Acer Aspire, Asus Transformer und mehr

Günstige Notebooks im Vergleich

Klein, leicht, günstig und mit Touchscreen ausgestattet: Unsere vier Testgeräte sind die modernen Nachfolger der Netbooks, allerdings mit spürbar höherer Leistung und vor allem Display-Auflösung. Und mit Touch macht auf den kompakten Geräten auch Windows 8 richtig Spaß.

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Kompakt, günstig und mit Touchscreen ausgestattet: Die vier Mini-Notebooks von Acer, Asus, Medion und Packard Bell sind leichte Reisebegleiter die mit 10- oder 11,6-Zoll-Displays und einem Gewicht von maximal 1,35 Kilogramm auch problemlos in jede Tasche passen. Mit Preisen zwischen 300 und 400 Euro belasten sie auch den Geldbeutel nicht allzusehr. Im Gegensatz zu ähnlich teuren Android-Tablets kann man mit den kleinen Windows-Notebooks nicht nur für Touch optimierte Apps nutzen, sondern auch ganz normale Windows-Programme.

Die Testgeräte bieten dabei eine Rechen- und 3D-Leistung, die für gängige Software und kleinere Spiele vollkommen ausreicht.

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Acer Aspire V5-122P: der Große unter den Kleinen

Mit seinem 11,6-Zoll-Display ist das Acer Aspire V5-122P-61454G50nss das größte und schwerste unter den Testgeräten. Die Auflösung ist mit 1366 x 768 Bildpunkten allerdings nicht höher, als bei den 10-Zöllern. Das IPS-Panel sorgt für eine gute Bildqualität auch bei seitlichen Betrachtungswinkeln. Mit knapp 380 Euro ist das Aspire neben dem Asus das teuerste Gerät im Test.

Als Prozessor dient ein AMD A6-1450 mit vier Prozessorkernen und integrierter Radeon-HD-8250-GPU. Die vier Jaguar-Cores des Prozessors arbeiten nur mit einem GHz Taktfrequenz. Der AMD A6 kann auf vier GByte Arbeitsspeicher zugreifen, als Betriebssystem ist die 64-Bit-Version von Windows 8 vorinstalliert. Im PCMark 7 erreicht der V5-122P mit 1331 Punkten das zweitbeste Ergebnis im Testfeld, bei der 3D-Leistung liefert er mit 18007 Punkten im 3DMark Ice Storm sogar das beste Ergebnis im Test. Die Radeon-Grafik reicht für anspruchsvolle DX11-Spiele nicht aus, ältere 3D-Games und alle Spiele aus dem Windows Store laufen aber flüssig. Bei der Akkulaufzeit markiert der Aspire V5-122P mit vier Stunden und 48 Minuten das Schlusslicht im Test, sie ist aber auf jeden Fall lang genug für ein mobiles Arbeiten.

Als Massenspeicher dient eine 500-GByte-HDD, ein optisches Laufwerk ist hier, ebenso wie bei den anderen drei Testgeräten, nicht vorhanden. Verpackt sind die Komponenten in ein Kunststoffgehäuse, das optisch und haptisch an Aluminium erinnert. Die Scharniere des Displays sind angenehm straff und geben bei Touchbedienung nicht nach. Auch das Keyboard ist solide, der Tastenweg ist allerdings relativ kurz. Das Touchpad mit integrierten Tasten reagiert feinfühlig auf Gesten.

Asus Transformer T100: Verwandlungskünstler mit Bay-Trail-CPU

Der brandneue und 380 Euro teure Transformer Book T100 von Asus gehört zur Klasse der Detachables, er ist ein Windows-Tablet mit abnehmbarem Keyboard-Dock. Das Mainboard mit dem Atom-Z3740-Prozessor und der Akku sitzen also nicht unter dem Keyboard, sondern hinter dem IPS-Touchscreen mit 10,1-Zoll-Diagonale. Der Z3740 mit vier Kernen trägt bei Intel die Bezeichnung Bay Trail-T. Der Basistakt liegt bei 1,33 GHz und kann im Turbo-Modus auf bis zu 1,86 GHz kommen. Als integrierte Grafikeinheit kommt nun eine Intel-HD-GPU zum Einsatz.

Damit hat der neue Atom bei der Rechen- und der Grafikleistung ordentlich zugelegt, wie auch die Benchmarks des Transformer T100 belegen: Beim Cinebench R11.5 liegt der Asus mit 1,24 Punkten praktisch gleichauf mit dem Acer, in dem der AMD A6 für die Rechenleistung sorgt. Bei der 3D-Leistung muss er sich mit 16039 Punkten im 3D Mark Ice Storm dem Acer mit seiner Radeon-GPU zwar immer noch geschlagen geben, die Leistung reicht aber auch für anspruchsvolle Windows-8-Games wie das neue Asphalt 8 problemlos aus. Bei der Systemleistung ist der T100 trotz der geringen zwei GByte RAM mit 2345 Punkten der Spitzenreiter im Test. Glänzen kann der Asus bei der Akkulaufzeit, im Test hielt der Transformer T100 sehr gute 9,5 Stunden abseits der Steckdose durch. Mit Dock wiegt das T100 1100 Gramm, das Tablet allein ist 570 Gramm leicht.

Im Gegensatz zu den anderen drei Geräten im Test ist der Asus mit einer SSD als Massenspeicher ausgestattet. Wobei man bei nur 32 GByte Kapazität allerdings kaum von "Massen" sprechen kann: Windows 8.1 32-Bit und die vorinstallierte Software lassen gerade einmal 15 GByte an nutzbarer Kapazität übrig. Da die SSD über die eMMC-Schnittstelle angebunden ist, liegt die Transferrate mit 78 MByte/s nur auf dem Niveau einer herkömmlichen HDD. Der Speicherplatz lässt sich zwar per Micro-SD-Karte erweitern, besser bedient ist man aber mit der 64-GByte-Variante des T100 oder dem Modell, bei dem die 32-GByte-SSD mit einer 500-GByte-HDD im Tastatur-Dock kombiniert wird. Sie würden aber mit Preisen von 430 Euro unsere Preisgrenze sprengen.

Die Verarbeitung des T100 ist trotz des Kunststoffgehäuses gut, die Tasten im Keyboard-Dock sind zwar sehr klein, bieten dafür aber einen guten Anschlag. Die im Touchpad integrierten Maustasten sind dagegen sehr straff. Ungewohnt ist die seitlich am Tablet angeordnete Windows-Taste.

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Test und Technik

Das mit 11,6 Zoll etwas größere und auch schwerere Acer Aspire V5-122p gefällt durch sein IPS-Display und die flotte 3D-Leistung der Radeon-Grafik…

Medion Akoya E1317T: viele Schnittstellen für wenig Geld

Medion Akoya E1317T ist das größte und mit 1280 Gramm auch schwerste unter den 14 Geräten mit 10,1-Zoll-Display. Dafür bietet es eine breite Palette an Schnittstellen, zu denen neben einem VGA- und einem HDMI-Port auch eine Ethernet-Schnittstelle zählt. Mit 330 Euro ist das Akoya sehr günstig, dafür hat Medion aber auch an den Komponenten gespart: So kommt im Touchscreen nur ein TN-Panel zum Einsatz und als Prozessor ein AMD A4-1200 mit zwei Kernen und einer schwächeren Radeon-HD-8180-GPU. Mit 951 Punkten im PCMark 7 und 8364 Punkten im 3DMark belegt das Medion Akoya E1317T bei der System- und der 3D-Leistung jeweils den letzten Rang im Test. Die Akkulaufzeit reicht mit 5,5 Stunden für einen Arbeitstag gut aus.

Der Arbeitsspeicher ist mit vier GByte ordentlich dimensioniert und auch die Festplatte bietet mit 500 GByte genügend Platz. Die Tasten sind zwar etwas gedrängt, bieten aber einen angenehmen Anschlag und Tastenweg, das Touchpad ist etwas klein geraten. Der Touchscreen lässt sich um maximal 45 Grad nach hinten neigen, die Scharniere auf beiden Seiten des Akkus sind straff, sodass das Display bei Touchbedienung nicht nachgibt. Auch das Gehäuse macht einen robusten Eindruck. Zudem gehört ebenso wie beim Asus und beim Packard Bell ein Microsoft Office Home & Student mit zur Softwareausstattung.

Easynote ME: der Winzling unter den Mini-Notebooks

Mit Abmessungen von 257 x 184 x 32 Millimetern und einem Gewicht von 1015 Gramm ist das Easynote ENME69BMP der Winzling unter den Geräten im Test. Klein ist auch der Preis, man kann das Gerät bereits für knapp 300 Euro kaufen. Als Prozessor dient ein Intel Celeron N2805. Hinter dieser Bezeichung verbirgt sich ein Bay Trail-M von Intel. Im Gegensatz zum unter Atom-Flagge segelnden Bay Trail-T im Asus, verfügt der Celeron im Packard Bell aber nur über zwei Prozessorkerne mit 1,46 GHz Taktfrequenz und eine niedriger getaktete GPU. Zudem fehlt im Gegensatz zum Bay Trail-T die Quick-Sync-Video-Unterstützung für ein schnelles Video-Transcoding.

Im PCMark 7 messen wir mit 1127 Punkten auch nur etwa die halbe Systemleistung des Asus Transformer T100. Die 3D-Performance ist mit 11564 Zählern im 3DMark Cloud Gate ebenfalls ein gutes Stück niedriger, sie ist für kleinere 3D-Spiele aber trotzdem mehr als ausreichend. Mit fünf Stunden im Powermark ist die Akkulaufzeit ordentlich.Das Keyboard bietet zwar große Tasten, aber nur einen geringen Tastenhub und ein etwas schwammiges Schreibgefühl. Dem Touchpad fehlt bei Testgerät die Gestenunterstützung. Ein Manko ist, dass die beiden USB-Buchsen nur USB 2.0 unterstützen. Die HDD ist mit 320 GByte Kapazität ausreichend groß dimensioniert.

Fazit

Zwar bekommt man mit den Geräten von Medion oder Packard Bell bereits für 300 bzw. 330 Euro ein Mini-Notebook mit Touch, wenn möglich sollte man aber lieber etwas mehr Geld ausgeben und das Asus Transformer Book T100 oder das Aspire V5-122P erwerben. Mit dem Transformer T100 bekommt man nicht nur ein leistungsstarkes Mini-Notebook mit sehr langer Akkulaufzeit, sondern gleichzeitig ein vollwertiges Tablet. Der Schwachpunkt ist die nur 32 GByte große SSD. Das Acer Aspire V5-122P ist die richtige Wahl, wenn der Einsatz als Notebook im Vordergrund steht.

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