Notebooks vs. Convertibles

Lenovo Yoga 3 Pro, Asus Zenbook UX305 & Co. im Test

Wir haben Notebooks gegen Convertibles im Test. Mit dabei: Lenovo Yoga 3 Pro, Asus Zenbook UX305, HP Spectre 13 x360 und Acer Aspire R13.

Notebooks vs. Convertibles

© Hersteller / PC-Magazin

Wir haben Geräte beider Gattungen auf den Test-Parcours geschickt.

Flach, schick, schnell und eine lange Akkulaufzeit: Das sind die Attribute, die ein Ultrabook ausmachen. Neben dem klassischen Ultrabook in Clamshell-Bauweise gibt es auch immer mehr Ultabook-Convertibles. Diese Geräte lassen sich durch ein klapp- oder drehbares Display in Tablets verwandeln. Die zusätzliche Funktionalität lassen sich die Hersteller aber auch extra bezahlen. Wir lassen in unserem Vergleichstest von 13,3-Zöllern das Asus Zenbook UX305 als Vertreter des klassischen Ultrabook-Designs gegen die Convertibles Acer Aspire R13, HP Spectre 13 x360 und Lenovo Yoga 3 Pro antreten. Wir wollen auch klären, ob sich der Mehrpreis für die Verwandlungskünstler lohnt.

Mit Drehdisplay: Acer Aspire R13

Das erste Convertible-Ultrabook im Test-Parcours ist das Aspire R13 von Acer. Der Hersteller hat sich für den 13,3-Zöller eine neue Art der Display-Befestigung einfallen lassen: Das leuchtstarke Full-HD-Display mit IPS-Panel ist horizontal drehbar in einem U-förmigen Rahmen aufgehängt und lässt sich in beliebiger Position verwenden. Im Gegensatz zu den Convertibles mit 360-Grad-Scharnier von Lenovo und HP liegt das Keyboard im Tablet-Modus hinter dem Display geschützt. Dafür ist die Konstruktion vergleichsweise sperrig und das Aspire R13 für einen 13,3-Zöller recht breit. Mit einem Gewicht von 1,5 kg ist es relativ schwer und als Tablet gerade noch tragbar. Mit dem Acer Active Pen gehört ein Stift zum Lieferumfang. Er erfordert allerdings einen starken Druck und ist nicht präzise.

Acer Aspire R13

© Acer

Ein Vorteil von Convertibles wie dem Acer Aspire R 13 ist der Stand-Modus für Zug oder Flugzeug.

Unser 1.000-Euro-Testgerät nutzt einen Prozessor der Haswell-Generation. Der Intel Core-i5-4210U kann auf 8 GByte RAM zugreifen und sorgt mit einer schnellen 256-GByte-SSD für eine gute Systemleistung und eine für ein Ultrabook passable 3D-Performance: Wir messen 4.830 Punkte im PCMark 7 und im 3DMark Cloud Gate 4.548 Zähler. Die Akkulaufzeit unter Last ist mit 3:54 Stunden noch gut, sie reicht bei normaler Nutzung für einen Arbeitstag aus. Der WLAN-Adapter unterstützt den schnellen AC-Standard, die Qualität von Gehäuse, Keyboard und Touchpad ist gut. Von den drei USB-Ports unterstützen nur zwei den schnellen 3.0-Standard.

Lautloses Leichtgewicht: Asus Zenbook UX305

Der Verzicht auf Klappdisplay und Touchscreen macht das Asus Zenbook UX305 zum flachsten Gerät im Testfeld. Es ist nur 1,2 Zentimeter dick. Allerdings ist das Convertible Yoga 3 Pro von Lenovo nur einen Hauch dicker und mit 1,2 kg ebenso leicht. Da der Core-M-Prozessor im Asus seine Abwärme ohne Lüfter über das stabile Aluminiumgehäuse des Zenbooks abgibt und als Massenspeicher eine SSD dient, arbeitet das UX305 lautlos. Der Intel Core M-5Y10 arbeitet mit einem Basistakt von nur 800 MHz, kann sich aber im Turbo-Modus auf bis zu zwei GHz aufschwingen. Bei System- und 3D-Leistung liegt das Asus hinter dem allerdings 300 Gramm schwereren Acer mit Haswell-CPU.

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Das Zenbook liefert aber immer noch eine gute Systemperformance und eine passable 3D-Leistung. Die im Vergleich zur Haswell-Grafik eigentlich schnellere HD-5300-GPU im Core M wird durch den langsameren CPU-Teil gebremst.

Asus Zenbook UX305

© Asus

Superflach und superleicht: Das passiv gekühlte Asus Zenbook UX305 ist nur 1,2 Zentimeter dick und 1.200 Gramm leicht. Trotzdem sind Gehäuse und Displaydeckel sehr steif und stabil.

Ungewöhnlich für ein 1.000-Euro-Ultrabook ist die Auflösung des matten IPS-Panels ohne Touchfunktion: Sie liegt bei 3.200 x 1.800 Pixeln. Das Lenovo Yoga 3 Pro mit derselben Auflösung kostet 400 Euro mehr. Trotz des hochauflösenden Displays setzt sich das Asus bei der Akkulaufzeit mit 5,5 Stunden an die Spitze des Testfelds. Das knackige Keyboard vermittelt trotz kurzen Tastenhubs ein gutes Schreibgefühl, ist aber im Gegensatz zu den anderen drei Geräten im Testfeld nicht beleuchtet. Das große Touchpad erkennt zuverlässig Gesten und ist auch präzise, die integrierten Maustasten sind etwas laut.

Für die drahtlose Kommunikation ist ein schnelles WLAN-AC-Modul von Intel eingebaut. Zum Lieferumfang gehört ein GBit-LAN-Adapter, der an einem der drei USB-3.0-Ports angeschlossen wird.

Silberling mit Boardwell-Core-i7: Hewlett-Packard Spectre 13 x360

Der Spectre 13 x360 ist das jüngste Kind aus HPs x360-Familie. Der Covertible mit im Yoga-Stil um 360 Grad umklappbarem Display ist bereits mit Core-Prozessoren der Broadwell-Generation bestückt. Bei unserem Testgerät, dem Spitzenmodell der Serie, kommt ein Core i7-5500U zum Einsatz. Er sorgt für die beste System- und 3D-Leistung im Testfeld. Beim PCMark 7 setzt sich das mit einer 256-GByte-SATA-SSD ausgestattete Envy mit 5.256 Punkten ebenso klar an die Spitze wie im 3DMark mit 5.485 Zählern. Für grafisch aufwendige Spiele reicht aber die HD-5500-GPU mit ihren 24 Ausführungseinheiten nicht aus. Bei der Akkulaufzeit belegt das HP-Convertible mit fast 4,5 Stunden unter Last den zweiten Platz.

Hewlett-Packard Spectre 13x360

© HP

Mit seinen 360-Grad-Scharnieren verwandelt sich das HP-Gerät in ein 1,5 kg schweres Tablet.

Der 13,7 Millimeter flache 13,3-Zöller ist mit 1,5 kg relativ schwer. Dafür ist wohl das aus dem Vollen gefräste und sehr stabile Aluminiumgehäuse verantwortlich. Einen soliden Eindruck hinterlassen auch die beiden straffen Display-Scharniere, die laut HP jeweils drei Schraubenradkränze enthalten. Aus Metall sind auch die beleuchteten Kappen der sehr guten Tastatur, das Touchpad ist außerordentlich groß dimensioniert. Alle drei USB-Ports bieten USB 3.0, der WLAN-Adapter den AC-Standard. Die Auflösung des Displays ist zwar mit 2.560 x 1.440 Pixeln niedriger als beim Asus, die Bildqualität ist aber ebenfalls sehr gut.

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Beim Tablet-Betrieb stört neben dem Gewicht die Keilform des Gehäuses, speziell das leichte Lenovo Yoga 3 Pro liegt hier besser in der Hand.

Superschlank und gelenkig: Lenovo Yoga 3 Pro

Lenovo hat 2012 mit dem ersten Yoga das 360-Grad-Convertible erfunden. Beim Yoga 3 Pro wurde das Prinzip noch verfeinert: Das raffinierte 360-Grad-Scharnier für die Verbindung von Basiseinheit und Touchscreen erinnert an das Gliederband einer Armbanduhr. Es ist extrem kompakt, wirkt beim Test aber trotzdem solide. Die Basiseinheit des 1,2 kg leichten Convertibles ist nur ein wenig höher als die drei USB-Ports, von denen einer gleichzeitig auch als Anschluss für das Netzteil dient. Das IPS-Panel liefert eine enorme Auflösung von 3.200 x 1.800 Pixeln, ist aber wenig leuchtstark. Die SSD fasst beim 1.400-Euro-Yoga sogar 512 GByte. Das Keyboard bietet für ein so schlankes Gerät erfreulich viel Hub.

Lenovo Yoga 3 Pro

© Lenovo

In dem flachen Gehäuse arbeitet als Prozessor ein Intel Core M-5Y70. Obwohl er nominell stärker ist als der kleinere Core M-5Y10 im Asus, schneidet das Yoga in den meisten Benchmarks schlechter ab. Lenovo fährt die CPU wohl mit sehr konservativen Leistungsvorgaben. Bei der Akkulaufzeit ist das Yoga 3 Pro das Schlusslicht. Mit seinem recht klein dimensioniertem Akku und dem QHD+-Display hält es unter Last nur 3,5 Stunden durch. Bei normaler Nutzung sind aber 6 Stunden realistisch.

Fazit

Testsieger ist das HP Spectre 13 x360. Es überzeugt durch eine sehr gute Performance, eine exzellente Verarbeitung und durch die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten als Convertible.Es kann nicht nur als Tablet dienen, sondern mit Stand- und Tent-Modus auch als Videoplayer, für Präsentationen oder für Casual-Games mit Touch-Bedienung genutzt werden.

Auf Rang zwei noch vor den anderen Convertibles rangiert das Zenbook UX305 von Asus. Wer auf Touch- und Tablet-Modus keinen Wert legt, der ist mit dem leichten Ultrabook bestens bedient. Gemessen an Ausstattung und Verarbeitung ist das Asus zudem sehr günstig.

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