Test: Fernseher

Fünf brandneue TVs im Test

Wir testen die neuen TV-Geräte der Marktführer LG (47LM760S), Panasonic (TX-L47DT50), Samsung (UE55ES8090) und Sony (KDL-46HX755) sowie den Preisbrecher von Hisense (LED46K263D).

TV

© Samsung

Fünf brandneue TVs im Test

Fünf TVs im Test (46 - 55 Zoll)

Vor allem neu mussten die Teilnehmer dieses Fernseher-Tests sein, am besten aber noch groß und hochwertig. Diese Anforderung an die Hersteller ergab ein Testfeld aus nicht direkt miteinander vergleichbaren Geräten. Einzig der Panasonic TX-L47DT50 und sein Konkurrent LG 47LM760S sind in der Preisklasse um 1.800 Euro angesiedelt. Sonys KDL-46HX755 ist schon satte 400 Euro preiswerter und der LED46K263D von Hisense liegt mit nur 900 Euro nochmals weit darunter. Immerhin ist die Bildgröße dieser Geräte vergleichbar. Samsungs UE55ES8090 ist nicht nur um einiges größer, er spielt mit 2.800 Euro auch preislich in einer höheren Liga.

Vergleichen wir diesmal also Äpfel mit Birnen? Nein, denn die Geräte treten nicht direkt gegeneinander an, sondern stehen für sich allein. Die Neuheiten bilden die - weit zu interpretierende - Klammer um diesen Testbericht. Einen Testsieger wird es nicht geben.

Fernseher-Test: Umfassende Ausstattung für alle Ansprüche

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Schaut man sich die neuen Geräte an, fällt eine fast endlose Liste an technischen Errungenschaften auf, die einen Test erschweren und eine Übersicht - also eine Vergleichbarkeit für den potenziellen Käufer - extrem erschweren. Zu gelernten Attributen wie 3D, USB-Aufnahme, Sat-Tuner mit CI-Plus, DLNA-Multimedia-Funktionen als Client und Renderer, Medienwiedergabe über USB, Smart TV, Skype, WLAN mit WPS, Bluetooth und HbbTV gesellen sich Wireless Displays, Wi-Fi Direct, MHL (Mobile High Definition Link), Tablet- und Handy-Kontrolle sowie Infrarot-Blaster, Sprach-, Gesten- und Maussteuerung.

Wer da einigermaßen durchblickt, kann sich glücklich schätzen. Und wer genau weiß, was er will - und vor allem, was er wirklich braucht -, ist zu beneiden. Wir müssen jedenfalls versuchen, all diese Features zu testen und zu honorieren.

Fernseher-Test: Bildqualität ist oberstes Kriterium

Unser Labor war bei diesen Tests wieder einmal ein heiß begehrter Motivationsraum für alle Mitarbeiter. Die neuen Fernseher sind schöner und können mehr als je zuvor. Faszinierende Features wie Sprachsteuerung oder eine magische Fernbedienung als Zauberstab muss man einfach einmal ausprobiert haben. Bleibt aber als oberstes Kaufkriterium die Bildqualität - und die haben wir wie gewohnt besonders gründlich analysiert.

Die fünf Testgeräte im Überblick

Das günstigste Modell, der HiSense LED46K263D liegt bei Bild- und Klangqualität zwar hinter den übrigen Testkandidaten, kann aber noch ganz gut mithalten. Abstriche müssen vor allem bei Verarbeitung und Material gemacht werden.

Samsung UE55ES8090 Gestensteuerung

© Josef Bleier, Stefan Rudnick

Das Setup der Gestensteuerung beim Samsung UE55ES8090 klappt schnell und reibungslos.

Der LG 47LM760S und der Panasonic TX-L47DT50 , die preislich in der gleichen Liga spielen, stehen sich in nichts nach und erzielen in allen Kategorien ähnliche Ergebnisse. Während Panasonic mit einem bei LCD-TVs unübertroffenen Blickwinkel punkten kann, liefert LG eine Fernbedienung mit Maussteuerung.

Auch Sonys KDL-46HX755 muss sich nicht verstecken. Etwas günstiger als Panasonic und LG wartet der Sony-TV dennoch mit ähnlichen Testergebnissen auf. Bei der Klangqualität hat er die Nase sogar leicht vorn. Zudem ist er der erste Fernseher mit DVB-C2-Tuner.

In einer eigenen Liga spielt der Samsung UE55ES8090 . Mit 55 Zoll ist er deutlich größer als die anderen Testkandidaten und mit 2.800 Euro auch deutlich teurer. Dafür bietet er auch einiges an Ausstattung: Über eingebaute Mikrofone und eine Kamera kann man den Fernseher per Sprache und Gesten steuern. Die mitgelieferte Touchpad-Fernbedienung soll bald auch andere Geräte steuern können. Und nicht zuletzt überzeugt die exzellente Aufbereitung von schwächeren Quellen.

Bildergalerie

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Der HiSense LED46K263D bietet 24p-Filme nur mit Pulldown

Fazit

Ist das wirklich alles nötig? Diese Frage stellt man sich immer, wenn es neue Features gibt, die ein Konzept abrunden sollen. So sind die Nutzwerte von 3D und Smart TV immer noch in der Diskussion, werden aber schon überschattet vom Anbruch einer neuen Ära der alternativen Bedienkonzepte.

Das erste Herumspielen mit Sprach- und Gestensteuerung macht einen höllischen Spaß, und wenn sich der Fernseher mit "Hi TV: Einschalten" aktiviert, ist das ein echter Überraschungseffekt für Gäste. Die klassische Fernbedienung möchte man beim Fernsehen dann aber doch nicht aus der Hand legen.

Gut, dass alle Hersteller immer weiter an der Verbesserung von Bild- und Tonqualität, am Design sowie an der Beschleunigung und Vereinfachung der klassischen Bedienung arbeiten - ohne das so massiv zu kommunizieren wie ihre Unterstützung neuer Medien. Hier Abstriche zu machen wäre am falschen Ende gespart.

Tabellen mit Ergebnissen bzw. Messdaten

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