Fotopraxis

Gewusst wo: Produkte fürs Geotagging von Fotos

Mit Hilfe eines GPS-Empfängers lassen sich Fotos exakt verorten, auf Karten einblenden und über Internet-Plattformen wie Google Maps und Google Earth allen zugänglich machen, die sich für das jeweilige Motiv interessieren. ColorFoto erklärt, was man dazu braucht.

Geotagging

© Fujifilm

Geotagging

Wer seinen Fotos die passenden geografischen Koordinaten zuordnen und in die EXIF-Daten schreiben will, kann dies entweder "manuell" oder durch direktes bzw. indirektes Geotagging per GPS tun. Beim manuellen Verorten muss man am Computer jedes Foto auf einer Karte platzieren. Präziser und effizienter klappt das Geotagging mit einem GPS-Gerät. Beim direkten Geotagging kommuniziert das GPS-Modul mit der Kamera, die alle verfügbaren Ortsinfos in die EXIF-Daten schreibt.

Man braucht dafür entweder eine Kamera mit integriertem GPS oder eine, an die sich ein passender Empfänger anschließen lässt. Beim indirekten Geotagging ermittelt ein separater GPS-Logger während der Tour die aktuellen Wegpunkte und speichert die zurückgelegte Route als GPS-Track. Mit ihm lassen sich alle im gleichen Zeitraum entstandenen Bilder anhand des Aufnahmezeitpunkts ohne Qualitätsverlust verorten. Produkte für direktes Geotagging

Fujifilm F770 EXR

© ColorFoto

Kompaktkamera mit GPS-Modul und Kompass: Die Fujifilm F770 EXR kann neben den Koordinaten auch die Blickrichtung erfassen.

Fujifilm F770 EXRKompaktkameras mit integriertem GPS für die Bestimmung der Geo-Koordinaten gibt es unter anderem von den Herstellern Canon, Casio, Fujifilm, Panasonic und Sony.

Besonders gut hat uns die Fujifilm F770 EXR gefallen. Damit ihr GPS-Modul den Kameraakku nicht unnötig belastet, lässt es sich im Menü deaktivieren oder so konfigurieren, dass es sich mit Ausschalten der Kamera abstellt. Die F770 EXR erfasst mit ihrem Kompass neben Längen- und Breitengrad auch die Blickrichtung.

Nikon GP-1

© Nikon

Der kleine GPS-Empfänger Nikon GP-1 passt auf den Zubehörschuh aktuelle Nikon-SLRs und wird per Kabel verbunden.

Nikon GP-1Das GPS-Modul GP-1 passt zu Nikon-SRLs wie D3, D4, D700, D800(E), D300, D7000, D2X und D90. Es ist relativ klein und leicht (44 x 25 x 50 mm, 38 g), wird auf den Zubehörschuh gesteckt und per Kabel verbunden.

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Bei uns funktionierte das GP-1 auf Anhieb. Schade allerdings, dass man die Kabelverbindung kappen muss, um das Gerät auszuschalten - zumal es seinen Strom vom Kameraakku bezieht. Eine Kompasspeilung gibt es nicht.

Alternativen: Das Canon-Pendant zum Nikon GP-1 heißt GP-E2, arbeitet mit der EOS 1D X, 7D sowie 5D Mark III zusammen und ermöglicht dank GPS-Loggerfunktion direktes und indirektes Geotagging. Auch Ricoh bietet zu seiner kompakten Business-Kamera G700SE eine fest montierbare GPS-Einheit.

Produktbeispiele:  • Fujifilm F770 EXR , ca. 290 Euro • Sony Alpha 65V , ca. 900 Euro • Nikon GP-1, ca. 230 Euro • Canon GP-E2, ca. 280 Euro • Ricoh G700SE mit GP-1, ca. 900 Euro • Samsung NX20 mit WGS84, ca. 1110 EuroKompaktkamera mit integriertem GPS-Modul und Kompass: Die Fujifilm F770 EXR kann neben den genauen Koordinaten auch die Blickrichtung erfassen. Indirektes Geotagging

Sony GPS-CS3

© Sony

Sonys GPS-CS3 verortet auch Bilder auf der eingelegten SD-Karte.

Sony GPS-CS3KASonys GPS-Logger kann nicht nur die zurückgelegte Route als Track aufzeichnen, sondern mit Hilfe der GPS-Koordinaten auch JPEG-Bilder direkt, also ohne Kameraverbindung, auf der eingelegten Speicherkarte verorten (SDHC, Memorystick Pro Duo).

Das Gerät ist mit 80 x 57 x 23 mm recht kompakt, bringt im Betriebszustand 94 g auf die Waage und lässt sich in der mitgelieferten Tasche ganz einfach am Gürtel oder an einem Karabiner befestigen.

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Die Stromversorgung übernimmt eine AA-Batterie, die etwa 15 Betriebsstunden durchhalten soll. Der interne Speicher bietet 128 MB für Positionsdaten - das ist genug für etwa 600 einstündige Tracks.

Garmin eTrex 30

© Garmin

Das GPS-Navi Garmin eTrex 30 ist auch fürs Geotagging geeignet.

Garmin eTrex 30Das eTrex 30 ist ursprünglich ein klassisches Hand-Navigationsgerät zur Orientierungshilfe, doch es speichert auch GPS-Tracks, die via USB zum Rechner gelangen und sich zum Verorten von Bildern eignen. Das eTrex 30 misst 102 x 56 x 37 mm und wiegt 156 g inklusive zwei AA-Batterien, die für 25 Betriebsstunden ausgelegt sind.

Alternativen: Für Sportler, die kein separates Gerät dabei haben wollen, gibt es unter anderem. GPS-Uhren wie die Suunto Ambit. Der rudimentär ausgestattete Dörr GPS Photo Logger sieht aus wie ein größerer USB-Stick, kostet "nur" 60 Euro, leistete sich in unserem Test aber einige Fehler, die sich mit dem Handbuch allein nicht beheben ließen.

Produktbeispiele:  • Sony GPS-CS3KA, ca. 120 Euro • Garmin eTrex 30 Topo D. Light, ca. 210 Euro • Suunto Ambit GPS-Uhr, ca. 430 Euro

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