Clevere Schalter

Intelligenz in der Wand

Das Radio oder die clevere Schaltzentrale, perfekt integriert im Wohnraum. Neue smarte Produkte sind nicht größer als eine Steckdose und lassen sich dadurch unauffällig in der Mauer einbauen. Wir stellen die spannendsten Lösungen vor.

Intelligente Schalter

© Hersteller

Intelligente Schalter

Dass Steckdose heute nicht mehr gleich Steckdose sein muss, war schon ein Thema der letzten CONNECTED HOME (Ausgabe  03/2014): Ab Seite 50 präsentierten wir Ihnen die erhältlichen Spezialsteckdosen. Doch HDMI- und USB-Steckdosen sind längst nicht alles, was die Hersteller heute im Programm haben:

Geräte und intelligente Schalter in Steckdosengröße sind weitere Komponenten, die das Leben im modernen Haus leichter und schöner machen. Dank ihrer passenden Form und Größe sowie Kompatibilität zu Technikstandards wie KNX können sie ganz leicht an jeder Stelle, wo es schon Steckdosen gibt, eingebaut oder nachgerüstet werden.

Wir geben einen Überblick der Möglichkeiten. Die Funktion der Geräte fängt simpel an, etwa mit kleinen LED-Lichtern unter jeder Steckdose, die aber eine umso größere Wirkung zeigen. Die kleinen Lichtkegel lotsen die Bewohner sicher durch ihre Räume und verhindern Unfälle. Die LED-Schuko-Steckdose von Jung unterstützt damit barrierefreies Wohnen und wurde dafür sogar offiziell ausgezeichnet.

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Intelligente Schalter
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Schalter, Steuerungseinheiten und Co.

Vom Multitouch-Schalter übers Audiosystem bis zur intelligenten Lichtsteuerung, viele smarte Produkte lassen sich heutzutage vorteilhaft in der Wand…

Manche Multimedia-Geräte nehmen zu viel Platz ein und verursachen Kabelsalat wie etwa Soundsysteme oder Radios. Warum also nicht nur den Anschluss dafür in der Wand einbauen, sondern gleich das ganze Gerät? Hersteller wie Berker, Jung, Gira oder Busch-Jaeger haben Unterputz-Radios in Steckdosengröße im Programm, die elegant in der Wand aufgeräumt bleiben und sich bequem per Touchscreen steuern lassen.

Der Klang kommt aus Lautsprechern in Steckdosengröße oder von der Decke. Unterputzradios sind in allen Zimmern, in denen die Stellfläche knapp ist, äußerst praktisch: zum Beispiel im Badezimmer. Wer morgens im Bad von seinem Lieblingsradiosender empfangen werden möchte, kann mit einer Nebenstelle das Radio parallel zum Licht einschalten.

In der Küche muss sich das Radio seinen Platz auf der Arbeitsplatte zwischen Kaffeemaschine, Toaster und Eierkocher nicht erkämpfen. Und wird es im Schlafzimmer installiert, kann es den Radiowecker ersetzen. Die Radios gibt es von Berker passend zu fünf Flächenprogrammen, die sich an das Rahmendesign anpassen.

Radiomodul und Lautsprecher können in einzelnen Montagedosen installiert werden: So müssen die Module nicht zusammen im gleichen Mehrfachrahmen sitzen. Das Radiomodul lässt sich an einer zentralen Stelle und mit bis zu zwei Lautsprechern links und rechts in einem Abstand von einigen Metern platzieren.

Universal-Zentralen auf kleinstem Raum

Ein Radio in der Wand ist nur der Anfang. Der auf Heim-Automation spezialisierte Hersteller RTI (www.rticorp.com) rüstet sich etwa dafür, das steigende Technologie-Aufkommen im Heim mit fest installierten Systemen wieder steuerbar zu machen - etwa in Bereichen wie Audio/Video, Heimkino, Klima, Sicherheit und Beleuchtung.

In puncto Audio gibt es vom Hersteller zum Beispiel ein Steuermodul für die Musik im ganzen Haus, das mit OLED-Display und Tasten ausgerüstet und per Ethernet fest mit dem Heimnetz verdrahtet ist. Es gibt zwar zuverlässige drahtlose Multiroom-Systeme, wie sie zum Beispiel Sonos anbietet. Doch wer Steuerung und Geräte möglichst in der Wand verschwinden lassen möchte, kann sich bei Herstellern wie RTI nach maßgeschneiderten Lösungen fürs ganze Haus umsehen.

Noch einen Schritt weiter gehen KNX-Raum-Controller: praktisch die programmierbare Universalfernbedienung unter den Schaltern. Sie sind kompatibel zum Hersteller übergreifenden KNX-Standard für die Haussteuerung, der es ermöglicht, Schalter mit eigenen Funktionen zum Ein- und Ausschalten, Dimmen, für die Jalousiesteuerung, Heizung und viele weitere Aufgaben zu programmieren.

Frei konfigurierbar

Viele Hersteller bieten zu ihren KNX-Schaltern auch Software für das Programmieren von Szenen an, mit denen mehrere Funktionen auf einmal gesteuert werden können. So lassen sich in den Schaltern etwa Lichtszenen speichern und abrufen. Per Tastendruck werden mehrere Leuchten geschaltet oder gedimmt oder Jalousien hoch- und heruntergefahren.

Bei den Systemen von Gira und Jung lassen sich die Tasten frei mit Funktionen belegen und danach beschriften, was die Orientierung und Bedienung der Taster vereinfacht. Unter www.beschriftung.gira.de kann der Nutzer in wenigen Schritten für die jeweiligen Gira-Tastsensoren eine Beschriftung gestalten.

Je nach Wunsch lässt sich der Text selbst ausdrucken oder als fertiges Kunststoffschild und als Metallwippe bestellen. Unser Tipp: Bei Gira verfügen nicht alle Steuergeräte über die gleiche Anzahl von Tasten. Hier gilt: Wer viele Funktionen oder Szenen benötigt, sollte auch zu dem Modell mit den meisten Tasten greifen. Dadurch bleibt man später bei der Programmierung flexibel.

Nicht nur Hightech-Bauteile wie OLED-Displays halten Einzug in die Welt der Schalter, auch Bedienkonzepte, wie man sie von Smartphones oder Tablets kennt, inspirieren die Hersteller. Der vielfache Designpreis-Gewinner Basalte (www.basalte.be) hat zum Beispiel schon Multitouch-Produkte im Programm.

Obwohl sie auf den ersten Blick wie gewöhnliche Lichtschalter aussehen, reagieren sie anders - je nachdem, welche Bereiche der Nutzer nacheinander berührt. So kann ein KNX-Schalter viele Funktionen auslösen und kommt dabei mit wenig Fläche, Tasten und ohne Display aus. Die Basalte-Schalter nutzen nur verschiedenfarbige LEDs, um Rückmeldung für die gewählte Funktion zu geben.

Fazit

Die Hersteller von Gebäudesystemtechnik bieten eine immense Auswahl an Produkten, die Multimedia elegant in die Wand integrieren oder Funktionen im Haus fernsteuern - ohne dass extra Kabel, Geräte oder Fernbedienungen nötig sind. Sich damit zu beschäftigen lohnt sich, denn die Wandgeräte können den Komfort und die Optik und damit den Wohlfühlfaktor in den vier Wänden deutlich steigern.

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