterwegs

8 mobile Bluetooth-Lautsprecher im Test

Mobile Bluetooth-Lautsprecher sind ungemein praktisch und zudem günstig zu haben. Damit Sie das passende Modell finden, haben wir acht Einsteigermodelle getestet.

Sony SRS-X2

© Sony

Sony SRS-X2

Die Technik von mobilen Bluetooth-Lautsprechern überzeugt: Nur einmal das Smartphone mit dem Lautsprecher koppeln, ab dann steht dem drahtlosen Musikgenuss nichts mehr im Weg. Das Telefon sendet die darauf gespeicherte Musik zum Lautsprecher und wird so zur komfortablen Fernbedienung. Anrufe können über den Speaker als Freisprecheinrichtung geführt werden, in derartig ausgestatteten Lautsprecher-Modellen sind Mikrofone gleich enthalten.

Die diesmal getestete Preisklasse von 55 bis 100 Euro verfügt durchwegs über Akkus, was mobiles Musikhören ermöglicht. Als Funktechnik wird in dieser Boxen-Preisklasse durchwegs Bluetooth eingesetzt, während das ebenfalls für Funklautsprecher genutzte Airplay bei netzbetriebenen Lautsprechern der Mittel- und Oberklasse zu finden ist.

Im Lautsprecher-Test dabei ist der Bayan Audio mit dem Soundbook GO für 100 Euro. Der SP-ABT1 von JVC schlägt mit rund 80 Euro zu Buche, ebnso wie die Modelle Street von der englischen Firma Jam und der BT3500 von Philips. TDK tritt mit dem A12 für 60 Euro an, das muss man für den Terratec BT NEO ebenfalls anlegen. Den Sony SRS-X2 gibt es für 80 Euro und last, not least haben wir das Modell Briq Studio von Sound2go im Test, das mit 55 Euro die preisliche Untergrenze markiert.Werfen wir nun also einen Blick auf das Testfeld und die Besonderheiten der Kandidaten.

Mobile Bluetooth-Lautsprecher im Test

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Sony SRS-X2
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Tragbare Bluetooth-Lautsprecher sind leicht, praktisch und zudem günstig zu haben. Wir haben 8 mobile Speaker im Vergleich.

Der A12 von TDK enthält nur ein Lautsprecherchassis und arbeitet daher in mono. Dafür fällt er besonders klein und kompakt aus. Außerdem lässt er sich drahtlos mit einem zweiten Exemplar koppeln und somit für den Stereobetrieb mit sehr gutem Stereoeffekt erweitern. Die anderen Modelle sind zwar in Stereo ausgeführt, doch ist der dabei entstehende Stereoeffekt wegen des sehr kleinen Abstands der Lautsprecherchassis zueinander relativ gering ausgeprägt.

Jam und TDK haben ihre Speaker mit Karabinerhaken und Schutz gegen Spritzwasser ausgestattet, sodass einem Outdoor-Einsatz nichts im Weg steht. Bei den Bluetooth-Lautsprechern Jam, Sony und Sound2go sind die Gehäuse gummiert und somit besonders unempfindlich gegen Kratzer und Stürze. Eine - auch vom Design her - sehr pfiffige Lösung bietet Bayan Audio, denn das Modell GO verfügt über eine magnetische Klappe, die dem Transportschutz dient, aber auch als Standfuß nutzbar ist.

TDK A12 in weiß

© TDK

Klein aber oho! Der TDK ist geschützt vor Spritzwasser und kommt mit Karabinerhaken.

Mit Ausnahme der Testkandidaten von Jam und Terratec verfügen alle über NFC, das steht für Nahfeld-Kommunikation und erlaubt eine besonders einfache Kopplung der Funkteilnehmer. Mit Bluetooth der Version 4.0 arbeiten der Philips BT3500 und das Modell von Bayan Audio, was einen Vorteil bezüglich der Akkulaufzeit bedeuten kann. Das gilt, wenn auch das sendende Smartphone mit BT 4.0 arbeitet, dann reduziert sich auch dessen Stromverbrauch.

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Für die Codierung der Musikübertragung nutzen alle getesteten Bluetooth-Lautsprecher das Standard-Verfahren SBC, nur der JVC-Speaker kann zusätzlich über das klanglich bessere AAC kommunizieren. Aber: Bei diesen Funklautsprechern der Einsteigerklasse ist SBC völlig ausreichend, da der Gesamtklang maßgeblich durch die eingesetzte Lautsprechertechnik bestimmt wird. Und die setzt bei diesen Preisen nunmal Grenzen.

Terrate Concert BT Neo in grün

© Terratec

Terratec bietet den Concert BT NEO in vier herausstechenden Neon-Farben an.

Alle Kandidaten erlauben die Musikzufuhr nicht nur per Bluetooth, sondern auch per 3,5-mm-Klinkenbuchsen ("Kopfhöreranschluss"), die fast jedes Handy zum Kopfhöreranschluss enthält. Bei den Boxen von Sound2go und Terratec finden sich zusätzlich Steckplätze für microSDHC-TECHNIKSpeicherkarten, die mit bis zu 32 GB Speicher etwa 500 CDs in HiFi-Qualität mit MP3 bei 128 kbit/s fassen.

Zwar verfügen alle Testkandidaten über USB-Anschlüsse, die Musikübertragung ist damit jedoch nicht möglich. Vielmehr dienen die Micro-USB-Buchsen nur zum Aufladen der Akkus, die Kabel werden mitgeliefert.

Klanglich darf man von Lautsprechern mit sehr kleinen Gehäusen nicht allzuviel erwarten. Ganz besonders gilt das für die Basswiedergabe, die bei allen Kandidaten vergleichsweise schwach ausfällt. Dennoch gibt es Unterschiede, die liegen in der Ausgewogenheit des Klangbilds, wie etwa in einer nicht übertriebenen oder zu schwachen Höhenwiedergabe. Am besten haben uns klanglich die Lautsprecher von Bayan Audio, JVC und TDK gefallen, wobei der Bayan die Bässe wegen seines Subwoofers noch am besten reproduzierte.

Insgesamt hat sich Briq Studio von Sound2go den Spartipp verdient. Der Testsieg geht an das Soundbook GO von Bayan Audio, und zwar wegen des guten Klangs, der Verarbeitung und des pfiffigen Designs.

Fazit

Zugegeben: Die kleinen und tragbaren Bluetooth-Lautsprecher sind keine Klangwunder. Das erwartet ja auch niemand ernsthaft. So manches Modell - wie etwa der Soundbook Go von Bayan Audio - überrascht dennoch mit ordentlichem Bass-Feeling. Für das heimische Wohnzimmer sind die Speaker aber auch nicht gedacht. Sie sollen den Familienausflug an einen Badesee bereichern und das tun sie alle. Manche aber besser als andere. Insbesondere, wenn man sich die Details ansieht. Wer das Badevergnügen gerne mit einer nächtlichen Grillparty ausklingen lässt, ist zum Beispiel besser beraten mit einem Modell, das über eine lange Akkulaufzeit verfügt.

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