Wir machen Technik einfach
Adobe, Corel und Co.

Foto-Verwaltungsprogramme im Vergleichstest

Von Adobe Photoshop bis Corel PaintShop oder CyberlinkDirector: Welches Programm eignet sich am besten zur Foto-Verwaltung? Wir machen den Vergleichstest.

  1. Foto-Verwaltungsprogramme im Vergleichstest
  2. Corel PaintShop Pro und Cyberlink PhotoDirector: Vergleich und Fazit
Fotos verwalten

© Giuseppe Porzani - Fotolia.com

Fotos verwalten: Welche Software eignet sich besonders gut?

Bei Partys, im Urlaub und in anderen Bereichen des täglichen Lebens ist eine Kamera oder das Smartphone eigentlich immer dabei. Hierbei entstehen viele Erinnerungen und eine riesige Flut an Motiven. Wer seine Fotos auf dem Computer speichert, kann die Sammlung mit Bildverwaltungen einfach und schnell sortieren und findet so bestimmte Aufnahmen im Handumdrehen wieder. Für einzelne Bilder oder Serien lassen sich in den Programmen Stichwörter vergeben. Diese helfen später beim Sortieren und Sichten. So lassen sich alle Bilder mit dem Begriff "Urlaub" mit einem Mausklick anzei​gen. Über ein zweites Stichwort für den Ort oder das Land wird die Suche nach dem richtigen Bild weiter eingegrenzt. An dieser Stelle unterstützt die GPS-Funktion von Kameras und Smartphones die Arbeit. Ist diese aktiviert, tragen die Geräte beim Fotografieren die Standortkoordinaten ein. Diese Daten werten die Fotoprogramme aus und der Anwender kann anhand der Werte seine Suche verfeinern. Weitere Möglichkeit: Die Stichwortsuche wird mit dem Zeitstempel des Fotos kombiniert. Für diese Daten greift die Software auf die Metadaten im EXIF-Bereich der Fotos zu. Dazu gehören Standort, Datum, Kameramodell oder die Aufnahmeeinstellungen. Wichtig an dieser Stelle: Man kann hier auch den Autor des Bildes eintragen. Funktioniert das nicht direkt im Aufnahmegerät, greift man auf die Fotosoftware zurück und gibt die Werte nachträglich ein.​

Relativ neu ist die Gesichtserkennung. Die Funktion analysiert Fotos nach Personen und der Anwender kann dabei passende Namen vergeben. Die Programme gleichen dann alle Fotos in der Sammlung ab und versuchen automatisch die Personen zu erkennen. Dabei arbeiten die Lösungen im Zweifelsfall mit Vorschlägen und verbessern​ mit Unterstützung des Nutzers ständig die Ergebnisse. Bei vielen Aufnahmen mit Personen, ist das Auffinden bestimmter Bilder damit sehr einfach. Für die Präsentation oder die Weitergabe von Fotos ist das Zusammenstellen einer Serie nicht immer ganz einfach. Das Aussortieren wird in den Programmen durch Bewertungssysteme unterstützt. Für das Teilen der Bilder muss man heute die Fotoverwaltungen nicht mehr verlassen. Die Bilder lassen sich direkt verschicken oder in sozialen Netzwerken wie Facebook anderen Personen zur Verfügung stellen.​

Lesetipp: Foto-Stapelverarbeitung - 6 Tools im Vergleich

Nicht immer sind die Aufnahmen optimal – hier helfen integrierte Verbesserungswerkzeuge. Für schnelle Anpassungen gibt es Automatikfunktionen und Assistenten. Dazu gehören die Korrektur von Farbe, Helligkeit, Entfernen von Dunst bzw. Nebel oder auch das Löschen von unerwünschten Objekten. Für höhere Ansprüche bei der Fotobearbeitung haben die Lösungen manuelle Werkzeuge an Bord. Bei diesen Modi hat der Anwender zahlreiche Optionen, gezielt das Material zu verändern. Wichtig an dieser Stelle: Fotografen, die Motive im RAW-Format aufnehmen, entwickeln die Bilder direkt am Computer. Diese Funktion ist heute quasi Standard, und es gibt mittlerweile eine umfangreiche Unterstützung für die verschiedensten Kameramodelle.​

ACDsee Ultimate 10

Nach dem Start gelangt man in den Verwaltungsmodus. Die Software setzt beim Sortieren der Bilder auf das Dateisystem des Windows Explorers. Der Anwender greift auf die bekannte Verzeichnisstruktur seines Systems zu. Ein Import in Sammlungen entfällt, was die Lernkurve bei der Nutzung sehr niedrig hält. Die Verwaltung und das schnelle Auffinden von Bildern erfolgt mithilfe von Stichwörtern und Kategorien. Ein Bewertungssystem und farbige Etiketten sind weitere Tools für die Sichtung der Aufnahmen.​

Zur Entwicklung und Verbesserung der Fotos gibt es ein RAW-Modul. ACDsee unterstützt außerdem praktisch alle gängigen Bildformate. Verzerrungen gleicht die Objektivkorrektur aus. Seine Stärken spielt das Programm beim Bearbeiten der Bilder aus, die in Echtzeit erfolgen. Alle Arbeitsschritte werden hier zum Foto hinzugefügt und das Original bleibt unverändert. Nachträgliche Bearbeitung ist also möglich. Für die Auswahl von Bereichen gibt es einen Zauberstab mit Kantenerkennung, der sehr exakt arbeitet. Schön sind auch die Retuschewerkzeuge für Porträts oder die Funktion zum Entfernen von Dunst oder Rauschen. Mithilfe von Ebenen und Maskentools werden Bildkompositionen realisiert. Hier kommen Verlaufsmasken und flexible Pinsel zum Einsatz.

Zum Teilen unterstützt ACDsee wichtige Foto- Communities wie Flickr und erlaubt den direkten Upload der Bilder zu Facebook. Außerdem bietet das Unternehmen mit ACDsee 360 Grad eine eigene Cloud-Lösung zum Speichern und Teilen im Internet an.​

ACDsee Ultimate 10, Adobe PS Elements 15

© Hersteller

ACDsee Ultimate 10: Mit dem Zugriff auf den Explorer ist der Einstieg und die Nutzung der Verwaltung sehr einfach. Adobe PSE 15: Bei der Fotoverwaltung gibt es viele Möglichkeiten, wobei die einfache Bedienung im Vordergrund steht.

Adobe Photoshop Elements 15 

Das Fotoprogramm ist in zwei Bereiche aufgeteilt: Organizer und Bearbeitung. Für die Verwaltung werden Bilder aus verschiedenen Quellen wie Verzeichnissen, Kameras oder einem Scanner importiert. Der Anwender arbeitet dann in einer Sammlung mit seinen Fotos und Videos – unsichtbar von den verwendeten Ordnern. Die Organisation erfolgt per Stichwort und Kategorien, die​ sich hierarchisch anordnen lassen. Kombiniert mit GPS-Angaben und Datum gibt es eine erweiterte Suche. Gesichtserkennung und Sortierung der Motive nach ähnlichen Inhalten beherrscht Photoshop Elements 15. Das funktioniert auch mit Tieren wie Katzen oder Hunden. Zum Teilen der Bilder hat Photoshop Elements 15 Anbindung an soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter. Außerdem transferiert der Anwender die Daten direkt zu Flickr, YouTube und Vimeo. Einfach ist das Erstellen von Grußkarten, Fotobüchern oder Cover für CD bzw. DVD. 

Die Assistenten zur Verbesserung der Bilder sind ausgefeilt und einfach zu bedienen. Die vordefinierten Einstellungen helfen, sehr gute Ergebnisse zu erzielen. Das Programm erklärt bei den Aufgaben jeden Schritt und führt den Anwender zum finalen Resultat. Der Experten-Modus eröffnet ähnliche Funktionsvielfalt wie beim große Adobe-Produkt Photoshop CC. Sehr viele Tools aus der Profi-Software sind vorhanden – dazu gehören die Ebenen, Auswahlwerkzeuge und die Arbeit mit Masken. Interessierte Fotografen kommen in den Genuss des Workflows von Adobe Photoshop CC.​

Mehr zum Thema

Photoshop-Alternativen (Symbolbild)
Photoshop-Alternativen

Für Privatanwender muss es nicht immer das teure Adobe Photoshop sein. Wir stellen kostenlose Alternativen für PC und Mac vor.
Bildbearbeitung Software - Symbolbild
Bildbearbeitungssoftware bis 100 Euro

In unserem Vergleichstest von Bildbearbeitungssoftware unter 100 Euro tritt Adobe Photoshop Elements 14 gegen drei Alternativen von Corel und Co. an.
Cyberlink Powerdirector 15 Ultra
Videobearbeitung

90,0%
Cyberlink Powerdirector 15 Ultra kann nun auch 360-Grad-Videos verarbeiten. Kann die Videoschnitt-Software auch sonst…
Laptop
Fotografie

Fotografen legen viel Wert auf leistungsfähige Bildbearbeitungsprogramme. Wir schauen uns Photoshop Elements, Paintshop und Affinity Photo im Test an.
Franzis Easy Foto
Bildbearbeitung

92,0%
Easy Foto will eine Bildbearbeitungssoftware für alle sein, die sich nicht groß mit Bildbearbeitung beschäftigen wollen.…