Spiegelreflexkamera Kaufberatung

Was muss ich beim DSLR-Kauf beachten?

Sie überlegen, eine digitale Spiegelreflexkamera (DSLR) zu kaufen? Wir beantworten die wichtigsten Fragen, geben Ihnen eine umfassende Beratung und verraten, worauf Sie beim Kauf achten müssen - von der Ausstattung bis zum Hersteller.

  1. Was muss ich beim DSLR-Kauf beachten?
  2. Unterschied bei Hersteller, Einsatzzwecke und Trends
DSLR Kaufberatung

© afe207 - Fotolia.com / WEKA

DSLR Kaufberatung

Digitale Spiegelreflexkameras (DSLR) liefern von allen Kameratypen die beste Bildqualität und sind am flexibelsten einsetzbar - auch wenn ihr Vorsprung gegenüber spiegellosen Systemkameras schrumpft. Deswegen tauschen immer mehr Amateurfotografen ihre Kompaktkamera gegen eine DSLR. Aber welches DSLR-Modell ist das richtige? Rund 50 Modelle von 12 Herstellern stehen zur Auswahl.

Alle Spiegelreflexkamera-Hersteller versuchen, mit günstigen Einsteiger-DSLRs Kunden langfristig zu binden. Denn Fakt ist: Wer sich einmal für eine Marke entschieden hat, kauft nicht nur eine Kamera, sondern legt sich auch auf ein System fest - und kauft später passende Objektive, Blitzgeräte und Zubehör nach. Auch wenn sich fotografisches Können und technische Anforderungen an die Kamera weiterentwickeln, bleiben die meisten Fotografen auch als Fortgeschrittene oder Profis dem einmal gewählten System treu. Entsprechend sorgfältig sollte man seinen Einstieg in die Welt der digitalen Spiegelreflexfotografie planen.

Die Abkürzung DSLR steht übrigens für Digital Single Lens Reflex - Kamera mit einem Objektiv -, nicht etwa für Spiegelreflex. Beim Preis unterscheiden sich das günstigste und teuerste DSLR-Modell locker um den Faktor 10 - entsprechend groß sind die Unterschiede bei der Ausstattung.

In diesem Artikel hat die colorfoto.de-Redaktion die wichtigsten Fragen für Sie zusammengestellt und beantwortet. So sind Sie für den Kauf einer Spiegelreflexkamera bestens gerüstet.

Was unterscheidet DSLRs von anderen Kameras?

Spiegelreflexkameras bieten im Vergleich zu Kompaktkameras zwei wesentliche Vorteile:

  1. Die Sensoren, die das Bild aufzeichnen, sind deutlich größer. Das ermöglicht eine erheblich bessere Bildqualität.
  2. Statt fest eingebauter Optiken gibt es Wechselobjektive. So lässt sich die Kamera an jede erdenkliche Aufgabe optimal anpassen.

Eine Sonderrolle nehmen die sogenannten Bridgekameras (auch Megazoomer genannt) ein. In Größe und Aussehen erinnern sie an eine SLR, tatsächlich sind sie aber klassische Kompaktkameras mit kleinem Sensor und fest eingebautem Objektiv, das einen sehr großen Brennweitenbereich vom Weitwinkel bis zum starken Tele abdeckt.  Zudem bieten sie oft ähnliche Einstellmöglichkeiten wie eine Spiegelreflexkamera.

Die spiegellosen Systemkameras liegen bei Größe und Gewicht zwischen den Kompaktkameras und den SLR. Sie sind trotzdem mit vergleichsweise großen Sensoren und Wechselobjektiven ausgestattet und nähern sich den SLRs bei der Bildqualität zusehends an.

Generell gilt: Wenn Sie sich beim Fotografieren wenig um Kamera-Einstellungen kümmern wollen, ist eine Kompaktkamera für Sie ideal, die alle wichtigen Einstellungen selbsttätig vornimmt. Wenn Sie allerdings schon fotografische Grundkenntnisse besitzen und jetzt mehr Wert auf hohe Bildqualität und viele Einstellmöglichkeiten legen, kommen Sie um ein Spiegelreflexmodell nicht herum.

DSLR: Vorteile und Nachteile auf einen Blick

Kommt es nur auf die Bildqualität an und spielt der Anschaffungspreis nur eine untergeordnete Rolle, dann eignen sich Spiegelreflexkameras für alles am besten, denn sie liefern in allen Aufnahmesituationen bessere Bildqualität als eine Kompaktkamera. Je weniger Licht zur Verfügung steht, desto größer der Qualitätsvorsprung der DSLR. Sie punkten also vor allem auch bei stimmungsvollem Dämmerlicht oder bei Innenaufnahmen ohne Blitzgerät.

Pentax K-5

© Pentax

Eine DSLR ist dank Wechselobjektiven flexibel einsetzbar (im Bild: Pentax K-5).

Darüber hinaus sind DSLRs universell einsetzbar. Wer unbeschwert fotografieren möchte, hat mit einem passenden Zoomobjektiv und der Automatikeinstellung ein ähnlich unbeschwertes Fotografieren wie mit einer Kompakten. Umgekehrt sind sie durch die große Zahl unterschiedlicher Objektive und die Möglichkeit, alle Aufnahmeparameter wie Empfindlichkeit, Verschlusszeit und Blende auch von Hand einzustellen, für jede denkbare fotografische Aufgabe gerüstet.

Ein weiterer Vorteil, der gerne übersehen wird, ist die ausgezeichnete Ergonomie. Eine Spiegelreflexkamera liegt durch Form und Gewicht gut in der Hand und lässt sich durch die groß dimensionierten Knöpfe und Räder gut bedienen. Die kleinen Kompakten sind bei der Bedienung der Tasten oft fummelig und wegen der glatten (weil hübschen) Oberfläche schwierig zu halten.

Casio Exilim EX-H50

© Casio

Im Vergleich zu DSLRs sind Kompaktkameras kleiner, leichter und einfacher zu bedienen (im Bild: Casio Exilim EX-H50).

Nachteile gibt es natürlich auch. Größe und Gewicht punkten zwar bei der Ergonomie, die DSLR passt dadurch aber nicht eine Jackentasche, sondern wird um den Hals gehängt oder in der Hand getragen. Keiner von uns tut das immer, so geht uns manch interessantes Motiv durch die Lappen. Und der Anschaffungspreis einer DSLR kann bei ein paar zusätzlichen Objektiven schnell ein Vielfaches einer Kompaktkamera betragen.

Last but not least: Selbst die ansonsten unglaublich praktischen Wechselobjektive können ein Nachteil sein. Wenn man nämlich das passende Objektiv gerade nicht dabei hat oder wenn durch einen Objektivwechsel bei schlechtem Wetter Feuchtigkeit oder Schmutz ins Kamerainnere gelangen und dort für Probleme sorgen.

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