Klein und schwarz

LG HLX56S

Breitbild-Player

Der HLX56S von LG bietet ein komplettes Heimkino auf einem Meter Breite. Ob er damit auch die optimale Raumtiefe im Kinoklang erreicht, zeigt unser Test.

Seinen idealen Platz findet der Soundbar LG HLX 56S auf dem TV-Rack vor dem Flachbild-Fernseher. Allerdings muss man dort ein wenig Platz freihalten: In der Mitte, wo Bluray-Laufwerk, Display und Bedienelemente nach Raum verlangen, misst die All-in-One-Anlage fast 20 Zentimeter Tiefe. Doch in diesem Raum spielt sich auch allerhand ab.

Neben dem Blu-ray-Player, dem Virtual-Surround-Decoder und weiteren Elektronik-Komponenten befinden sich an der Rückseite auch diverse Anschlussbuchsen. Außer dem HDMI-Ausgang zum TV-Gerät inklusive Audio Return Channel besitzt der HLX56S auch zwei Eingangsbuchsen für HD-Zuspieler. So lassen sich etwa ein HDTVReceiver und eine Spielkonsole digital anbinden, über den Soundriegel verstärken und mit dem TV verbinden.

Wie die 2.1-Anlage von Philips kennt sich der LG-Soundbar ebenfalls mit weiteren Funktionen aus: DLNA-Netzwerk-Streamung, Internet Apps, Web-Radio und ein mitgeliefertes iPod-Dock sind nur ein Teil des Angebots.

Auch von Discs oder USB-Speichermedien gibt die Anlage alle üblichen Audio- und Videoformate sowie Digitalfotos wieder. Das Ganze funktionierte im Test stets flott und sicher: Der HLX56S startet binnen acht Sekunden und liest die meisten Discs ähnlich schnell ein.

Auch die Steuerung ist gelungen. Die konventionelle Fernbedienung gewinnt zwar keinen Designpreis, sie ordnet aber alle Tasten und Funktionsblöcke sinnvoll an, und ihre Beschriftungen sind gut lesbar.

Satter Raumklang

Bevor Player, Anlage, Soundbar und Subwoofer so richtig loslegen konnten, mussten die Tester Zentrale und Subwoofer per Funk zusammenbringen. Beide kommunizieren nämlich wie der Boston-Soundbar drahtlos.

Testurteil:

LG HLX56S

€ 900; www.lg.de

+ schneller und guter Blu-ray-Player+ gute Klang-Balance in normalen Pegeln- Aussetzer des Funk-Subwoofers- leichte De-Interlacer-Fehler mit DVDs

Gesamtwertung: sehr gut 79 %

Preis/Leistung: gut

Die Verbindung baute sich im Test aber nicht immer automatisch auf. Erst über das Setup-Menü und einen speziellen Verbindungs-Taster am Subwoofer klappte der Bass-Dialog.

Das Ensemble überraschte mit seidig-feinen Höhen, die der Vorstellung von Philips kaum nachstanden. LG punktet obendrein mit einem üppigeren Grundton-Fundament und vermittelt ein geordnetes Raumgefühl im Stereobetrieb.

Erst im Virtual-Surround-Modus und bei höheren Lautstärken löste sich die Raumordnung etwas auf, während sich der Subwoofer etwas breit in den Vordergrund spielte. Bei moderaten Pegeln und in mittelgroßen Räumen fühlte sich der HLX 56S hörbar wohl.

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