All-in-One-PCs zum Anfassen

Einsteigermodell

Multitouch im großen Stil

Der HP TouchSmart 600-1220de wird zu einem ähnlichen Preis wie der MSI verkauft. Der Fokus liegt aber beim TouchSmart weniger auf den Leistungswerten, sondern eher auf der Ausstattung und den Multitouch-Fähigkeiten. So kann man beim HP eine ganze Reihe raffinierter Details entdecken, die man bei den anderen Geräten im Testfeld vergebens sucht.

So ist etwa die Webcam in der Neigung verstellbar, für das Keyboard ist an der Unterseite des Rechners eine Beleuchtung angebracht und der Monitoreingang für Spielekonsolen lässt sich auf Tastendruck zwischen Composite und HDMI umschalten. Auch die Ausstattung des knapp 1500 Euro teuren TouchSmart 600-1220de ist mit einem TV-Tuner, Fernbedienung, einer 1,5-Terabyte-Festplatte und einem Slot-in-Blu-ray-Combo ausgesprochen opulent ausgefallen.

Bei den Benchmarks muss der HP dagegen Federn lassen: Hier bremst vor allem die schwache GeForce-230GT-Grafikkarte. Mit 5852 Punkten im Systembenchmark PCMark Vantage ist der HP zwar keineswegs langsam, trägt aber im Vergleich zu den anderen Testkandidaten hier die rote Laterne. Die große WDPlatte läuft durch ihre niedrige Drehzahl von 5400 U/Min. zwar sehr leise, aber auch nicht gerade schnell.

Der Dell Inspiron One 2310 Desktop in unserem Vergleichstest ist die Top-Ausstattung der Modellreihe. In dem 23-Zöller steckt als CPU der Core i5-460M mit 2,53 GHz Taktrate. Diese Mobile-Variante des Core i5 kommt mit 35 Watt aus. Aus der Mobile-Schublade stammt auch der Grafikchip ATI Mobility Radeon HD 5470. Die 3D-Leistung ist eher bescheiden, der Dell ist mit 1374 Punkten im 3DMark Vantage das Schlusslicht im Test.

Dafür sorgt die Karte für eine gute Wiedergabe von Blu-ray-Videos. Bei der sonstigen Ausstattung zieht der 1099 Euro teure Dell mit dem Testsieger Asus gleich und bietet ebenfalls sechs GByte Arbeitsspeicher, eine Terabyte-Festplatte und einen TV-Tuner nebst Fernbedienung.

Er kann auch ebenso wie die Geräte von ASUS, HP und MSI als Full-HD-Monitor für eine Spielekonsole oder ein anderes Gerät dienen. Der Dell verfügt sogar über einen Composite-Eingang. Zudem ist er mit 60 Watt beim Office-Betrieb der sparsamste All-in-One im Testfeld.

Bildergalerie

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Galerie

Das HP-Gerät kommt mit vielen Details, etwa der in der Neigung verstellbaren 3/11 Webcam.HP TouchSmart 600-1220deInternet: www.hp.com/de; Preis:…

Einsteigermodell

Mit einem Preis von 799 Euro ist der Acer Aspire AZ3751 der günstigste Rechner im Test und damit gleichzeitig unser Spartipp. Trotz des vergleichsweise moderaten Preises ist der Acer mit einem Intel Core i3 540 mit 3,07 GHz Taktfrequenz, vier GByte Arbeitsspeicher und einer ATI Radeon HD 5570 als Grafikkarte ausgestattet.

Das 21,5-Zoll-TN-Panel stellt, wie bei den anderen All-in-Ones im Testfeld, die Full-HD-Auflösung dar. Gespart wurde an der Ausstattung: Die WD-Festplatte fasst nur 500 GByte und als optisches Laufwerk dient ein DVD-Brenner. Eine interne TV-Karte fehlte im Testgerät, kann aber optional geordert werden. Die MCE-Fernbedienung war schon mit im Paket.

Der All-in-One von Acer verfügt als einziger PC im Test nicht über einen Monitoreingang. Bei Maus und Keyboard bekommt man in der getesteten Ausstattungsvariante nur kabelgebundene Modelle.

Bei den Leistungswerten liegt der Aspire mit 7732 Punkten beim PCMark Vantage im Mittelfeld, die kleine Desktop-Grafikkarte reicht auch für weniger anspruchsvolle DX10-Spiele aus, wenn man die Auflösung reduziert. Im 3DMark Vantage erzielt der AZ3751 mit 4026 Punkten einen für einen All-in-One befriedigenden Wert.

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