Fahrrad Navigation

Fahrrad-Navis im Test - Garmin Edge 810 vs. Mio Cyclo 505 HC

Wir haben die Fahrrad Navigationsgeräte Garmin Edge 810 und Mio Cyclo 505 HC für Sie getestet. Lesen Sie hier über das beste Navi fürs Fahrrad.

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© Hersteller

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Fahrrad Navigation ist praktisch: Sie ersparen im Urlaub, im Gelände und in neuen Städten viele Fragen: Welche Routen liegen vor meiner Haustür? Wo fahre ich besser nicht lang? Und wenn ich eine gute Route gefunden habe: Wie bleibe ich dann auf der richtigen Strecke? Und wenn man auf freier Wildbahn dann auch noch seine Leistung im Auge behalten will, kann man schonmal ins Schwitzen kommen.  Mit dem richtigen GPS-Fahrradcomputer wird die sportliche Fahrradtour zum Erfolgserlebnis. Wir haben für Sie die zwei Fahrrad-Navis Garmin Edge 810 und Mio Cyclo 505 HC im Test.

Garmin Edge 810

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© Garmin

Pro

  • umfangreiche Ausstattung
  • lange Akkulaufzeit
  • drahtlose Datenübertragung
  • per Smartphone-App

Contra

  • keine Topokarte im Lieferumfang
  • hoher Preis
  • spiegelndes Display

Für 450 Euro ist Garmins Edge 810 zwar kein Schnäppchen, liefert aber enormen Funktionsumfang in einem kompakten und mit 98 Gramm sehr leichten Gerät. Nicht zuletzt bringt der Edge 810 einen Trittfrequenzsensor, einen Pulsgurt und einen Geschwindigkeitsmesser mit, falls der GPS-Empfang einmal abbrechen sollte. Diese Sensoren lassen sich einfach am Rad anbringen und verbinden sich drahtlos mit dem Edge. Neu ist auch das Garmin-Sportportal Garmin Connect: Die aufgezeichneten Daten werden nach oder während der Tour via Bluetooth und die kostenlose Smartphone-App "Garmin Connect Mobile" (iOS, Android) übertragen. Auch Livetracking, also das Verfolgen der Tour in Echtzeit am heimischen Computer, ist über das Garmin-Connect-Portal problemlos möglich.

Der Garmin Edge 810 wird über einen resistiven Touchscreen und zwei Tasten am unteren Gehäuserand bedient, wobei das Display auch bei Sonne noch gut ablesbar ist. Die Datenfelder lassen sich nach Belieben belegen, zwischen den Menüseiten blättern Sie einfach durch. Die Auflösung reicht zwar längst nicht an moderne Smartphones heran, doch dafür hält der Edge mit bis zu 17 Stunden doppelt so lange durch wie die smarte Konkurrenz. Dank großer Schaltflächen ist die Bedienung auch ein Leichtes. Alternativzur manuellen Tour-Eingabe lassen sich mit dem Edge auch Wege berechnen oder gespeicherte Touren aufrufen und erneut abfahren.

Im Preis ist beim Edge 810 ein Bundle inklusive Sensoren, verbesserter Halterung undStraßenkarte enthalten. Rennradfahrern dürfte dies genügen, da sie ja meistens auföffentlichen Straßen strampeln. Mountainbiker hingegen sollten dringend in eine derausgesprochen detaillierten Topokarten investieren, die bei Garmin unter dem NamenGarmin BirdsE ye Select für verschiedene Regionen zum Preis von jeweils rund 20 Eurozu haben sind.

Wer gerne Touren nachfahren möchte, dem sei das Portal GPSies empfohlen. Hier findet sich nicht nur eine riesige Auswahl für Mountainbiker und Rennradfahrer, es lassen sich auch Touren von dem Portal direkt auf den Garmin Edge 810 übertragen.

Mio Cyclo 505 HC

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© Mio

Pro

  • satte Ausstattung
  • Wi-Fi und Bluetooth 4.0
  • Akkulaufzeit rund 12 Stunden

Contra

  • hakelige Verwaltung über Software
  • hoher Preis
  • spiegelndes Display

Eine schicke und schlanke Alternative zum Smartphone liefert Mio mit dem neuen Cyclo 505 HC.Das 129 Gramm leichte GPS-Gerät ist prädestiniert für den sportlichen Einsatz.Und was man für den stolzen Preis von knapp 470 Euro bekommt, kann sich sehen lassen: Das auf Open Street Map und Tele Atlas basierende Kartenmaterial umfasst 23 europäische Länder inklusive Fahrradkarten. Auch hier überwachen Herzfrequenz-, Trittfrequenz- und Geschwindigkeitssensor die Leistungen und bilden diese auf dem 3-Zoll- Touchscreen ab. Über ein integriertes WLANModul kann das Mio Cyclo 505 HC drahtlos mit den Mio-Servern synchronisiert werden. 

Die Bedienung über die großen Kacheln erinnert ein bisschen an das Betriebssystem Windows Phone und gelingt unterwegs einwandfrei - lediglich bei Nässe reagiert der Touchscreen nicht immer präzise. Ähnlich wie beim Konkurrenten Garmin Edge 810 hat man mehrere Möglichkeiten zur Navigation: Man kann klassisch eine Route von A nach B berechnen oder sich im Surprise Me-Modus bis zu drei Zufallsrouten ausgeben lassen. Dabei berücksichtigt die Software Eingrenzungen, mit denen sich Kopfsteinpflaster, Fahrradrouten oder unbefestigte Wege meiden lassen. Zusätzlich kann man eine Route auf das Gerät laden und diese nachfahren. Im Übersichtsmodus werden alle Fahrdaten angezeigt, die Felder lassen sich nach Belieben anpassen und belegen.

Unterwegs macht der Mio eine ordentliche Figur auf dem Lenker, auch wenn man dieberechneten Routen mit Surprise Me nicht immer blind abfahren sollte. Es sind gute Wegstrecken dabei, doch es kommt auch vor, dass die eine oder andere Zufallsroutenicht ganz ideal ausfällt. Dank vorinstallierter Fahrradkarte empfiehlt sich das Mio vorallem für Mountainbiker. Zudem bietet Mio ein Portal namens Mioshare, auf dem man sich neue Touren beschaffen oder eigene Touren hochladen kann. Der Umfang des Portals ist allerdings längst nicht so groß wie beim Konkurrenten Garmin. Mioshare ist über den Browser oder über eine PC-Software verfügbar (leider bisher noch nicht für Mac). Die Verwaltung könnte auch etwas weniger hakelig sein.

Wenn es doch eine Navi-App sein soll:

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Wer sich in einer Region noch nicht auskennt, dem sei die App Komoot (iOS, Android) empfohlen. Eine Region gibt's gratis, weitere Regionen kosten 3,59…

Fazit

In Sachen Funktionsumfang kann der Konkurrent Mio Cyclo dem Marktführer Garminleicht die Stirn bieten. Besonders die detaillierten Wegbeschreibungen können sich sehen lassen, leider sind die Wege mit Surprise Me nicht immer zuverlässig und die Verwaltung am PC ist auch verbesserungswürdig. Garmin hingegen bietet darüber hinaus Extra Zubehör sowie nützliche Smartphone-Apps an - und das bei einem 20 Euro günstigeren Preis.

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