Kaufberatung

Mini-PCs für Wohnzimmer, Gaming und Büro

Mini-PCs sind auf dem Vormarsch: Schnelle Prozessoren mit integrierter GPU und kompakte SSDs machen leistungsstarke 2-Liter-Rechner möglich. Wir zeigen, was die Mini-PCs können, und stellen 11 interessante kompakte Modelle für Gaming, Büro und Wohnzimmer vor.

  1. Mini-PCs für Wohnzimmer, Gaming und Büro
  2. Business-PCs in Kleinformat
MIni PC Kaufberatung

© Hersteller / Joseph Bleier / Montage: pc-magazin.de

MIni PC Kaufberatung

Früher war der Fall klar: Wer einen Rechner mit ausreichend großer Leistung benötigte, der kam um einen ausgewachsenen Desktop-PC nicht herum. Heute sieht die Geschichte etwas anders aus. Auch sparsame Mobile-Prozessoren bringen eine Performance, die für praktisch alle Desktop-Anwendungen ausreicht, und selbst die im Prozessor integrierte Grafikeinheit reicht zumindest für Gelegenheitsspieler aus. Und wenn nicht, dann gibt es sogar Mini-PCs mit separaten Grafikchips für eine höhere 3D-Performance.

Bedingt durch die hohe Integrationsdichte aktueller Hardware stehen Mini-PCs ihren größeren Desktop-PC-Vettern bei der Ausstattung kaum nach: Praktisch alle dieser Geräte verfügen über mehrere USB-3.0-Ports, GBit-Ethernet und in aller Regel auch WLAN. Hier ist bei einigen Modellen mitunter schon ein 802.11ac-Chip am Werk.

Als Massenspeicher dienen bei den kleinen PCs schon aus Platzgründen oft SSDs, die für einen zusätzlichen Leistungsschub sorgen. Für das Speichern größerer Datenmengen ist häufig noch eine zusätzliche 2,5-Zoll-Festplatte eingebaut oder zumindest nachrüstbar. Großvolumige 3,5-Zoll-Festplatten oder Grafikkarten oberhalb der Mittelklasse finden in den knapp geschnittenen Mini-PC-Gehäusen aber keinen Platz.

Mini-PCs für Multimedia und Home-Office

Mini-PCs mit integrierter Grafik sind meist so leise, dass sie auch gut im Wohnzimmer als vielseitiger Zuspieler für das TV-Gerät dienen können. Ein Vorteil gegenüber spezialisierten Mediaplayern oder auch Geräten wie Apple TV, Amazon Fire TV oder Google Chromecast ist, dass man nicht auf spezielle Apps angewiesen ist, dass Mediendateien lokal gespeichert werden können und dass sich Codecs leicht nachrüsten lassen.

Die meisten der kleinen Rechner verfügen sogar über eine VESA-Halterung und können so auf der Rückseite eines TV-Geräts montiert werden. Der höhere Preis rechtfertigt sich allerdings nur, wenn man den Mini-PC im Wohnzimmer auch tatsächlich als PC nutzt. Für Casual-Games ist eine integrierte Intel-GPU auf jeden Fall mehr als nur schnell genug.

Intel-GPU offen

© GigaByte

Beim Gigabyte Brix Gaming sitzen zwei Platinen übereinander: Die auf dem Bild untere ist die Grafikkarte mit Geforce GTX 870M, die obere das eigentliche Mainboard mit Intel-CPU.

Der wichtigste Einsatzbereich ist aber das Home-Office. Wenn man keinen mobilen Rechner benötigt, dann kommen die Minis ins Spiel. Sie sind ebenso kompakt und sparsam wie ein Notebook, durch den größeren Monitor, eine "ausgewachsene" Tastatur und eine Maus aber ergonomischer. Gegenüber All-in-one-PCs haben die technisch ähnlichen Mini-PCs den Vorteil des frei wählbaren Monitors, wenn nicht sowieso schon einer vorhanden ist.

Bei Geräten mit Core-Prozessoren ist auch für alle Anwendungen typischer Heimanwender genügend Leistung vorhanden. Zudem sind viele der Minis bereits mit SSD bestückt und damit flotter als viele "ausgewachsene" Desktop-PCs im unteren Preisbereich. Günstiger sind die Minis aber nicht, zumindest nicht die mit stärkeren CPUs.

Einer der kleinsten Mini-PCs mit Core-Prozessor für Heimanwender ist der MSI Cubi. Sein Gehäuse hat bei Abmessungen von 115 x 112 x 32,6 Millimetern ein Volumen von gerade einmal 0,45 Litern. Beim Prozessor hat man die Wahl zwischen den Intel-Broadwell-CPUs Celeron 3205U, Pentium 3805U oder Core i3-5005U. Als Massenspeicher dient bei allen Modellen eine mSATA-SSD mit 128 GB Kapazität.

Zum Lieferumfang des Mini-PCs gehört noch ein Erweiterungsmodul mit Platz für eine 2,5-Zoll-HDD oder SSD. Dieses wird statt der flachen Bodenplatte des Cubi montiert und macht den PC dann einen Zentimeter höher. Der winzige Cubi wird laut MSI ohne Betriebssystem zwischen 319 und 469 Euro kosten.

MSI Cubi

© MSI

Der HP Pavilion Mini mit einem Einstandspreis von 379 Euro für die Pentium-3558U-Variante ist noch mit CPUs der Haswell-Generation ausgestattet, kommt dafür aber mit vorinstalliertem Windows. In dem ovalen Gehäuse steckt hier als Massenspeicher noch eine herkömmliche HDD mit 500 GByte oder 1 TByte Kapazität. Er ist daher interessant für Anwender, die gleich etwas mehr Speicherplatz benötigen.

Der Speicherriese unter den Mini-PCs kommt von Acer: Der Revo One bietet auf 106,5 x 106,5 x 155 Millimetern Platz für drei 2,5-Zoll-Laufwerke. Das 859-Euro-Spitzenmodell mit Intel Core i5-5200U ist mit einer 128-GByte-SSD als Systemlaufwerk und zwei zusätzlichen 2-Terabyte-HDDs für Daten ausgestattet.

Das Einstiegsmodell mit einer 500-GByte-HDD und Intel Celeron 2957U bekommt man bereits für 269 Euro. Der Rechner im Micro-Tower-Format kann ohne Werkzeug mit zwei zusätzlichen 2,5-Zoll-Laufwerken nachgerüstet werden.

Zotac Pico

© Zotac

Gigabyte und Zotac haben jeweils Dutzende verschiedener Mini-PCs aller Größen- und Leistungsklassen im Angebot. Der Unterschied: Zotac bietet Komplettrechner an, Gigabyte nur Barebones ohne RAM und Massenspeicher.

Lesetipp: Mini-Gaming-PC selber bauen

Der wohl kleinste Mini-PC oberhalb der HDMI-Stick-Klasse ist der ZBox Pico von Zotac. Der Intel-Atom-Rechner ist etwa so groß wie zwei übereinandergelegte Smartphones, verfügt aber trotzdem über einen LAN-Port und drei USB-2.0-Buchsen. Er ist mit Windows 8.1 ab etwa 250 Euro erhältlich.

Eines der herausstechenden Geräte im Gigabyte-Programm ist der Brix Pro mit Intel Core i7-4770R. In dem Quadcore-Haswell-Prozessor steckt mit der Iris Pro 5200 die derzeit schnellste integrierte Grafik von Intel. Sie liegt auf dem Niveau einer diskreten GPU der unteren Mittelklasse.

Gigabyte ist auch einer der wenigen Anbieter von Mini-PCs für AMD-Freunde: Es gibt zwei Brix-Modelle mit einem AMD A8-5557M aus der Richland-Generation.

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