Hardware-Test Smartphones

HTC Desire

HTC Desire

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© PC Magazin

Das HTC Desire

Äußerlich macht das HTC Desire einen sehr guten Eindruck. Der Deckel sitzt fest und die abgerundeten Kanten schmeicheln der Hand, das Anthrazit-braun gehaltene Gehäuse wirkt durchaus edel. Ob damit bereits Begehrlichkeiten geweckt werden, ist fraglich; kommt man aber zu den inneren Werten, so macht das Desire seinem Namen alle Ehre.

Das Desire beherbergt ein 3,7-Zoll-Display mit OLED-Technologie, das durch hohen Kontrast und satte Farben überzeugt. Der Touchscreen stellt 480x800 Bildpunkte dar, reagiert sehr schnell - auch dank des 1-GHertz-Prozessors - und lässt sich mit zwei Fingern bedienen, so wie das iPhone. Das ist vor allem praktisch, um Webseiten mal schnell größer oder kleiner zu zoomen.

Sehr gut gefällt der "Navigationskey", der an die Funktionsweise einer optischen Maus angelehnt wurde: Man streicht mit dem Finger über den Knopf und die Kamera tastet die Bewegungen ab. Ist ein Element ausgewählt, dann drückt man den Knopf nach unten. Das funktioniert besser als bei einem Trackball.

Das taiwanesische Smartphone wurde mit dem Android-2.1-Betriebssystem ausgerüstet. Zusätzlich hat HTC die Sense-Oberfläche aufgespielt, die dem Anwender insgesamt sieben Startbildschirme zur Verfügung stellt, die individuell gestaltet werden können. So kann man beispielsweise seine Kontakte, HTC-Widgets oder Software aus dem Market griffbereit ablegen. Um am App Store des Market teilnehmen zu können, ist freilich ein Google Account notwendig.

Wer das nicht möchte, muss auf die zahlreichen Helfer verzichten, aber nicht auf regen E-Mail-Austausch. IMAP- oder POP3-Konten kann das Desire verwalten. Der Abgleich mit Outlook funktioniert über das Datenkabel natürlich auch. Für Business-Kunden hat HTC auch eine Exchange-Anbindung bereitgestellt.

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© PC Magazin

Beim HTC Desire wurde die hauseigene Oberfläche "Sense" über das Android-Betriebssystem gestülpt. Sense stellt dem Anwender sieben Startbildschirme bereit, die er mit HTC-Widgets oder Programmen füllen kann.

Mit der vorinstallierten Anwendung "Friendstream" kann auf Facebook-, Twitter- und Flickr-Konten gemeinsam zugegriffen werden. Aktuelle Statusmeldungen werden übersichtlich im Widget dargestellt und mühseliges Einloggen erspart man sich auch.

512 MByte Speicher stehen dem Desire intern zur Seite, eine 4-GByte-MicroSD-Karte legt HTC mit ins Päckchen.

Größter Kritikpunkt am HTC Smartphone ist die relativ magere Laufzeit mit einer typischen Ausdauer von 4:08 Stunden. Die Gesprächszeit im D-Netz beträgt 6:45 und im UMTS-Betrieb 3:38 Stunden.

HTC ist mit dem Desire ein sehr guter Wurf gelungen. Die Hardware, insbesondere das Display, überzeugt und mit Android 2.1 hat man ein sehr flottes Betriebssystem installiert.

Testurteil:

HTC Desire

450 Euro; www.htc.com

Gesamtwertung: gut (84 %)

Preis/Leistung: befriedigend

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