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Business-PCs in Kleinformat

  1. Mini-PCs für Wohnzimmer, Gaming und Büro
  2. Business-PCs in Kleinformat

 

Business-PCs im Kleinformat

Das Büro ist der ideale Lebensraum für PCs im Mini-Format: Aufrüstbarkeit spielt beim Gros der Bürorechner ebensowenig eine Rolle wie eine schnelle Grafikkarte. Wichtiger sind dagegen typische Mini-PC-Qualitäten wie eine geringe Leistungsaufnahme und ein leiser Betrieb. Daher bieten praktisch alle großen und mittleren PC-Hersteller Bürorechner mit kleinem oder ultrakompaktem Formfaktor an.

Die Geräte für größere Unternehmen sind in der Regel mit Intel-Core-Prozessoren bestückt, die vPro und damit Intels Active Management Technik (AMT) unterstützen. Mit ihr sind umfangreiche Fernwartungsoperationen möglich, auch wenn das Betriebssystem nicht startet.

Fujitsu Esprimo Q920

© Fujitsu

Beim Fujitsu Esprimo Q920 ist das Netzteil im Gehäuse integriert. Es ist mit auf das Mainboard gelötet und kann so direkt geregelt werden.

Ein interessantes Beispiel für diese Business-PC-Kategorie ist der Fujitsu Esprimo Q920 mit zwei Litern Gehäusevolumen. Er bietet einen Low-Power-Betriebsmodus mit weniger als fünf Watt Leistungsaufnahme. Dabei bleibt der Rechner mit laufendem Windows aktiv im Netzwerk, schaltet aber alle überflüssigen Funktionen ab. So kann der Q920 beispielsweise Anrufe über Skype Business annehmen, was aus dem normalen S3-Energiesparmodus heraus nicht möglich ist.

Noch kleiner als der Fujitsu ist der Dell OptiPlex 3020 Micro mit etwas über einem Liter Gehäusevolumen und Pentium- oder Core-i3-CPU aus der Haswell-Generation. Er verfügt allerdings im Gegensatz zum Fujitsu über kein optisches Laufwerk, und auch die AMT-Unterstützung fehlt. Dafür bietet Dell optional vielfältige Befestigungslösungen bis hin zum Monitorarm mit integrierter Halterung für den OptiPlex 3020 Micro.

Mit einem Preis um die 500 Euro kostet er mit Core-i3-CPU nur die Hälfte des Fujitsu Q920. Der wartet dann allerdings mit einem deutlich schnelleren Core-i7-Prozessor auf.

Viele kleine und mittlere PC-Hersteller nutzen als Basis für Mini-Business-PCs die NUC-Plattform von Intel. Ein Beispiel dafür ist Wortmann mit dem Terra PC-Micro 5000 Silent Greenline. Der extrem kompakte Rechner mit SSD verfügt bereits über einen Core-i3 aus der Broadwell-Familie. Der 640-Euro-Mini mit nur 0,4 Litern Gehäuse volumen ist mit vorinstalliertem Windows 8.1 oder 7 Pro für den Firmeneinsatz bestimmt. Intels AMT unterstützt er mangels vPro-Prozessor allerdings nicht.

Kleine Rechner für große Spieler

Die meisten Mini-PCs verfügen nur über eine im Prozessor integrierte Grafikeinheit. Die unterstützt zwar mittlerweile DirectX 11, reicht aber trotzdem nur für ältere Spiele oder Casual-Games aus; diese können immerhin flüssig gespielt werden. Es gibt andererseits inzwischen Mini-PCs mit separaten Grafikchips, die durchaus genügend Leistung für 3D-Games in Full-HD-Auflösung liefern. Beispiele sind der Alienware Alpha (Test) mit Geforce GTX 860M, der Asus ROG GR8, mit Geforce GTX 750TI oder Gigabyte Brix Gaming mit einer Geforce GTX 870M, die allerdings bei Gigabyte als GTX 760 bezeichnet wird.

Bei der 3D-Leistung können die Mini-Gaming-PCs mit "ausgewachsenen" Spielerechnern nicht mithalten. Denn weder starke Desktop-CPUs mit entsprechend großen Kühlern noch die riesigen Grafikkarten der Oberklasse finden in den kompakten Gehäusen der Mini-PCs Platz. Aber die kleinen Rechner für Spieler wollen auch eher eine Alternative zur Spielekonsole im Wohnzimmer oder zum Gaming-Notebook für die LAN-Party sein.

Viele der kleinen Rechner werden in Zukunft nicht nur als Windows-PC, sondern als Steam Machine angeboten. Auf ihnen läuft ein vom Steam-Betreiber Valve entwickeltes SteamOS auf Linux-Basis, das komplett über den Game-Controller gesteuert wird und Spiele von Windows-PCs streamen kann. Neben dem Alienware Alpha und dem Asus ROG GR8 wird es auch von Zotac und von Gigabyte Steam-Machines geben. Gigabyte nutzt allerdings den Brix Pro als Basis. Der Brix Gaming mit stärkerer Nvidia-Grafikkarte ist für das Wohnzimmer zu laut.

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