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Gigaset Elements Camera

Gigaset Elements Camera

© Gigaset

WLAN-Kamera Gigaset Elements Camera.

Pro

  • praktipreisgünstige Cloud-Aufnahme
  • Integration in Elements-System

Contra

  • Bewegungserkennung kostenpflichtig
  • Videosignal stark verzögert

Fazit

video-magazin Testurteil: gut, Preis/Leistung: sehr gut

Die Kamera des drahtlosen Überwachungssystems Gigaset Elements ist auch einzeln erhältlich und funktioniert ohne Elements-Basis direkt am Router. Der Nutzer verwendet in diesem Fall nur eine andere App: Gigaset Camera für Android oder iOS.

Preiswertes Abo

Um in den Genuss der automatischen Aufnahmefunktion zu kommen, ist ein Cloud-Speicher nötig, den der Käufer direkt in der App abonnieren kann. Nach Ablauf des dreimonatigen Schnupper-Abos für einen Euro kostet er zwischen 1 und 5 Euro pro Monat oder 10 und 50 Euro pro Jahr. Je nach Paket bleiben die Videos zwischen 7 und 30 Tagen lang gespeichert.

Wer nichts bezahlt, kann 48 Stunden lang auf seine Clips zugreifen, ehe sie automatisch gelöscht werden. Allerdings fehlt ihm dann die Bewegungserkennung: Mit Gratiskonto nimmt die Gigaset nur auf, wenn man in der App den Auslöser drückt - und dann auch nur 30 Sekunden lang.

Die solide verarbeitete Kamera mit Schwenkfuß aus Metall hat keinen Lautsprecher, dafür aber ein ordentliches Mikrofon. Nur bei hohen Lautstärken klingt die Aufnahme ein wenig verzerrt. Wie bei der Netatmo Welcome war im Test über die iOS-App kein Ton zu hören. Das liegt aber nicht an der Aufnahme: In der Android-App abgespielt oder von der Webseite my.gigaset-elements.com geladen, haben die Clips Ton drauf. Es dürfte sich also um ein Software-Problem handeln, das per Update lösbar ist.

Tages - und Nachtaufnahme

© Gigaset

Auf 1,5 Meter Distanz wirken Nachtaufnahmen in der Bildmitte etwa überstrahlt. Die 30 Infrarot-LEDs ums Objektiv tun dann fast zuviel des Guten (oben). Der automatische Weißabgleich tendiert unter Kunstlicht mitunter ins Grüne. Farben leuchten kräftig, der Bildkontrast könnte höher sein (unten).

Zur Einrichtung wird die Kamera einmalig per Netzwerk-Kabel mit dem Router verbunden. Die App führt dann durch den Installationsvorgang, in dessen Verlauf ein Sicherheitscode von der Gehäuserückseite einzugeben ist. Mit seiner Hilfe baut die Kamera eine verschlüsselte Verbindung zu den Gigaset-Servern auf. Zwar bemängeln die Experten von AV-Test, dass der Hersteller die veraltete RC4-Methode verwendet, halten praktische Angriffe auf diese Verschlüsselung aber für unwahrscheinlich.

An der gut gestalteten App gibt es wenig auszusetzen - außer vielleicht, dass der Verbindungsaufbau zur Kamera manchmal etwas lange dauert. Das Videosignal hat ebenfalls Verspätung: Zwischen Aufnahme und Wiedergabe vergehen auf dem Weg durch die Cloud gut sieben Sekunden.

Fazit

Der preiswerte Cloud-Speicher und die einfache Bedienung sprechen für die Gigaset-Lösung. Mit weiteren Bausteinen aus der Elements-Familie lässt sich die Kamera zu einem leistungsfähigen Alarmsystem ausbauen.

Gigaset Elements CameraTest-Wertung
Bildqualität71%
Klangqualität60%
Ausstattung

66%

Bedienung73%
Verarbeitung75%
Gesamtwertung - Testurteil70% - gut
Preis/Leistungsehr gut
Preis150 Euro (bei Amazon ansehen)

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