TV-Tipps

Das beste TV-Bild zur Fußball-WM 2014

Wer zur Fußball-WM die Freunde zum gemeinsamen Fußball-Abend einlädt, braucht einen außreichend großen Bildschirm. Damit auch die Bildqualität von TV oder Beamer stimmt, erhalten Sie bei uns die wichtigsten Kauf- und Einstellungstipps.

Fußball im Fernsehen

© Rumkugel - Fotolia.com

Fußball im Fernsehen

Große Fußball-Events wie die anstehende Weltmeisterschaft in Brasilien sind traditionell ein willkommener Anlass für die Fans, sich mit neuem TV- und Video-Equipment auszustatten. Besonders Großbildtechniken stehen hoch im Kurs. Während dann die Ballakrobaten sich auf dem Feld abrackern, lässt sich in geselliger Runde bei Knabberzeug und kühlem Getränk vor dem Schirm über die Spielzüge debattieren.  

Zumindest sollte das so sein. Doch wenn man nicht die richtige Bildtechnik für seinen persönlichen Public-Viewing-Event oder die falschen Bildeinstellungen wählt, bekommt man vom Spiel außer blassfarbenen Trikots und kaum zu erkennenden Beinen gar nichts mit. Bei uns erhalten sie die wichtigsten Tipps, um Ihr Publikum im Wohnzimmer wie auch im Garten zu begeistern. 

4K Samsung UE65HU7590

© Samsung

4K-Bild in 65 Zoll bietet der Samsung UE65HU7590.

1. WM-Empfehlung: Großbild in Ultra HD

Gerade die jüngsten Heimkino-Neuzugänge garantieren Großbild-Events im Kreise der Fußballfreunde auf bislang nicht erlebte Weise. Die Rede ist von UHD-TVs. Mit ihnen wären wir bereits bei unserer ersten heißen Kaufempfehlung.

Hier gibt es Bildschirme mit Diagonalen, vor die eine ganze Schar von WM-Kennern passt. So richtig prickelnd wird die Größe in Verbindung mit der hohen Bildpunktzahl. Denn diese Schirme rechnen die übertragenen Full-HD-Bilder so gekonnt um, dass man den Ball - im Verhältnis zur Schirmdiagonalen - noch in keiner WM so scharf gesehen hat. Außer, man war im Stadion und saß schon mal bei den VIPs. 

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Bis zu 189 Zentimeter Bild gibt's von Samsung für 7.000 Euro. Günstiger fallen in der Größe ebenfalls durchaus brauchbare 164 Zentimeter für 4.500 Euro von Samsung und Panasonic aus. Die Sony-Konkurrenz kostet sogar nur 4.200 Euro.

LG hält in der Größe mit, Preise sind aber noch nicht bekannt. Sony kündigt zudem einen gigantischen 215-Zentimeter-Boliden an, der sich bislang genauso preislos gibt.  

4K Sony KD-85X9505B

© Sony

Sony hat mit dem KD-85X9505B ein neues 85-Zoll-Modell mit Ultra-HD-Auflösung angekündigt.

Ausdrücklich keine video-Empfehlung sind im WM-Fall Curved-TVs: Die Biegung schließt die Fans am Rand aus und würde daher trotz hoher Investitionskosten für böses Murren sorgen.

Ebenfalls klar sollte Ihnen sein, dass die von der FIFA in 4K produzierten Spiele bei Ihnen nicht in der Originalversion ankommen werden. Grund: Weder die TV-Übertragung, noch die Empfangsteile ihres neuen Fernsehers beherrschen die hohe Bildpunktzahl. 

Größe und viele Bildpunkte allein reichen aber noch nicht aus fürs perfekte World-Cup-Erlebnis. Schnelles Bild-Processing ist bei den hoffentlich häufig rasanten Ballwechseln ebenfalls notwendig.

Allerdings wird es UHD-TVs geben, die nur mit 100-Hertz-Bildwechselfrequenz aufwarten. Dieser Fakt ist in den technischen Angaben nachzulesen. Falls dort nicht "Hertz" steht, sondern eine andere Bezeichnung wie etwa MDR (Motion Picture Rate bei Philips) oder AMR (Active Motion Rate von Toshiba) liegen sie mit Angaben ab 400 im grünen Bereich.  

Full HD Philips 65PFK7509

© Philips

Full HD gibt es auch in groß: Hier der Philips 65PFK7509 mit 65 Zoll.

2. WM-Empfehlung: Großbild in Full HD

UHD-Auflösung ist grandios. Was allerdings nicht heißt, dass Full-HD-Bildpunktzahl völlig im Abseits stünde. Im Gegenteil: Der UHD-Boom hat dazu beigetragen, dass auch die Full-HD-Schirme größer wurden - also genau der richtige Trend für den World Cup. Wer auf die hohe UHD-Schärfe verzichten will, kann sich für den Event Größen ab rund 150 Zentimeter mit Preisen ab 2.000 Euro holen. Wer kleiner bucht, kommt noch günstiger weg. Aber: Großbildspaß in großer Runde sollte nicht mehr unter 60 Zoll stattfinden. 

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Auch bei Full HD gilt: Schnelles Bild-Processing macht die Schüsse schärfer. Zwar offenbart die niedrigere Auflösung Darstellungsungenauigkeiten nicht ganz so auffällig. Dennoch sollte man mindestens 200 Hertz wählen.  

3. WM-Empfehlung: Beamer

Ob im Wohnzimmer oder im Freien: Beamer erreichen die größten Bildformate und versammeln damit die meisten Fans um sich. Die Idee, mal eben den Projektor aus dem Büro für diese Gelegenheit mitzunehmen, ist allerdings mit Vorsicht zu genießen.

Es kann sich dabei um einen Datenprojektor handeln, der eine geringere Auflösung als Full HD aufweist und nicht auf schnelle Bewegtbildwiedergabe ausgerichtet ist. Dann gerät das WM-Erlebnis nicht nur während undynamischer Spielen ins Stocken.  

Ob Beamer aus dem Büro oder selbst gekauftes Modell: Full HD sollte das Minimum sein. Beamer ab rund 1.000 Euro wie von Acer oder Epson verfügen zudem bereits über eine ausgefeiltere Bewegtbildwiedergabe mit Zwischenbildberechnung, wie sie auch Fernseher aufweisen.

Heimkino: Der passende Beamer

Dies fördert die Spielfreude. Solche aktuellen Projektoren überzeugen außerdem mit einer Lichtleistung, die für den WM-Spaß eindeutig hinreicht. Wenn doch ein betagteres Modell zum Einsatz kommen soll, wäre eine neue Lampe unter Umständen ratsam.

Hat sie über zwei Drittel ihrer Lebenszeit hinter sich - das kann je nach Modell ab rund 1.500 Stunden der Fall sein - ist die Lichtleistung sichtbar niedriger als ehemals. Banal, aber ebenfalls wichtig: Beim Einsatz im Freien sollten Sie das regelmäßige Polieren des Objektivs nicht vergessen.  

4KSony VPL-VW1100ES

© Sony

Auch bei den Beamern ist Sony mit dem VPL-VW1100ES in 4K dabei.

Wer sich nicht nur für Fußball, sondern obendrein für fulminante Heimkinofreuden einen Beamer aussuchen möchte, könnte sogar zu 4K-Modellen greifen. Dann landet man preislich allerdings in völlig neuen Regionen.

JVC ruft für den "Einsteiger" DLA-X 55 RWE im Handel rund 3.300 Euro auf, Sony für den VPL-VW 500 ES rund 10.000 Euro. Der große Bruder 1100 ES kommt auf 20.000 Euro. 

Kaufberatung: Die besten Projektoren

Die Frage, ob DLP-, LCD- oder LCoS-Technik zu bevorzugen ist, lässt sich für die WM leichter beantworten als fürs Heimkino. Denn DLP-Beamer im Einstiegssegment weisen in der Regel nach wie vor den berüchtigten Regenbogeneffekt auf, bei dem man Farbkonturen in Rot, Grün und Blau entlang der Motivkanten sieht.

Diese treten besonders bei schnellen Bewegungen im Bild auf, denen die Augen folgen müssen. Wer für diesen Effekt sensitiv ist, wird sich an ihm bei jedem Spiel stören. Da bietet sich also eher ein LCD- oder LCoS-Beamer (Sony nennt diese Technik SXRD) an.

Geringer wahrnehmbar wird die DLP-Spielstörung immerhin, wenn der Lichtfluter im Freien arbeitet. Dadurch wird das Bild etwas blasser und kontrastschwächer, was den Effekt mildert.   

4. WM-Empfehlung: Keine 3D-Spiele

Ob die FIFA überhaupt einzelne WM-Spiele in 3D produziert, wie dies noch beim letzten Mal der Fall war, ist unsicher. Der Verband hat noch nichts vermeldet. Die Option, den Fernseher oder Beamer die 3D-Spielführung auf eigene Faust übernehmen zu lassen, sollte man aber fallen lassen.

Obgleich die Umrechnungsintelligenz der Geräteelektronik bei Filmen in der Regel gute Ergebnisse erzielt, ist sie nicht in der Lage, die räumlichen Abstände in Fußballspielen genau genug abzuschätzen. Es kann sogar zu deutlichen Fehlberechnungen kommen. Wer also nach dem Spiel kompetent mitdiskutieren möchte, sollte die 3D-Brille nicht aufsetzen.  

5. WM-Empfehlung: Nicht gegen die Sonne spielen

Der Gedanke ist verlockend: Bei schönem Wetter finden die Spiele draußen im Garten statt. Tagsüber muss man dann allerdings den Kampf gegen das Sonnenlicht aufnehmen. Je heller es ist, desto blasser wirkt der Bildschirm.

Bei den TV-Geräten ist man mit LCD-Geräten bereits auf der richtigen Seite: Sie können mit viel Lichtkraft gegen die Sonne ankämpfen. Plasma-TVs tun sich deutlich schwerer. Dasselbe gilt für Beamer, deren Stunde erst in der Dämmerung schlagen sollte.

Oder sie kommen in Schattenbereichen zum Einsatz wie etwa unter dichten Bäumen oder einem Terrassendach. Das gilt unabhängig von der in den Spezifikationen angegebenen Lichtleistung. Die guten alten Rückprojektor-TVs zeigen kaum besseres Spielgeschick.  

Heimkino: Die passende Leinwand

Unabhängig vom Gerät sollten Sie grundsätzlich bei dessen Aufstellung darauf achten, dass möglichst wenig Licht direkt aufs Bild fällt. Das gilt besonders bei Sonneneinstrahlung. Sonst sind die Spieler nur noch schemenhaft zu erkennen. Im Zweifelsfall lieber die Public-Viewing-Mannschaft verkleinern und auf In-House-Viewing trainieren.

Einen Lichtblick gibt es: Durch die große Zeitverschiebung starten die WM-Spiele nach deutscher Zeit oft erst nach 21 Uhr. Bis dahin hat sich die Sonne verzogen und kann den Bildspaß im Garten nicht mehr stören.

6. WM-Empfehlung: Energiesparen aussetzen

Selbst eingefleischte Stromsparer sollten beim Public Viewing von ihren Grundsätzen abweichen. Wer im Freien das Turnier verfolgen und noch etwas erkennen möchte, benötigt die volle Licht- und Energieleistung des Geräts. Erst zu späteren, dunklen Stunden darf man von dieser Spielregel abweichen.

Das bedeutet: Deaktivieren Sie sämtliche Eco-Einstellungen und stellen Sie den Kontrast ganz unüblich auf Maximum. Im eventuellen zweiten Schritt können Sie noch mehr Farbe dazu geben. Die Helligkeit anzuheben kann dagegen kontraproduktiv sein: Zusätzliche Helligkeit macht die Bilder unter Umständen wieder unkonturierter. Hier sollten Sie vorab eine Proberunde starten.  

7. WM-Empfehlung: Leitungen verlegen

Wenn der TV-Empfänger im Wohnzimmer steht und der Bildwerfer in den Garten soll, steht man vor der Wahl, wie man den Signaltransport bewerkstelligt. Obwohl es sich schon allein aus finanziellen Gründen anbietet, sei dennoch an dieser Stelle darauf verwiesen: Überbrücken Sie längere Strecken nicht mit dem HDMI-Kabel.

Packen Sie lieber den TV-Empfänger mit in den Garten und verlängern Sie das Koax-Antennenkabel. Das ist nicht nur deutlich günstiger. Auch die Gefahr stockender Signalzufuhr ist mit dieser Verbindung gebannt.

Praxis: Unschöne Kabel einfach verstecken

Genau hierzu neigen nämlich HDMI-Kabel je nach Qualität ab Längen über drei bis fünf Metern. Antennenkabel sind dagegen für lange Transportwege ausgelegt. Das gilt sowohl für den Kabel- als auch den Satellitenempfang.

Den DVB-T-Kunden müssen wir von Großbildevents leider abraten. Hier gibt's maximal SD-Auflösung, an die man kaum noch gewöhnt ist und die auf Bildern ab 150 Zentimeter Diagonale nicht mehr ansehnlich wirken.  

8. WM-Empfehlung: Soundverstärkung

Was man bei Fernsehern ebenfalls bedenken sollte: Die dünnen Schirme bringen kaum noch kräftigen, lauten Sound zustande. Eine externe Anlage ist also ratsam, wenn man ein wenig Stadionatmosphäre hören möchte.

Heimkino: Lautsprecher und AV-Receiver

Allerdings sind auch Soundbars nicht immer die leistungsstärksten Ersatzspieler. Ohne Gehäusevolumen kommt auch hier nicht viel Klang zustande. Da sind Kompaktanlagen mit etwas größeren Lautsprechern eventuell die besseren Mannschaftskameraden. Über Cinch-Audio-Ausgänge am TV oder an der Set-Top-Box lassen sie sich integrieren. Zuweilen wird ein Adapter Cinch-auf-Klinke nötig.   

9. WM-Empfehlung: Sonderangebote beachten

Ob einfache Preisnachlässe oder Bundle-Aktionen wie mit Smartphones, Tablets und Abo-TV-Paketen - WM-Zeit ist Sonderaktionenzeit. Die Hersteller werden es sich nicht nehmen lassen, um den Titel des besten Angebots zu kämpfen und damit die meisten Käufer zu gewinnen. Es lohnt also, die Augen offen zu halten.

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