Optische Medien

Fazit

Testfeld: Bulk oder Retail

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© PC Magazin

Blu-ray-Brenner werden mit einem modernen Rechner mit Windows 7 64Bit getestet. Dieser verfügt über externe SATA-, eSATA-, USB-3.0- und 12V-Anschlüsse. Die Brenntests werden mit Opti Drive Control, der Nero Suite und ausschließlich mit hochwertigen Verbatim-Medien durchgeführt.

Einzug in diesen Test fanden nur PC-Laufwerke im 5 1/4-Zoll-Format. Pioneer hat seine Pressearbeit bei Blu-ray-Brennern in Deutschland faktisch eingestellt und so haben wir uns von Alternate das BDR-206 DBK zukommen lassen, das es allerdings nur in der Bulk-Version gab. Entscheidende Punkte fehlen dem Testkandidaten dadurch natürlich.

Die Retail-Versionen mit speziellen Softwarebundles haben einen entscheidenden Vorteil. Meist liegen (wenn auch nicht ganz aktuelle) Brenn- und Authoringsuiten bei, die sowohl das Abspielen von Blu-ray-Filmen, als auch das Brennen von Medien ermöglichen.

Ältere Brennprogramme unterstützen das Brennen von Blu-ray-Medien nicht notwendigerweise und selbst wenn sie diese Funktion anbieten, kommt es vor, dass Schreibvorgänge gelegentlich abgebrochen werden. Das kostet unnötige Zeit und Nerven. Die beiliegenden Suiten, meist ist es eine spezielle Version der Cyberlink BD Suite, sind auf den Brenner abgestimmt und funktionieren auch.

Probleme beim Filmgucken

Wer sich zu seinem neuen Blu-ray-Laufwerk einen Blu-ray-Film in die Einkaufstüte legt, der könnte ein böse Überraschung erleben. Dann nämlich, wenn er seinen PC-Monitor mit einem DVI- oder VGA-Kabel betreibt. Intels Kopierschutz HDCP gilt zwar seit September 2010 als geknackt, in der Praxis funktioniert er aber noch ganz prima.

Und das bedeutet, dass der Film nach rund 15 bis 20 Minuten mit einer Fehlermeldung einfach anhält. Den Film kann man neu starten, aber er wird immer wieder an der selben Stelle stoppen. Nur wer sein Endgerät, in diesem Fall den PC-Monitor, über HDMI betreibt, darf auch in den Genuss von Blu-ray kommen.

Bevor man sich also ein PC-Laufwerk zulegt, sollte man prüfen, ob die Grafikkarte über einen HDMI-Ausgang verfügt. Bei eBay gibt es "HDFURY"-Adapter für rund 100 Euro, die dem "Kopierschutz" ein HDMI-Endgerät vorgaukeln und das Signal über VGA weiterleiten. Wer sich in einem solchen Fall als ehrlicher Kunde schlecht beraten und genötigt fühlt, neue Hardware für teures Geld zu kaufen, wird womöglich versucht sein, einen anderen, dunklen Pfad zu beschreiten.

"Sicherheitskopien" anlegen

Dem HDMI-/HDCP-Debakel entkommt man als PC-Kunde entweder, wenn man vollständig auf HDMI umsteigt oder indem man sich "Sicherheitskopien" der Blu-ray Filme auf die Festplatte zieht, so wie dies inzwischen eine große Anzahl von "Hackern" zu tun scheint.

Forenuser berichten, dass das Softwaretool AnyDVD HD von SlySoft (www.slysoft.com) eine der wesentlichen Voraussetzungen sei, die Filmdaten in komprimierter Form auszulesen. Einen Kopierschutz zu umgehen, auch wenn es nur dazu dient, einen teuer gekauften Film anzusehen, ist aber nicht legal.

Fazit

Die Brenner machen alle eine sehr gute Figur. Wer ungetrübtes Filmvergnügen genießen will, sollte vor dem Brennerkauf Grafikkarte und Monitor auf HDMI-Anschluss prüfen.

Download: Tabelle

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