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Für unter 60 Euro

HyperX Cloud Stinger vs. Lioncast LX50: Gaming-Headsets im Test

Wer hat das bessere Gaming-Headset unter 60 Euro? In unserem Vergleichstest schauen wir uns das HyperX Cloud Stinger und das Lioncast LX50 an.

  1. HyperX Cloud Stinger vs. Lioncast LX50: Gaming-Headsets im Test
  2. HyperX Cloud Stinger vs. Lioncast LX50: Praxis
  3. HyperX Cloud Stinger vs. Lioncast LX50: Fazit
HyperX Cloud Stinger und Lioncast LX50 im Test

© WEKA / Hersteller

HyperX Cloud Stinger oder Lioncast LX50: Welches der beiden Gaming-Headset unter 60 Euro ist besser?

Die Gaming-Marke HyperX von Kingston kennt man vor allem von Speicherprodukten. Der Hersteller bietet aber auch sehr erfolgreich Headsets wie das HyperX Cloud Stinger an. Den deutschen Anbieter Lioncast dürften dagegen nur wenige auf dem Schirm haben. Mit ihrem LX50 haben die Berliner jedoch ein interessantes Headset im Portfolio. Beide Geräte kosten derzeit weniger als 60 Euro. Wir lassen sie im Test gegeneinander antreten.

Runde 1: Technik und Ausstattung

Beide Stereo-Headsets besitzen Neodym-Treiber der 50 mm-Klasse - bei Lioncast sind es sogar 53 mm. Das ist bemerkenswert, denn in dieser Preisklasse trifft man oft nur auf Lautsprecher mit 40 mm Durchmesser.

HyperX Cloud Stinger:  Die Ausstattung des Cloud Stinger beschränkt sich auf das Nötigste. Der Lautstärkeregler ist in die rechte Hörmuschel integriert, der hochklappbare Mikrofonarm ist dagegen an der linken Muschel untergebracht. Das Kabel mit 4poligem Klinkenstecker misst 1,30 Meter. Das reicht für die Verwendung am Notebook. Für den Desktop-Rechner liegt eine Verlängerung über 1,7 Meter bei. Diese mündet in zwei 3-polige Stecker für einen getrennten Mikrofon- und Kopfhöreranschluss, etwa an der Soundkarte.

Lioncast LX50: Bei der Kabellänge bietet das LX50 mit 1,4 m und 2,0 m Verlängerung ein paar Zentimeter mehr. Vorteilhaft ist, dass das Kabel nur gesteckt ist. Bei einem Kabelbruch muss man das Headset nicht gleich entsorgen, sondern stöpselt einfach eine neue Strippe an. Da auch das Mikrofon abnehmbar ist, lässt sich das LX50 schnell in einen Kopfhörer für unterwegs verwandeln. Alternativ zu den vorinstallierten Kunstlederpolstern liegen Earpads aus Velours bei. Der Lautstärkeregler und der Mikrostummschalter sind in eine Fernbedienung an der Strippe ausgelagert.

Zwischenfazit Ausstattung: Die erste Runde geht an das Lioncast LX50. Dank seines modularen Aufbaus bietet es mehr Nutzungsmöglichkeiten.

Lioncast LX50 mit Kabelfernbedienung

© Lioncast

Lioncast LX50: Die Kabellänge beträgt 1,4 m plus 2,0 m Verlängerung. Ins Kabel ist eine Fernbedienung integriert.

Runde 2: Klangwiedergabe und Hörtest

Der Klang dürfte für die meisten Anwender der wichtigsten Punkt sein. Beide Kopfhörer bieten übrigens keinen Surround-Sound, stattdessen gibt es „nur“ Stereoklang auf die Ohren.

HyperX Cloud Stinger: Bei vielen Gaming-Headsets sind Bass und Höhen überbetont, zu Lasten der mittleren Frequenzbereiche. Das vermittelt bei Explosionen in Spielen oder Actionfilmen ein ordentliches Rumpeln - verfälscht aber das Klangbild - der so genannte „Badewanneneffekt“. Beim Cloud Stinger ist das nicht viel anders. Der Effekt ist vorhanden, aber vergleichsweise moderat. Spektakuläre Spielszenen bekommen dadurch eine akustisch angemessene Untermalung. Was beim Gaming Spaß macht, stört beim Musikhören. Hier bereitet die Überbetonung von Bässen und Höhen wenig akustische Freude.

Lioncast LX50: Ganz anders ist das Klangempfinden beim LX50. Hier sind weder Bässe noch Höhen überbetont - der Frequenzbereich wird flach wiedergegeben. Für ein Gaming-Headset ist das in der Tat ungewöhnlich. Wer statt viel Wumms eine natürliche Wiedergabe bevorzugt, weiß das zu schätzen. Davon profitiert man auch beim Musikhören, nur ältere Aufnahmen klingen manchmal sehr dünn. Hier sollte man mit einem Equalizer nachhelfen, etwa über die Soundkarte oder über eine App.

Zwischenfazit Klangwiedergabe: Unser Hörvergleich zeigt, dass beide Headsets sehr unterschiedlich abgestimmt sind. Eine neutrale Klangwiedergabe wie beim LX50 ist eigentlich höher zu bewerten, viele Gamer bevorzugen aber gerade eine Betonung von Bässen und Höhen wie beim Cloud Stinger. Wir werten diese Runde deshalb mit unentschieden – hier spielen die persönlichen Präferenzen eine entscheidende Rolle. 

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