Vergleichstest

Gigabit-Switches im Stresstest: Fazit

PCMNetBench

Für den bisher nur selten durchgeführten Durchsatztest an Switches musste zuerst ein Messverfahren für die Gigabit-Switches definiert werden. Versuche mit einigen Testprogrammen aus dem Web zeigten leider, dass keines der Programme in der Lage war, an das theorethische Maximum von zirka 125 MByte/s heranzukommen. Außerdem wollten wir speziell das Szenario mehrerer Clients an einem Server testen - hierfür fanden wir kein kostenfreies Programm.

Daher haben wir PCMNetBench entwickelt. Die erste Version dieses Tools ermöglicht es, auf einen Serverprozess, der konfigurierbar mehrere TCP-Ports öffnet und auf diesen lauscht, mehrere Clients loszulassen. Der Serverprozess nimmt, unter Zuhilfenahme einer größeren Anzahl Threads, einfach nur Daten der Clients entgegen und sendet diese wie ein Echo an diesen Client zurück.

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© Hersteller/Archiv

Server und Client unserer Eigenentwicklung PCMNetBench: Konfigurierbar ist der Start TCP Port, die Anzahl der Ports, die IP-Adressen von sich selbst und anderen Beteiligten, eine maximale Laufzeit, das Netzwerkinterface, Puffergrößen und Queuelängen sowie das Intervall der PerformanceCounter-Abfrage.

PCMNetBenchServer kann mit einer konfigurierbaren Puffergröße optimiert werden, um sich an den maximal, möglichen Durchsatz heranzutasten. Der Client sendet fortwährend Daten zum Server, nimmt diese wieder in Empfang und überprüft die empfangenen Daten auf Korrektheit. Messergebnisse gewinnen Server und Client über die Abfrage der Windows Performance Counter.

In regelmäßigen, konfigurierbaren Abständen werden TimeStamp und gesendete bzw. empfangene Bytes abgefragt. Alle beteiligten Prozesse senden diese Messwerte, sowie einige zusätzliche Ablaufinformationen, an einen gemeinsamen Syslogprozess auf der Servermaschine.

Die Auswertung erfolgte dann über einen Zeitraum von genau 100 Sekunden in einer Phase, in der sich die Durchsätze offensichtlich eingependelt hatten.

Temperaturentwicklung

Keiner der getesteten Switches eignet sich als Kaffeewärmer, die Temperaturentwicklung hielt sich derart in Grenzen, dass wir die gemessenen Temperaturen an der Gehäuseoberseite nur der Vollständigkeit halber in der Tabelle erwähnen.

Fazit

Wem fünf GBit-Ports reichen, für den ist der günstigste Switch für zirka 21 Euro ein wirkliches Schnäppchen. Bei acht Ports bieten der D-Link, aber auch noch der Cisco, ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Wer PoE oder maximal mögliche Performance benötigt, muss etwas mehr Geld in die Hand nehmen.

Unser selbst entwickelter Benchmark offenbart Unterschiede, die bei "normalen" Anwendungsfällen nicht wahrzunehmen wären. Insofern ist sicher keiner der getesteten Switches eine schlechte Wahl.

Einige Geräte versprechen spezielle Mechanismen zur Reduzierung des Stromverbrauchs. Hierzu zählt beispielsweise die Abschaltung nicht benutzter Ports oder die Berücksichtigung der Kabellänge bei der Stromabgabe an die Datenempfänger. Möglicherweise ein spannendes Thema für eine der nächsten Ausgaben.

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