Tinten-Multifunktionsgeräte

HP Officejet Pro 8500A Plus

HP Officejet Pro 8500A Plus

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© PC Magazin

Der HP Officejet 8500A

Der neue HP Officejet Pro 8500A Plus präsentiert sich in sehr schickem Klavierlack-Schwarz. Besondere Aufmerksamkeit erzielt er aber mit der Aussage, er würde 50 Prozent günstiger drucken als manche Laserdrucker. Was das konkret heißt, wird letztlich mit derart wagen Werbesprüchen nicht klar. Wir haben genau gemessen und einen Tintenpreis von 1,6 Cent für eine Textseite bei fünf Prozent Deckung ermittelt.

Demnach müsste es also Laserdrucker bzw. -multis geben, die 3,2 Cent pro Textseite an Tonerkosten verursachen. Geräte dieser Kostenklasse findet man überwiegend im Einstiegsbereich - gänzlich falsch ist die Aussage also nicht. Für ein A4-Foto mit Originaltinte und HP Advanced Photopaper zahlt man beim Einsatz der 940XL-Patronen knapp einen Euro; das Standardbild schlägt mit 39 Cent zu Buche. Ein sehr gutes Ergebnis.

Der 8500A Plus ist mit integrierter Duplexeinheit, doppelseitiger Scan-Einheit, WLAN und großer Papierkassette schon sehr üppig ausgestattet. Besonderes Augenmerk sollte man aber auf die "e-Print" Funktion werfen.

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Ein großes, berührungsempfindliches Display mit eindeutiger Symbolik macht die Bedienung des HP Officejet 8500A einfach.

Dem Drucker wird durch die Erstellung eines Kontos und entsprechende Registrierung bei HP eine E-Mail-Adresse zugewiesen. Dies versetzt den Drucker in die Lage, Druckaufträge zu verarbeiten, die man per E-Mail losschickt.

Und das kann von einem beliebigen PC oder auch Smartphone geschehen, solange es mit dem Internet verbunden ist. Und das gilt natürlich auch für das All-in-One-Gerät. Ein Anschluss an einen Access-Router kabellos oder -gebunden ist also Pflicht.

Eine weitere Interessante Neuerung sind die "Apps", die auf dem Multifunktionsgerät laufen. Web-Inhalte, beispielsweise eine Routenplanung oder die Wettervorhersage, können direkt am Gerät abgerufen und ausgedruckt werden. Im Testlabor hat diese Funktion leider noch nicht funktioniert, da eine Anmeldung am HP-Sicherheitsserver nicht möglich war. Die HP Cloud sollte aber mit Erscheinen dieser Ausgabe vollständig funktionieren.

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Gut versteckt: Randlose Ausdrucke sind nach HP wohl im Büro nicht so wichtig. Die Funktion ist im Treiber schwer zu finden.

Passend zu den Apps hat HP das Touchscreen-Display wohl nach Vorlage des alten iPhones gestaltet. Menüstruktur und Bedienung gefallen sehr gut. Die Installationsroutine wurde vorbildlich gelöst, und lässt nur eine Frage offen: Wo ist der nächste Kaffeeautomat? Gut eine halbe Stunde sollte man einplanen, bis der Officejet betriebsbereit ist.

Ansonsten wurde viel "Intelligenz" ins Gerät gesteckt, wie etwa automatische Kalibration. Auch sehr schön: Der 8500A Plus druckt beispielsweise keinen Standardbrief auf ein 10x15-Fotopapier. Die Read Iris Software, die HP für OCR Scans einsetzt, macht einen sehr guten Job. Unser Testbrief weist nur einen Fehler auf und ist ansonsten perfekt.

Die Druckgeschwindigkeit ist bei Office-Dokumenten im Schnitt ganz gut, beispielsweise braucht der HP im Labor für einen Monochrombrief rund 13 Sekunden. Bei den Fotoausdrucken nimmt er sich mehr Zeit und das kostet ein paar Wertungspünktchen.

Testurteil:

HP Officejet 8500A

320 Euro; www.hp.de

Gesamtwertung: sehr gut 86 %

Preis/Leistung: ausreichend

Für ausgefeilte Kopieraufgaben ist der HP hervorragend gerüstet. Er scannt beidseitig ein und druckt, dank Duplexeinheit, auch beidseitig aus. Bezüglich des Formats kann man wild kombinieren. Von beidseitig auf einseitig, von einseitig auf beidseitig, und zwei Seiten auf eine zu verkleinern ist auch kein Problem.

Der HP Officejet Pro 8500A gehört zu den Top-Büro-Produkten und wird sicherlich dem einen oder anderen Laser-Multi ordentlich Konkurrenz machen.

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