Vergleichstest

Freeware kontra Kaufsoftware Teil 2

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Tonmeister: WaveLab vs. Audacity

Für die Audio-Nachbearbeitung gibt es neben Steinbergs WaveLab von Adobe das in der Production Suite 5.5 enthaltene Audition und das kostenlose Audacity. Magix liefert eine ganze Palette an reichhaltig ausgestatteten Programmen aus, vom Audio Cleaning Lab für den Heimgebrauch bis zu Samplitude in mehreren Varianten.

Eng verwandt sind die DAWs (Digital Audio Workstations), die schwerpunktmäßig der Mehrspuraufnahme und dem Erzeugen von Musikstücken dienen: Bekannt sind Magix Sequoia, Avid ProTools (das auch Nachbearbeitungs-Funktionen enthält) sowie Cubase und Nuendo von Steinberg. Auch Apple Logic genießt einen guten Ruf als MIDI- und Audio-Sequenzer mit Funktionen zum Komponieren, Aufnehmen, Bearbeiten und Abmischen.

WaveLab

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© Hersteller/Archiv

Hochwertige Plug-ins, darunter der Denoiser von Sonnox, werten das Soundbearbeitungsprogramm WaveLab auf.

Die überarbeitete Version WaveLab 7.2 ist als 64-Bit Version für Mac OS X Lion und Windows 7 erhältlich. Doch bereits die bisherige 32-Bit-Variante glänzte durch Performance. Die Audiomontage gestattet Fades und Cross-Fades in Echtzeit sowie Effekt-Morphing zwischen angrenzenden Clips und spurbasierte Effekte über die Master-Sektion. Es sind unbegrenzt viele Undos möglich, für größere Projekte besonders praktisch ist die Stapelbearbeitung.

WaveLab 7.2 unterstützt bis zu drei MIDI-kompatible Geräte. Die Zuordnung der Parameter geschieht komfortabel über die MIDI Learn Funktion. Für die Steinberg-Hardware-Controller der Serien CI-, CMC- oder CC121-Modelle sind die wichtigsten WaveLab-Parameter bereits den passenden Tasten und Reglern zugeordnet.

Das Programm bleibt dank der für Version 7 komplett überarbeiteten, für langjährige WaveLab-Nutzer zunächst etwas gewöhnungsbedürftigen, Oberfläche gut erlernbar. Die Waveform-Darstellung ist vorbildlich, das Programm wirkt trotz großem Funktionsumfang noch übersichtlich.

Die enthaltenen, fein einstellbaren Filter sind ideal für Audio-Restaurationen und CD-/DVD-Mastering. WaveLab 7 enthält eine neue Brenn-Engine und unterstützt das branchenübliche DDP-Format.

Für knapp 100 Euro (statt regulär 599) gibt es eine stark funktionsreduzierte Elements-Variante, die unter anderem kein DDP bietet, maximal zwei Audio-Spuren unterstützt etc.

Audacity

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© Hersteller/Archiv

Übersichtlich, aber eher mager ausgestattet ist Audacity mit Filtern. Version 1.3.x unterstützt Vorhören und enthält eine Batchfunktion.

Audacity erfährt gerade in Version 1.3.x umfassende Verbesserungen; uns lag zum Redaktionsschluss erst eine Betaversion vor, sodass sich noch keine endgültigen Aussagen über die Performance treffen lassen. Ein Entwicklungsschwerpunkt für 1.3.x war die Verbesserung der Geschwindigkeit bei größeren Projekten. Bisher war die Verarbeitungsgeschwindigkeit keine Audacity-Stärke, erst recht nicht im Vergleich zu WaveLab.

Gut sind jedoch die bereits eingebauten Funktionserweiterungen, darunter eine Stapelverarbeitung und verbesserte Textlabels.

Audacity unterstützt wie die führenden kommerziellen Programme die VST-Schnittstelle. Damit lassen sich auch kostenpflichtige Plugins einbinden. Die bisher im Programmpaket enthaltenen Filter überzeugen im direkten Vergleich mit den Pendants von WaveLab nicht. Zwar ist es auch mit den mitgelieferten Filtern möglich - etwa Störtöne herauszufiltern oder Tonpegel anzugleichen - doch es ist ungleich mühsamer und langwieriger.

Neben überfälligen Produktivitätsverbesserungen enthielten die vorangegangenen Zwischenversionen vor allem Fehlerkorrekturen; beispielsweise ist es seit Version 1.3.12 endlich auch möglich, Dateien im gängigen AAC-Format bei 48.000 Hz zu exportieren.

Fazit:

Audacity wurde in Generation 1.3 merklich verbessert - eine ernsthafte Konkurrenz zu einem Spitzenprogramm wie WaveLab ist es noch lange nicht.

Wartung:  Microsoft Tools vs. TuneUp Utilities 2012

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© Hersteller/Archiv

Gerade unter alten XP-Systemen bringen kommerzielle Systemprogramme wie TuneUp Utilities 2012 sehr gute Effekte und schaffen ordentlich Platz.

Windows fehlt leider ein automatischer Wartungsmodus, der alle paar Wochen das Betriebssystem auf Fehler untersucht, diese entfernt und es so wieder flott macht. Wer sein Windows ordentlich gewartet haben möchte, muss selbst Hand anlegen.

System-Tools gibt es in Hülle und Fülle. In ihren Funktionen ähneln sie sich stark, bieten jedoch meist unterschiedliche Schwerpunkte und Ansätze.

Hier soll es deshalb um den Testsieger TuneUp Utilities 2012 versus die Bordmittel von Windows, inklusive der Sysinternals-Tools von Microsoft gehen. Spezialisten wie der Paragon Festplattenmanager, die O&O Defrag oder verschiedene Treiber-Updater sind eine gute Ergänzung.

Aufräumen mit einem Klick

TuneUp Utilities ist ein Allrounder, der sich auf die unterschiedlichen Windows-Versionen anpasst. Neben Aufräumfunktionen, wie ungenutzte Programme deinstallieren, temporäre Dateien löschen und die Registry säubern und defragmentieren, bietet die Funktionssammlung verschiedene Stellschrauben fürs Tuning.

Dazu gehören etwa ein Programmdeactivator, der alle Software deaktiviert, die momentan nicht benötigt wird, Moddingfunktionen und ein Datenretter. Schwerpunkt liegt in der Analyse und dem Löschen mit einem Klick, wobei sich der Anwender auch Details anzeigen lassen kann. Der Programmdeactivator funktioniert mit einer Bewertungsfunktion, so dass der Hersteller dadurch die Meinung und das Verhalten der Anwender zur Verbesserung des Tools heranziehen kann.

Sehr gut gelöst ist auch die Bereinigung der Autostart-Programme, -Dienste und -Prozesse. Findige Entwickler starten ihre Software nicht mehr durch einen Eintrag in den Autostartordner, sondern als einen Dienst. Das macht das Auffinden des Performance-Fressers für Anwender deutlich schwieriger. TuneUp Utilities räumt damit auf.

Eigenleistung

Windows bietet unter Zubehör im Ordner Systemprogramme verschiedene Tools an. So gibt es dort diene Datenträgerbereinigung, eine Defragmentierung und einen Aufruf für die Systemwiederherstellung. Direkt unter Start lassen sich noch weitere Tools aufrufen, etwa mit msconfig ein Systemstartfenster und mit regedit der Registrierungseditor. Es gibt eine Datenträgerverwaltung, die in Windows 7 auch Partitionen verkleinern und vergrößern kann.

Zusätzlich bietet Microsoft noch die Sysinternals-Tools kostenlos an. Das ist eine Sammlung von etwa 70 Tools, die Windows tief durchleuchten und bearbeiten können. Dazu gehören etwa Autoruns, um Autostartvorgänge zu behandeln, Process Explorer für die Systemüberwachung und Regmon für die Kontrolle der Registry.

Diese Tools sind sehr mächtig. Jedoch benötigt der Anwender sehr viel Wissen und Ausprobierfreude. Dass man die Tools per Hand anstoßen muss, hat Vor- und Nachteile. Auf der einen Seite wird keine Performance durch permanente Wartung gefressen, auf der anderen Seite ist das ständige Selberdrandenken lästig.

Unberücksichtigt bleibt, dass es so viele Anwendungsprogramme gibt, dass die schiere Menge der dazugehörigen Dateien nur mit Hilfe einer sehr großen Community beurteilt werden kann. Dafür gibt es jedoch auch gute Seiten wie processlibrary.com.

Fazit

Die Ein-Klick-Optionen und die Sicherheitsfunktionen der Kaufprogramme rechtfertigen den Preis für die Software. Permanente Wartung werden viele lieben, ist jedoch nicht jedermanns Sache. Wer wirklich Details über die Vorgänge im Rechner wissen will (und verstehen kann), bekommt mit den Microsoft-Tools Werkzeuge, die leider komplex sind und damit schwer zu bedienen.

Virenschutz: Kaspersky Internet Security vs. Avira Free

Unser Testsieger beim letzten Vergleichstest hieß Kaspersky Internet Security, das beste Programm, das derzeit auf dem Markt ist. Es kostet 39,95 Euro pro Jahr und Rechner. Den zweiten Platz belegte Avira , ein Programm, das es bekanntermaßen auch als Freeware gibt.

Avira Free ist sogar der in Deutschland am meisten verbreitetste Virenschutz. Die Freeware bietet einen guten Grundschutz, aber der Anwender sollte sie mit einigen Tools ergänzen - alle ebenfalls kostenlos. Die Sicherheit steigt sogar, wenn der Anwender Einzellösungen der Spezialisten wählt.

Unbedingt notwendig

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© Hersteller/Archiv

Mit den Eigenen Richtlinien behält der Anwender die Kontrolle darüber, welche Programme mit dem Internet Verbindung aufnehmen.

Firewall: Die Window-Firewall schützt zwar von Angriffen von außen, indem Sie alle Ports nach außen verriegelt, aber sie schützt nicht vor Angriffen von innen. Das ist der Fall, wenn sich ein Trojaner eingenistet hat und sich bei seinem Schöpfer meldet. Heutzutage sind Desktop-Firewalls oft so eingestellt, dass sie unbekannte Programme auch durchlassen, um unbedarfte Anwender nicht mit Meldungen zu stören.

Wer sicherheitsbewusst ist, sollte daher die Firewall so scharf stellen, dass sie jedes unbekannte Programm meldet, das ins Internet will. Eine gute Firewall kommt von Comodo . Beachten Sie bei der Installation den unscheinbaren Link Installation anpassen und wählen Sie nur die Firewall. Nach dem Start öffnen Sie Einstellungen zum Verhalten der Firewall und wählen Eigene Richtlinie. Comodo wird nun bei neuen Programmen fragen, ob diese ins Internet dürfen.

Web-Schutz: Die meisten Angriffe kommen derzeit aus dem Web. Besonders beliebt sind bösartige Links in Facebook und Twitter. Diese Verweise versprechen etwas Aufsehenerregendes, führen aber zu Cracker-Sites. Die großen Suiten schützen davor, nicht aber die Freeware. Doch als Ergänzung bietet sich GData Cloud Security an, ein Browser-Plug-in für IE und Firefox, das Webseiten ebenfalls auf bösartige Skripte prüft.

Windows Defender: Ist Teil von Windows 7 und schützt vor Spyware und Trojaner. Es sollte eingeschaltet sein (im Startmenü Defender eingeben).

Backup: Ein wesentlicher Schutz der Daten liegt in der doppelten Datenführung. Wenn etwas passiert ist, so kann der kluge Anwender auf ein aktuelles Backup zurückgreifen. Wer eine üppige, externe Festplatte hat, kopiert einfach regelmäßig alle Daten in jeweils ein neues Verzeichnis (Backup 12/03 etc.) Wird der Platz eng, löscht er von hinten.

Richtige Backup-Programme erleichtern die Arbeit und erstellen inkrementelle Sicherungen. Das heißt, sie speichern zeitsparend nur geänderten Dateien. Der Klassiker ist Tray Backup .

Mit diesen Komponenten haben Sie einen Rundumschutz, vom Sicherheitsstandard mit einer Sicherheitssuite vergleichbar. Sie verzichten nur auf eine einheitlich Oberfläche.

Wer's mag

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In der Virtual Box installiert der Anwender zum Ausprobieren beliebige Programme. Diese haben keinen Zugriff aufs System.

Weitere Sicherheitskomponenten sind nicht für alle Anwender sinnvoll, aber jeder kann sich installieren, was er für sinnvoll hält.

Spam-Filter: Viele Sicherheitssuiten enthalten eine Komponente, die Spam und Phishing-Mail aussondert. Ein sehr bewährtes, eigenständiges Programm für diesen Zweck ist Spamihilator .

Sandbox: Einige Suiten bieten einen Sandkasten, in dem der Anwender Programme testen kann, ohne dass diese wirklichen Zugriff auf das System erhalten. Eine ähnliche Funktion bieten virtuelle Maschinen wie die Virtual Box . Der Nachteil ist, dass der Anwender ein volles Betriebssystem benötigt, viele Anwender haben aber noch ein altes Vista herumliegen.

Meistens gelingt es auch, ein auf dem PC installiertes Windows noch einmal in der virtuellen Maschine zu aktivieren. Der Vorteil von Virtual Box: Es bildet ein komplettes zweites System und mit den Snapshots lässt es sich in beliebige Zustände zurückschalten.

Zur reinen Virensuche und -beseitigung reicht die Rescue-DVD von Kaspersky, die der russische Virenjäger ebenfalls kostenlos zur Verfügung stellt. Bei Virenverdacht ist es sowieso sinnvoll, den Rechner mit einer Sicherheits-DVD zu booten.

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