Online-Dienste im Vergleich

6 Fotokalender 2015 im Test - von Cewe bis PosterXXL

Perfekt als Weihnachtsgeschenk - ein selbst gestalteter Fotokalender! Nur welches der vielen Angebote ist das richtige? Wir haben 6 Online-Services für Fotokalender im Test gegeneinander antreten lassen.

Fotokalender - Test

© CEWE

Testsieger: Der Fotokalender von Cewe kann im Vergleich überzeugen.

Inhalt

Für den Test von Fotokalendern haben sich die Autoren für das gängigste Format entschieden: A4 im Panoramaformat - wenn möglich auf Echtfotopapier, alternativ mit Hochglanzveredelung. Außerdem wurden Fotos verschiedener Kameras eingesandt, u. a. auch bearbeitete Bilder. Wie der Test der Fotokalender zeigt, beherrscht nicht jeder Druckdienstleister Farbmanagement. Von sRGB abweichende Farbprofile werden nicht berücksichtigt - die Folge: Farben werden falsch abgedruckt. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte konvertiert seine Bilder vor dem Hochladen selbst ins Format sRGB.

Bei unbearbeiteten Fotos muss man sich in der Regel keine Gedanken machen - sie besitzen das Standardprofil sRGB. Beim Funktionsumfang unterscheiden sich die Angebote erheblich. Einige Anbieter erlauben z.B. nur die Online-Gestaltung der Fotokalender - und das in sehr eingeschränkter Form. Wem das nicht genug ist, der sollte in unsere Testtabelle schauen. Größeren Funktionsumfang bieten Gestaltungsprogramme für Windows und Mac - oder Apps. Auch hier hilft ein Blick in unsere Tabelle. Wer jede Seite individuell gestaltet, für den ist die freie Bildpositionierung wichtig - das wird aber nicht von allen unterstützt.

Onlinefotoservice - Cewe im Test

Cewe Onlinefotoservice

© Cewe

Viele Funktionen, gute Bildqualität und schnelle Lieferzeit machen Cewe zum Testsieger. Die Online-Gestaltung bietet so viele Funktionen, dass ein Griff zur Gestaltungssoftware eigentlich überflüssig ist. Dennoch sind Programme für alle gängigen Plattformate vorhanden.

Aufgrund der Partnerschaften ist bei Cewe die Direktabholung der Fotokalender beim Markt um die Ecke möglich. Mit 18 Euro für den A4-Panorama-Kalender auf Echtfotopapier ist Cewe der teuerste Anbieter im Testfeld. Bezahlen können Käufer per Rechnung, Lastschrift, Kreditkarte oder Paypal. Beim Kalenderformat hat man die Wahl unter zahlreichen Formaten. Neben Digitaldruck gibt es eine Hochglanzveredelung oder den Druck auf Fotopapier.

Die Gestaltung der Fotokalender erfolgt mit der umfangreichen Gestaltungssoftware für Windows, Mac oder Linux bzw. online. Alternativ ist sogar die Gestaltung mit Apps für Smartphones und Tablets auf Android- oder iOS-Basis möglich - so viel Wahlmöglichkeiten bietet keiner. Benutzt und bewertet haben die Tester die Online-Gestaltung. Sie ist vom Funktionsumfang nicht ganz so umfang reich wie die Gestaltungssoftware. Dafür bietet Cewe zahlreiche Layoutvorgaben, sodass keine Wünsche offen bleiben sollten.

Cewe punktet beim Echtfotokalender mit der schnellsten Lieferzeit: Nach nur zwei Werktagen kam der Kalender gut verpackt und unbeschädigt an. Die Qualität von Bindung und Papier ist tadellos. Überzeugen kann Cewe außerdem mit der Druckqualität: Die Farben sind minimal zu warm abgestimmt, ansonsten topp. Schärfe und Brillanz führen zum sehr guten Gesamteindruck. Obendrein erkennt Cewe Farbprofile und druckt die Bilder entsprechend.

Fazit: Schnelle Lieferzeit, sehr gute Bildqualität und Gestaltungssoftware für alle wichtigen Systeme. Viel mehr kann man von einem Druckdienstleister nicht erwarten. Sogar Direktabholung ist möglich. Der Cewe Fotokalender ist unser Testsieger.

Fujidirekt im Test

Fujidirekt Fotokalender

© Fujidirekt

Fujidirekt erreicht dank sehr guter Bildqualität und gutem Funktionsumfang den zweiten Platz im Testfeld. Im Vergleich bietet die Gestaltungssoftware nicht wirklich mehr Funktionen als die Online-Gestaltung.

Bei Fotokalendern haben Anwender die Wahl aus zahlreichen Formaten, auch Fotopapier ist möglich. Preislich bewegt sich der Kalender in A4 quer mit 15 Euro im Mittelfeld. Die Versandkosten sind mit drei Euro günstig. Direktabholung ist nicht möglich. Bezahlen geht per Rechnung, Lastschrift und Kreditkarte - Paypal ist bisher nicht vorgesehen.

Für die Gestaltung der Fotokalender haben Anwender die Wahl zwischen der Gestaltungssoftware für Mac und Windows sowie online - zudem gibt's eine App für iPad-Besitzer. Sowohl online als auch offline beschränkt sich der Funktionsumfang auf Hintergrundfarbe, Cliparts und Rahmeneffekte sowie Bildkorrekturen und Text - das war es schon. Layout-Vorlagen fehlen, dafür können Anwender Bilder frei positionieren.

Nach drei Tagen erreichte der gut verpackte Kalender die Autoren. Bindung und Papierqualität passen - wie bei der Konkurrenz. In Sachen Bildqualität kann sich die Konkurrenz von Fujidirekt durchaus etwas abschauen. Bildschärfe und Brillanz des Echtfotodrucks sind ausgezeichnet. Lediglich die Farbabstimmung fällt deutlich zu warm aus. Schwarzweißseiten sind knackig und nicht farbstichig.

Fazit: Fujidirekt überzeugt mit knackig scharfen und brillanten Drucken auf Echtfotopapier. Die Software nimmt Anwendern nicht allzu viel ab, geht jedoch in Ordnung. Leider fällt die Farbabstimmung zu warm aus. Fujidirekt ist unser Kauftipp für Sie.

Ifolor im Test

Ifolor Fotokalender

© Ifolor

Ifolor überzeugt bei der Bildqualität, kann aber nicht mit Farbprofilen umgehen - schade. Die Online-Gestaltung gefällt dank vieler guter Vorlagen - individuelle Platzierung ist hingegen leider nicht möglich.

Ifolor hat in der Vergangenheit immer wieder mit ausgezeichneter Qualität überzeugt. In Sachen Kalender punktet der Hersteller mit einer guten Auswahl an verschiedenen Formaten und Layout-Vorgaben. Allerdings beschränkt sich die Papierqualität auf Digitaldruck - Echtfotopapier oder Hochglanz-Veredelung gibt es nicht. Knapp 15 Euro verlangt der Hersteller für den Fotokalender im A4-Querformat. Dazu addieren sich noch 5 Euro Versandkosten. Bezahlt werden kann per Rechnung, Lastschrift, Kreditkarte oder Paypal.

Im Unterschied zu den meisten Konkurrenten bietet Ifolor die Gestaltung nur online oder mit einer iPad-App an. Die Software für Windows und Mac beherrscht nur die Fotobuchgestaltung - keine Kalender. Dafür fällt der Funktionsumfang so umfangreich wie bei keinem der anderen Probanden aus - insbesondere die zahlreichen Layout-Vorgaben gefallen. Individualisten haben dennoch das Nachsehen, denn freie Bildpositionierung sieht Ifolor nicht vor. Ebenso fehlt die Möglichkeit, Hintergrundbilder einzusetzen.

Beim Versand der Fotokalender lässt sich Ifolor mit fünf Tagen vergleichsweise viel Zeit. Das Paket kam gut verpackt und unbeschädigt an, Bindung und Papierqualität gehen in Ordnung. Die Bildqualität kann sich sehen lassen. Eine noch bessere Wertung verspielt der Druckdienstleister jedoch aufgrund mangelnden Farbmanagements, was zu Falschfarben beim entsprechenden Testbild führt - schade.

Fazit: Ifolor punktet mit umfangreicher und einfacher Online-Gestaltung und topp Bildqualität. Vor dem Einsenden sollten Anwender ihre Fotos jedoch ins sRGB-Format konvertieren, um Falschfarben zu vermeiden.

Pixelnet im Test

Pixelnet Onlinefotoservice

© Pixelnet

Das Hauptargument von Pixelnet ist der günstige Preis. Bei der Bildqualität kann Pixelnet in diesem Test jedoch nicht überzeugen. Bei der Online-Gestaltung sind Bildkorrekturen und Layout-Vorgaben Fehlanzeige. Dafür erlaubt der Dienstleister individuelle Positionierung.

Auch Pixelnet konnte in der Vergangenheit immer wieder mit guter Bildqualität sowie niedrigen Preisen überzeugen. Zumindest Letzteres bestätigt sich auch in diesem Test: Gerade mal 13 Euro kostet der A4-Echtfotokalender im Panorama-Format. Dazu kommen die ebenfalls niedrigen Versandgebühren von 3 Euro. Damit ist Pixelnet der günstigste Anbieter im Testfeld. Bezahlen können Interessenten per Rechnung, Lastschrift oder Kreditkarte - Paypal und Co. akzeptiert Pixelnet nicht.

Die Gestaltung der Fotokalender erledigen Kunden wahlweise per Software für Windows oder Mac oder online. Bei der Online-Gestaltung bietet Pixelnet nur zwei Vorlagen. Dafür können Anwender beliebig viele Fotos hinzufügen und selbst arrangieren - Gleiches gilt für Text. Korrekturen und Bildeffekte erlaubt der Dienstleister bei der Online-Gestaltung allerdings nicht. Allerdings ist die Bildbearbeitung ohnehin nicht die Domäne einer Kalender-Gestaltungssoftware. Wer mehr Funktionen will, der muss zur voll ausgestatteten Software für Windows und Mac greifen.

Das gut verpackte Paket von Pixelnet erreichte die Tester nach vier Werktagen. Qualität von Bindung und Papier sind ohne Tadel. Bei der Bildqualität kann Pixelnet diesmal nicht ganz überzeugen: Alle Drucke sind etwas zu hell abgestimmt, was Punkte bei Brillanz und Farbtreue kostet. Zudem wirken die Fotos nicht so scharf wie bei manchem Konkurrenten.

Fazit: Pixelnet bietet den günstigsten Preis im Testfeld. Dafür müssen die Käufer jedoch etwas weniger scharfe und geringfügig zu hell abgestimmte Drucke in Kauf nehmen.

PosterXXL im Test

PosterXXL Fotokalender

© PosterXXL

PosterXXL patzt dieses Mal bei der Qualitätskontrolle, Druckerstreifen sind auf allen Bildern sichtbar. Die Online-Gestaltung taugt aufgrund des nicht vorhandenen Funktionsumfangs nur für ganz eilige Kalendergestalter. Für alle anderen bietet PosterXXL die normale Gestaltugnssoftware.

Der Druckdienstleister für die wirklich großen Sachen hat inzwischen jede Menge "Kleinigkeiten" im Angebot - darunter auch Fotokalender. Neben zahlreichen Formaten bietet PosterXXL auch den Kalenderdruck auf Echtfotopapier an. Mit 15 Euro bewegt sich der Hersteller im Mittelfeld - sechs Euro Versand sind jedoch üppig. An Bezahlmethoden unterstützt der Dienstleister Rechnung, Kreditkarte und Paypal - nicht jedoch Lastschrift.

Bei der Gestaltung der Fotokalender haben Interessenten die Wahl zwischen online oder der Gestaltungsoftware für Windows und Mac. Für Apple-Tablets ist außerdem eine App verfügbar. Bei der Online-Gestaltung geht sehr wenig - den Bildausschnitt können Anwender selbst festlegen sowie die Hintergrundfarbe von Weiß auf Schwarz setzen - das war's. Mit der Software ist deutlich mehr möglich. Nur ein Gestaltungsraster fehlt. Layout-Vorgaben gibt es  ebenfalls nur zwei. Dafür sind inviduelle Platzierungen möglich.

Ganze fünf Tage ließ sich PosterXXL mit der Zustellung Zeit. Das Paket erreichte die Tester gut verpackt und unversehrt. Wie bei den Konkurrenten gibt es an Bindung und Papierqualität nichts zu mäkeln. Leider wurde bei der Qualitätskontrolle ein Bildfehler übersehen: Druckerstreifen ziehen sich durch alle Fotos hindurch - das ist ein Reklamationsgrund. Ansonsten ist die Farbabstimmung sehr gut gelungen - sogar Farbmanagement beherrscht der Anbieter. Bildschärfe und Brillanz könnten allerdings besser sein.

Fazit: Aufgrund des übersehenen Bildfehlers fährt PosterXXL das schlechteste Ergebnis bei der Bildqualität ein. Ansonsten ist die Online-Gestaltung nur was für ganz eilige Zeitgenossen - alle anderen greifen zur Gestaltungssoftware.

Snapfish im Test

Snapfish Fotokalender

© Snapfish

Snapfish ist für Fotografen wohl eher ungeeignet. Weder erlaubt es individuelle Seiten-Layouts noch bietet es als Ausgleich viele Vorlagen. Eine extra Software zur Gestaltung fehlt. Immerhin sind einfache Korrekturen möglich. Bei der Bildqualität kann Snapfish allerdings nicht mit den Konkurrenten mithalten.

Snapfish ist der Print-Dienstleister des Druckerherstellers HP. Eine Gestaltungs-Software gibt es nicht - bei Snapfish passiert alles online. Lediglich eine Software zum Hochladen der Bilder ist vorhanden. Preislich bewegt sich Snapfish mit knapp 15 Euro im Mittelfeld - dazu kommen noch fünf Euro Versandkosten. Bezahlen können Interessenten per Rechnung, Kreditkarte oder Paypal, Lastschrift geht nicht.

Ziemlich spartanisch kommt die Kalendergestaltung daher. Die größte Einschränkung ist, dass sich Bilder nicht füllend platzieren lassen - es bleibt immer ein dicker Rand in alle Richtungen. Beim gewählten Kalender A4 quer gibt's zwei Layout-Vorgaben: eine für ein Breitformatfoto und eine für zwei Hochformatfotos. Immerhin dürfen Anwender den Bildausschnitt festlegen - mehr nicht. Bildkorrekturen sind möglich, und Platz für individuellen Text ist in einer Box vorgesehen. Mehr geht nicht.

Der Snapfish-Kalender kam nach drei Tagen gut verpackt und ohne Tadel bei den Testern an. Bindung und Papierqualität passen. In Sachen Druckqualität kommt Snapfish jedoch nicht an die Konkurrenz heran. Die Farben sind generell zu kalt abgestimmt, außerdem wirken sie etwas flau. Die Schärfe ist gut, wenngleich die Drucke im Vergleich zu den Konkurrenten aufgrund der Formatbeschränkung kleiner ausfallen. Die flauen Farben kosten außerdem Brillanz.

Fazit: Für Fotoenthusiasten wohl nicht der Dienstleister der Wahl - zu wenig Gestaltungsmöglichkeiten. Trotz insgesamt guter Bildqualität kann Snapfish nicht bei der Bildqualität konkurrieren.

Gesamtfazit: Fotokalender im Vergleich

Mit großem Abstand führt Cewe das Testfeld bei Fotokalendern an; er bietet als einziger eine Gestaltungs-Software für alle gängigen Plattformen. Die Bildqualität ist durchgehend sehr gut. Den 2. Platz belegt Fujidirekt: Bei der Bildqualität ist der Echtfotokalender spitze und deutlich günstiger als Cewe - Kauftipp Preis/Leistung. Platz drei geht an Pixelnet und Platz 4, mit nur 0,5 Punkten Abstand, an Ifolor. Während Ifolor mit sehr guter Bildqualität punktet, bietet Pixelnet die umfangreichere Gestaltungsmöglichkeiten und ist der Günstigste im Testfeld. 

PosterXXL verpatzt sein Ergebnis mit einem durch die Qualitätskontrolle gerutschten Druckfehler, Snapfish kann hingegen weder mit Bildqualität noch mit Funktionen überzeugen. Große Unterschiede macht die Papierwahl heute nicht mehr. Sowohl Dicke und Haptik als auch die Druckqualität sind mehr oder weniger identisch. Echtfoto-Abzüge sind leicht glänzend und resistenter gegenüber Schmutz - Gleiches lässt sich beim Digitaldruck mit Hochglanzveredelung erreichen. Robustheit ist allerdings nicht zwingend auf Veredelung angewiesen. Was bleibt ist ein qualitativ hochwertiger, matter Druck.

Fotokalender

© Hersteller

Insgesamt ist eine lange Lebenszeit bei Kalendern ohnehin eher zu vernachlässigen. Und auch preislich macht die Papierwahl so gut wie keinen Unterschied - am Ende bleibt es also Geschmackssache.

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