Außen hui, innen pfui?

Labortest und Kaufkriterien

  1. Externe Festplatten im Test
  2. Labortest und Kaufkriterien

Im Rahmen unseres Standard-Labortests von Festplatten versuchen wir, die Daten auf der Festplatte auszulesen. Das ist aber nur dann möglich, wenn der Hersteller der externen Festplatte die Firmware nicht manipuliert hat. Wenn wir Daten erfolgreich auslesen konnten, dann geben wir beispielsweise die Umdrehungen pro Minute (RPM) in der Tabelle an.

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© Hersteller/Archiv

Die Anschlüsse der 2,5-Zoll-Platten: Oben ist der USB-3.0-Connector. Ein Kabel liegt allen Platten bei und kann auch mit USB 2.0 verbunden werden. Unten: eSATA und Mini-USB 2.0.

Festplatten mit einer höheren Umdrehungsgeschwindigkeit sind schneller, sie neigen aber im Betrieb auch zu einem höheren Geräuschpegel. Schnell drehende Festplatten im 3,5-Zoll-Format können sich in Vibrationen versetzten, die sich dann beispielsweise auch auf eine Tischplatte übertragen. Einige Hersteller, wie etwa Fantec oder Verbatim, beugen dem durch gummierte Füße oder Halterungen vor.

Darauf sollte man beim Kauf achten. Ein wichtiges Kaufkriterium ist sicherlich die Schnittstelle. Wer beispielsweise eSATA in einem PC hat, an dem die Festplatte angeschlossen werden soll, der braucht auch ein Gerät mit dieser Schnittstelle. Allerdings kommen dieser Tage die ersten Festplatten auf den Markt, die schon über eSATA und das schnelle USB 3.0 verfügen - wir haben eine davon im Test, die Fantec Alu3e.

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Eine solche Kombi-Lösung hat den Vorteil, dass man für beide Welten gerüstet ist. Die 3,5-Zoll-Platten gibt es in Größen bis zu 3 Terabyte. Als mobile Begleiter sind sie aber weniger gut geeignet, nicht nur weil sie größer und schwerer sind als ihre 2,5-Zoll-Brüder, sondern auch weil man zusätzlich ein Netzteil mitnehmen muss.

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© Hersteller/Archiv

Die Superior SH14 von ADATA macht nicht nur optisch ein gute Figur. Das Gehäuse ist Spritzwasser gefeit und die weiche Plastik-Ummantelung schützt gegen Stöße.

Die handlichen 2,5-Zoll-Festplatten sind in Größen bis zu einem Terabyte erhältlich und begnügen sich mit dem Strom, den sie über USB vom PC beziehen. USB 3.0 hat den Vorteil, dass Daten nicht nur sehr schnell, sondern auch im so genannten "Full-Duplex" übertragen werden können, also gleichzeitig in beide Richtungen.

Das erfordert mehr Kabelverbindungen. Wenn USB-3.0-Kabel zwei Stecker an einem Kabelende haben, so ist dies dafür da, um eine höhere Spannungsversorgung mit bis zu 900mA zu gewährleisten. Bei USB 2.0 werden maximal 500mA angelegt.

Auffällige Testkandidaten

Der Testsieger gefällt aufgrund der hohen Datentransferraten. Technisch hat One alles richtig gemacht. Die verbaute HDD ist wenigstens über ein schnelles SATA-2-Interface angebunden und erreicht damit anfänglich Datenraten von über 150 MByte/s (vgl. Tabelle).

Allerdings hat uns die Verarbeitung des Gehäuses nicht gut gefallen. Die ganze Konstruktion ist lediglich mit einer Schiebehalterung zusammengehalten. Unterwegs kann das schief gehen.

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© Hersteller/Archiv

Die AluDisk 3.0 von One Technologies wird lediglich von einem Schiebeschalter im Alugehäuse gehalten. Das scheint wenig sicher und ist für den Transport ungeeignet.

Wer gerne auf Schnäppchenjagd geht, sollte sich die Produkte von Samsung mal näher ansehen. Die gesamte HDD-Sparte haben die Koreaner kürzlich an Hitachi verkauft. Restbestände an externen Festplatten findet man aber online noch bei diversen Hardware-Kistenschiebern zu Schleuderpreisen. Die Story Station 3.0 liefert ordentliche Leistung und ein sehr gut verarbeitetes Gehäuse zu einem sehr günstigen Preis.

Im Lager der handlichen 2,5-Zoll-Platten können wir besonders die Verbatim Executive für Laptop-Besitzer empfehlen. Die Transferraten sind angemessen für eine 2,5-Zoll-HDD mit 5400 Umdrehungen pro Minute und sie hat eine praktische "One-Touch-Backup"-Funktion.

Zwar kann das Buffalo Drivestation Combo 4 nicht gerade mit Leistung überzeugen, wer aber auf FireWire 800 und lange Kabel (vgl. Tabelle) angewiesen ist, findet im Combo 4 einen passenden Partner.

Download: Tabelle

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