Klassen-Kampf - 5 Kugelköpfe in 2 Preisklassen

Was müssen Sie für einen guten Kugelkopf ausgeben: 100 bis 150 oder 300 bis 450 Euro? Unser Test vergleicht Vertreter der Einsteiger- mit Köpfen der Top-Klasse.

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© Archiv

In der Einsteigerklasse tritt Gitzo mit einem einfachen Kugelkopf mit nur einer Arretierungsschraube gegen Manfrottos Pistolengriff an. Markins klassischer Kugelkopf mit gleich vier Stellrädern konkurriert mit dem sehr ähnlichen, aber deutlich teureren Arcaswiss Monoball Z1. Der National Geographic NGEH1 ist wiederum preislich vergleichbar mit dem Arcaswiss, beansprucht aber für sich mehr "Outdoor-Fähigkeiten". Die Frage, die sich bei diesem Testfeld stellt: Können es die günstigeren Köpfe in Sachen Bedienung, Ausstattung und Konstruktion mit den Topköpfen aufnehmen?

Im ColorFoto-Messlabor durchlaufen alle Köpfe einen Schwingungstest. Er simuliert den Spiegelschlag und Verschluss der Kamera: Kann der Kopf die Kamera ruhig halten und somit für scharfe Bilder sorgen? Ebenfalls gemessen wird die Feststellabweichung, die beim Arretieren des Kopfes zu einer Verschiebung des gewünschten Bildausschnitts führen kann. Sie fließt in die Bediennote ein und gibt so zusammen mit der Bedienpraxis klare Auskunft über Bedienkomfort und Handhabung.

Fazit: Testsieger ist der Markins Q3 Emilie für 285 Euro knapp vor dem etwa 150 Euro teureren Arca Swiss Z1 doublePan für 430 Euro. Der Markins ist damit die Empfehlung für fast alle Ansprüche. Der Arca Swiss überzeugt dagegen mit der cleveren und sehr praktischen zweiten Panoramaachse und der besten Ausstattung - Kauftipp. Wer weniger Geld ausgeben will und bei Friktion und Bedienkomfort Abstriche machen kann, greift zum günstigsten im Test: Der Gitzo 1177M für 110 Euro nimmt es im Labor in Sachen Schwingungstest sogar mit den Testsiegern auf - Kauftipp Preis/Leistung.

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